Die Bewerbungsphase für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit (DNP Gesundheit) ist abgeschlossen. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergibt die Auszeichnung erneut in Kooperation mit der BARMER sowie der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit stärker in den Blick von Gesundheitswesen, Politik, Wirtschaft, Medien und Öffentlichkeit zu rücken und die nachhaltige Transformation des Sektors zu beschleunigen.
Gesuchte Projekte und drei thematische Schwerpunkte
Ausgezeichnet werden Maßnahmen, Initiativen und Lösungen, die messbar zur Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen beitragen. Zugelassen waren Einreichungen aus einem breiten Spektrum: stationäre und ambulante Versorger, Akteur:innen aus Prävention und Patientenschutz, Unternehmen aus Medizintechnik, Pharmazie und Technologie, Patientenvertretungen, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Wissenschaft und Medien. Besonders erwünscht waren sektorübergreifende Kooperationen und gemeinnützige Partnerschaften.
Der DNP Gesundheit vergibt Preise in drei klar umrissenen Kategorien:
- Versorgung gestalten – Projekte, die Strukturen und Abläufe im Gesundheitswesen effizienter und nachhaltiger organisieren.
- Gesundheit stärken – Maßnahmen zur Prävention, Krankheitsvermeidung sowie zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit.
- Umwelt schützen – Initiativen, die die Umweltbelastungen durch medizinische Versorgung, Behandlung und Medizintechnik verringern.
Auswahlverfahren und Beteiligte
Die eingereichten Projekte werden in einem mehrstufigen Verfahren geprüft. Die Bewertung erfolgt durch ein Assessmentteam, dem Expert:innen der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen sowie der Berliner Konzeptagentur Die Brück angehören. Ziel des Auswahlprozesses ist es, sowohl wirksame als auch übertragbare Ansätze sichtbar zu machen, die in unterschiedlichen Kontexten umgesetzt werden können.
Mit dem Preis sollen Akteur:innen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens aktiviert werden, ihren Beitrag zur Transformation zu leisten. Die Initiative setzt damit einen Impuls für eine nachhaltigere Versorgung, die sowohl ökologische als auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt.
Konsequenzen und Relevanz für Österreich
Obwohl es sich um einen deutschen Preis handelt, sind die Themen branchenweit von Bedeutung: Nachhaltigkeitsstrategien in Spitälern, ressourcenschonende Medizintechnik oder präventive Konzepte betreffen auch österreichische Einrichtungen und Entscheidungsträger:innen. Erkenntnisse aus prämierten Projekten können als Vorbild dienen oder auf Österreich übertragbar sein, etwa im Bereich Beschaffung, Abfallmanagement medizinischer Materialien oder in Präventionsprogrammen.
Wichtig ist die Betonung auf Kooperation: Nachhaltige Veränderungen erfordern das Zusammenspiel von Versorgern, Industrie, Forschung und Zivilgesellschaft. Der DNP Gesundheit fördert genau diese sektorübergreifenden Partnerschaften und möchte erfolgreiche Modelle sichtbar machen und verbreiten.
Was zu beachten ist
- Der Preis richtet sich ausdrücklich an ein breites Teilnehmerfeld – von Kliniken über Unternehmen bis zu Selbsthilfegruppen und Kommunen.
- Sektorübergreifende Kooperationen und gemeinnützige Initiativen sind besonders willkommen.
- Die Bewertung orientiert sich an Praxisrelevanz, Übertragbarkeit und Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Gesundheitswesens.
Für Entscheidungsträger:innen in Österreich bleibt zu beobachten, welche Lösungen der DNP Gesundheit in den verschiedenen Kategorien auszeichnet und inwieweit diese Ansätze in heimische Strukturen adaptiert werden können. Transparente Kriterien und dokumentierte Erfolge prämierter Projekte könnten die Diskussion über nachhaltige Standards in Spitälern, Ordinationen und im Bereich Medizintechnik weiter anstoßen.
| Preis | Kategorien |
|---|---|
| Deutscher Nachhaltigkeitspreis Gesundheit | Versorgung gestalten; Gesundheit stärken; Umwelt schützen |
Der DNP Gesundheit will damit konkrete Beiträge zu einem nachhaltigeren Gesundheitswesen fördern und Verantwortliche aus allen Bereichen des Sektors zur Mitwirkung motivieren.