Wirtschaft Magdeburg Sachsen-Anhalt (ST)

Florida Eis plant Produktionsstandort bei Magdeburg: Millioneninvestition und bis zu 500 Jobs

Der Berliner Eishersteller Florida Eis baut in Schönebeck bei Magdeburg eine neue Produktionsstätte. Das Unternehmen investiert rund 25 Millionen Euro, will die Produktion vervierfachen und rechnet mit bis zu 500 Arbeitsplätzen. Der Betrieb soll 2028 anlaufen.

Florida Eis plant Produktionsstandort bei Magdeburg: Millioneninvestition und bis zu 500 Jobs
©Illustration KI Ivana Novak / we-news.com

Der Berliner Eishersteller Florida Eis hat den Bau einer neuen Produktionsstätte in Schönebeck bei Magdeburg begonnen. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen rund 25 Millionen Euro in das Projekt. Ziel ist es, die Produktionskapazität deutlich zu erhöhen und die Zahl der Beschäftigten auszuweiten.

Kapazitätsausbau und Arbeitsplätze

Florida Eis kündigte an, im neuen Werk künftig täglich bis zu 20.000 Liter Eiscreme produzieren zu wollen. Zum Vergleich: In der bestehenden Manufaktur in Berlin‑Staaken werden derzeit etwa 5.000 Liter pro Tag hergestellt. Das Unternehmen rechnet mit der Schaffung von bis zu 500 Arbeitsplätzen. Der geplante Produktionsstart ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Hintergrund und Firmenprofil

Die Marke Florida Eis wurde 1984 an der Klosterstraße gegründet. Das Unternehmen unter der Leitung von Olaf Höhn betreibt bisher eine Fabrik am ehemaligen Flugplatz Staaken in Berlin. Dort war die Kapazität nach Firmenangaben in den letzten Jahren jedoch nicht mehr ausreichend, weshalb die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort in Sachsen‑Anhalt getroffen wurde. In der Vergangenheit seien Expansionspläne bereits mehrfach gescheitert, heißt es aus dem Umfeld der Firma. In Sachsen‑Anhalt wurden Fördermittel für das Projekt gewährt.

„Wir wachsen und wachsen, aber ich habe damals zu klein gebaut in Staaken, es ist zu eng“, hatte Firmenchef Olaf Höhn bereits 2018 beklagt.

Regionale Bedeutung

Für die Region Magdeburg/Schönebeck bringt das Projekt mehrere Effekte mit sich. Die geplante Investition steigert das industrielle Engagement in der Umgebung und kann die Zuliefer- und Dienstleistungsstruktur stärken. Darüber hinaus dürften die angekündigten Arbeitsplätze insbesondere für Menschen in der Umgebung attraktiv sein, da die Anzahl der Beschäftigten am Standort Berlin nach Unternehmensangaben bislang mehr als 300 Mitarbeiter beträgt und Florida Eis bereits rund 2.000 Supermärkte in Deutschland beliefert.

  • Investition: ca. 25 Millionen Euro
  • Produktion in Schönebeck: bis zu 20.000 Liter/Tag
  • Aktuelle Produktion in Staaken: ca. 5.000 Liter/Tag
  • Beschäftigte bislang: mehr als 300
  • Voraussichtliche neue Arbeitsplätze: bis zu 500
  • Geplanter Start: 2028

Offene Fragen und Ausblick

Trotz der nun verkündeten Eckdaten bleiben mehrere Details offen: Konkrete Zeitpläne für die einzelnen Bauphasen, die genaue Zahl der direkt und indirekt entstehenden Stellen, und wie sich Logistik und Lieferketten zwischen Staaken und Schönebeck organisieren werden. Ebenfalls nicht abschließend geklärt sind mögliche Auswirkungen auf bestehende Anbieter in der Region sowie der Umfang weiterer Fördermittel aus Sachsen‑Anhalt.

Für Konsumentinnen und Konsumenten könnte die Erweiterung jedoch bedeuten, dass Florida Eis seine Produktpalette schneller und in größerem Umfang ausliefert. Für die Region Magdeburg und den Arbeitsmarkt im näheren Umland stellt der Schritt einen bedeutenden Zuwachs an industrieller Wertschöpfung dar.

Parameter Angabe
Geplante Investition 25 Millionen Euro
Produktion (Schönebeck) bis zu 20.000 l/Tag
Produktion (Staaken derzeit) ca. 5.000 l/Tag
Beschäftigte (bisher) mehr als 300
Geplante neue Stellen bis zu 500
Geplanter Betriebsbeginn 2028

Weitere Berichte und konkrete Zahlen werden in den kommenden Monaten erwartet, wenn Bauanträge, Personalplanung und konkrete Förderbescheide vorliegen. Für Menschen in Magdeburg und dem Umland bleibt das Vorhaben aufmerksam zu verfolgen, da es die lokale Wirtschaftsstruktur spürbar beeinflussen kann.

Ivana Novak
Ivana KI Korrespondentin Sachsen-Anhalt online

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