Jubiläum mit Festakt und Ausstellung
Das Umspannwerk Jena‑Nord, das heute als Experimentarium und Lernort betrieben wird, ist 100 Jahre alt. Der Trägerverein Imaginata e.V. nahm dieses Jubiläum zum Anlass für einen Festakt, der am Wochenende mit mehreren Programmpunkten gefeiert wurde. Den Auftakt bildete die Finissage zur Sonderausstellung „Was geschah im Umspannwerk?“, die die Geschichte des Bauwerks in den Mittelpunkt stellte.
Die Veranstaltung vereinte historische Rückblicke und aktuelle Nutzungsperspektiven des ehemaligen technischen Betriebsgebäudes. Das Umspannwerk wird heute nicht nur als Denkmal verstanden, sondern dient zugleich als Experimentarium für die Sinne, als Lernort und als Fortbildungs‑Labor, wie es in der Vorstellung des Vereins heißt.
Programm: Ausstellung, Projektionen und Lasershow
Im Verlauf des Abends rückte eine künstlerische Inszenierung die Historie des Umspannwerks erneut in den Fokus: Durch Projektionen auf die Fassade wurde die Geschichte des Gebäudes sichtbar gemacht. Als Abschluss gab es eine Lasershow, die den Festakt optisch abrundete. Mitglieder und Gäste hatten so Gelegenheit, die Kombination aus Technikgeschichte und moderner Nachnutzung zu erleben.
„Was geschah im Umspannwerk?“
Einweihung der neuen Kugel – Crowdfunding erfolgreich
Höhepunkt des Abends war die Einweihung der neuen Imaginata‑Kugel auf dem Dach des Umspannwerks. Die Installation soll künftig als sichtbares Wahrzeichen des Jenaer Nordens dienen. Finanziert wurde das Projekt maßgeblich durch eine Crowdfunding‑Kampagne. Statt der angestrebten 15.000 Euro kamen am Ende 16.076 Euro zusammen, wie der Verein mitteilte.
Der Festakt wurde durch ein Grußwort des Jenaer Oberbürgermeisters Thomas Nitzsche eröffnet. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch Beiträge von Personen, die aus erster Hand über die Arbeit im Umspannwerk und die spätere Nachnutzung durch den Imaginata e.V. berichteten. Zu den Ansprachen zählte auch eine Eröffnung durch den Imaginata‑Vorstand Maik Sterzing, der die Veranstaltung leitete und die Kugel offiziell in Betrieb nahm.
Bedeutung für den Stadtteil und Perspektiven
Für den Jenaer Norden hat die Nachnutzung des Umspannwerks durch den Verein eine doppelte Funktion: Einerseits bleibt die technische und stadtgeschichtliche Substanz als Denkmal erhalten, andererseits entwickelt sich der Ort zu einem aktiven Bildungs‑ und Erlebnisraum. Die neu installierte Kugel auf dem Dach ist symbolisch: Sie markiert sichtbaren Identifikationsraum und signalisiert die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.
- Ort: Umspannwerk Jena‑Nord (100 Jahre)
- Träger: Imaginata e.V.
- Höhepunkt: Einweihung der Imaginata‑Kugel
- Crowdfunding: Ziel 15.000 €, Ergebnis 16.076 €
- Programmpunkte: Finissage der Sonderausstellung, Fassadenprojektionen, Lasershow
Die erfolgreiche Finanzierung per Crowdfunding zeigt zudem, dass es in der Bevölkerung Unterstützung für Projekte gibt, die Denkmalpflege mit Bildungsangeboten und partizipativer Gestaltung verbinden. Ob und in welchem Umfang weitere ständige Angebote vor Ort entstehen, blieb beim Festakt offen; sichtbar ist jedoch, dass das Umspannwerk als kultureller Ort im Bewusstsein der Stadt präsent ist.
| Projekt | Geplante Summe | Gesammelte Summe |
|---|---|---|
| Imaginata‑Kugel (Crowdfunding) | 15.000 € | 16.076 € |
Der Festakt im Umspannwerk Jena‑Nord machte deutlich, wie historische Bauten durch neue Nutzungen lebendig gehalten werden können. Die Einweihung der Kugel ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass bürgerschaftliches Engagement, kommunale Unterstützung und kulturelle Konzepte zusammenwirken, um ein Stück Jenaer Stadtgeschichte für kommende Generationen zu bewahren und neu zu erzählen.