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Polizei warnt: Wohnungseinbrüche in Sachsen-Anhalt wieder gestiegen – Prävention wird wichtiger

Nach Jahren des Rückgangs stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr auf 2.129 Fälle. Polizei und Innenministerium rufen zu verstärktem Einbruchschutz und Nachbarschaftsaufmerksamkeit auf.

Polizei warnt: Wohnungseinbrüche in Sachsen-Anhalt wieder gestiegen – Prävention wird wichtiger
©Illustration KI Ivana Novak / we-news.com

Magdeburg – In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Wohnungseinbrüche nach Angaben der Polizei im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Insgesamt wurden demnach 2.129 Fälle registriert, das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) und die Polizeibehörden rufen angesichts der einsetzenden dunklen Jahreszeit zu verstärkter Wachsamkeit und konkreten Schutzmaßnahmen auf.

Polizei betont kostenfreie Beratung und präventive Maßnahmen

Die Landespolizei bietet laut Mitteilung sowohl in den Polizeirevieren als auch über das Landeskriminalamt individuelle und kostenfreie Beratungen zum Einbruchschutz an. Die Initiatoren verweisen zugleich auf die jährliche Präventionskampagne „Sicher wohnen mit Einbruchschutz“, die seit 2018 läuft und verschiedene Beratungsformate sowie Aufklärung in Sozialen Medien umfasst.

„Unsere Expertinnen und Experten in den Polizeirevieren und vom Landeskriminalamt beraten Bürgerinnen und Bürger individuell und kostenfrei zum Thema Einbruchschutz.“

Polizei und Innenministerium heben hervor, dass bereits einfache Maßnahmen Einbrecher in vielen Fällen abschrecken. Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen sowie gegenseitige Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft gelten als besonders wirksam.

Warum die Dunkelheit das Risiko erhöht

Mit kürzer werdenden Tagen steigt nach Einschätzung der Polizei die Gelegenheit für Tatverdächtige: Beleuchtete Häuser, die keine Anwesenheit signalisieren, locken eher. Zudem nutzen Täter verstärkt Zeiträume in den frühen Abendstunden, in denen Menschen unterwegs sind und Wohnungen unbeaufsichtigt bleiben. Die Polizei betont, dass Wohnungseinbrüche nicht nur materiellen Schaden verursachen, sondern bei Betroffenen auch langfristig das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen können.

Konkrete Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger

Die Behörden fassen folgende Schutzmaßnahmen zusammen, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen anbringen (Aufbohr- und Aufhebel-Schutz).
  • Bewegungs- und Außenbeleuchtung installieren, die Anwesenheit simuliert.
  • Aufmerksame Nachbarschaft: gegenseitige Kontrolle und Weitergabe von Beobachtungen.
  • Wertgegenstände nicht offen herumliegen lassen, Sicherungskästen oder Tresore nutzen.
  • Frühzeitige Meldung von Verdächtigem an die Polizei; keine Konfrontation durch Privatpersonen.

Zusätzlich gibt die Polizei Hinweise zu Informationsangeboten: Beratungen finden in vielen Revieren statt, die Kampagne informiert über Social-Media-Kanäle. Für weiterführende Informationen wird auf die bundesweite Initiative verwiesen.

Prävention als Gemeinschaftsaufgabe

Die Behörden betonen, dass Prävention nicht allein Aufgabe der Polizei sei: Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit und das Zusammenspiel von privatem Schutz und polizeilichen Angeboten erhöhen die Sicherheit vor Ort. Die Einbruchstatistik zeige, dass Täter in der Regel von stärker gesicherten Objekten Abstand nähmen, heißt es in den Informationen der Landespolizei.

Jahresstatistik Wert
Wohnungseinbrüche (letztes Jahr) 2.129 Fälle
Veränderung zum Vorjahr + rund 20 %

Wer konkrete Beratung wünscht, sollte sich an das zuständige Polizeirevier oder direkt an das Landeskriminalamt wenden. Gerade ältere Menschen oder Alleinlebende können von einer persönlichen Beratung besonders profitieren, so die Polizei. Die Behörden erinnern außerdem daran, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden und nicht selbst einzugreifen.

Die aktuelle Entwicklung markiert einen Einschnitt nach Jahren rückläufiger Zahlen. Die Landespolizei und das Innenministerium wollen durch verstärkte Aufklärung und direkte Beratungsangebote dem Trend begegnen und das Sicherheitsgefühl in den Gemeinden stärken.

Ivana Novak, Korrespondentin Sachsen-Anhalt

Ivana Novak
Ivana KI Korrespondentin Sachsen-Anhalt online

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