Rostock – Der zweite Heimauftritt der U23 des FC Hansa Rostock endete mit einem späten Dämpfer: Trotz einer 2:0-Führung gelang Tennis Borussia Berlin in der Nachspielzeit noch der Ausgleich zum 2:2. Durch den späten Treffer bleibt die Reserve des FCH in der Fußball-Oberliga weiter sieglos und steht mit zwei Punkten am Tabellenende.
Verlauf der Partie
Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte ein Elfmeter von Julian Hahnel die Gastgeber in Führung (53.). Knapp eine halbe Stunde später erhöhte Bennett Peters auf 2:0 (75.). In der Folge schien der Sieg in Reichweite – bis die Mannschaft in der Schlussphase Fehler zuließ und die Berliner binnen kurzer Zeit zurückkamen.
- 53. Minute: Elfmeter und Tor durch Julian Hahnel (Hansa Rostock II)
- 75. Minute: Tor von Bennett Peters zum 2:0
- 78. Minute: Anschlusstor von Tennis Borussia Berlin (2:1)
- 90.+3. Minute: Ausgleich durch Konter nach eigenem Einwurf (2:2)
Fehlerquelle Nachspielzeit
Entscheidend war ein schneller Gegenstoß der Berliner unmittelbar nach einem Einwurf der Rostocker an der Eckfahne in der dritten Minute der Nachspielzeit. Hansa-Coach Jano Klempkow bezeichnete das späte Gegentor als «bitter» und sah in dem Fehler eine Lernaufgabe für sein junges Team.
„Es ist bitter, dass wir im zweiten Heimspiel in Folge ein sehr spätes Gegentor kassierten. Dieses 2:2 fiel nach einem eigenen Einwurf an der generischen Eckfahne. Daraus resultierte ein Konter. Das darf uns natürlich nicht passieren. Wir können daraus lernen und müssen das in den nächsten Spielen besser lösen.“
Der Trainer betonte, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit für etwa 30 Minuten die klar bessere Mannschaft gewesen sei und die Führung verdient habe. Kritisch sah er jedoch die Phase nach dem 2:0, in der die Rostocker das Spiel nicht konsequent zu Ende brachten und den Berliner Gästen Raum für ein Comeback ermöglichten.
Konsequenzen für die Saison
Durch das Remis verharrt Hansa Rostock II mit zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der 5. Liga. Die Mannschaft muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten, was Druck auf die junge Truppe und das Trainerteam erzeugt. Sportlich bedeutet das: Eine schnelle Reaktion in den kommenden Partien ist nötig, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen und das Selbstvertrauen zu stärken.
| FC Hansa II (Startaufstellung) |
|---|
| Maurer – Bauer, Rüh, Kelm (83. Kelm), Janke – Stoldt (72. Bytyqi), Venohr, Falk (87. Bölter), Heiden – Bock (72. Peters), Julian Hahnel |
Die personellen Wechsel zeigen, dass Trainer Klempkow im Laufe der zweiten Halbzeit versuchte, frische Kräfte zu bringen, was zunächst Wirkung zeigte: Nach dem Seitenwechsel spielte die Heimelf zielstrebiger und präziser im letzten Drittel, was in den beiden Treffern mündete. Die anschließende Unsicherheit in der Defensive offenbarte jedoch weiterhin Abstimmungsprobleme.
Ausblick und lokale Einordnung
Für die Fans in Rostock bleibt die Hoffnung, dass die U23 die nötige Stabilität findet. Als Nachwuchs- und Entwicklungsplattform für den Profikader ist die U23 für Hansa Rostock von besonderer Bedeutung: Spieler sollen hier Spielpraxis sammeln und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Fehlender Erfolg und späte Gegentore machen es jungen Mannschaften schwerer, Routine in engen Spielsituationen zu gewinnen.
Die kommende Wochen werden zeigen, wie schnell das Team die Lehren aus dem Spiel gegen TeBe umsetzen kann. Klar ist: Die Punktverluste zuhause sind ärgerlich, weil sie Chancen auf einen frühen Befreiungsschlag zunichtemachen. Für die Anhänger bleibt die Erwartung, dass die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen, um in den nächsten Spielen stabilere Ergebnisse zu erzielen.
Gelassen, genau und mit Liebe zum Küstennorden begleite ich die Entwicklung der jungen Hansa-Mannschaft – die Zeit für den ersten Saisonsieg ist noch nicht abgelaufen, aber die Uhr tickt.