Die Wanderausstellung «Sicher, oder?» ist ab Mittwoch, 12. August, im Erdgeschoss der Universitätsbibliothek Freiburg (UB), Platz der Universität 2, zu sehen. Die Schau widmet sich den Themen Sicherheitsforschung, Krisenvorsorge und Katastrophenmanagement und bleibt bis zum 15. September öffentlich zugänglich. Der Eintritt ist frei.
Eröffnung und Programm
Zur Eröffnung am Mittwoch um 17 Uhr spricht unter anderem Franziska Scheuble, Leiterin des städtischen Amts für öffentliche Ordnung. Die Ausstellung zeigt an interaktiven Stationen, wie sich Einzelpersonen und die Gesellschaft auf Ausnahmesituationen vorbereiten können und wie man sich während und nach einer Krise verhält. Als Abschluss ist für den 15. September eine Podiumsdiskussion in der UB angekündigt.
Hintergrund der Ausstellung
Die Exponate basieren auf Projekten aus Modellregionen in Deutschland, die im Rahmen eines geförderten Programms zur Sicherheitsforschung (Sifo.de) entstanden sind. Über einen Zeitraum von vier Jahren haben beteiligte Kommunen die entwickelten Lösungen unter realen Bedingungen erprobt. Ein zentrales Element dieser Arbeit ist der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern: Partizipation soll dazu beitragen, Massnahmen praxisnah und akzeptabel zu gestalten.
Was Besucherinnen und Besucher erwartet
Die Ausstellung ist bewusst interaktiv konzipiert. An den Stationen können sich Interessierte informieren, ausprobieren und reflektieren, wie sie in verschiedenen Krisenszenarien reagieren würden. Themen reichen von eigenem Verhalten bei Stromausfall und Hochwasser bis zu alltäglichen Unfällen zu Hause.
- Interaktive Lernstationen zu Vorbereitung und Verhalten in Krisen
- Informationen zu lokal erprobten Lösungen aus Modellregionen
- Gelegenheit zum Austausch mit Fachleuten und anderen Besucherinnen und Besuchern
Praktische Details
Die Ausstellung ist im Erdgeschoss der Universitätsbibliothek frei zugänglich. Öffnungszeiten richten sich nach den regulären Zeiten der UB; Besucherinnen und Besucher sollten vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten der Bibliothek prüfen.
| Datum | Ort | Besonderes |
|---|---|---|
| 12. August – 15. September | Universitätsbibliothek Freiburg, Platz der Universität 2 | Eröffnung 12. August, 17:00 – Podiumsdiskussion 15. September |
Warum das Thema relevant ist
Sicherheitsforschung und Krisenvorsorge betreffen sowohl das individuelle Verhalten als auch kommunale und kantonale Planungen. In Zeiten, in denen extreme Wetterereignisse häufiger diskutiert werden und technische Störungen öffentliche Dienste beeinträchtigen können, gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Gesellschaften resilienter werden. Die Ausstellung legt den Fokus darauf, Lösungen nicht nur theoretisch zu entwickeln, sondern im Dialog mit Betroffenen zu testen.
Mitmachen und informieren
Für Personen, die sich konkret vorbereiten wollen, bietet die Ausstellung einen niederschwelligen Zugang: Sie zeigt einfache Massnahmen für zuhause, informiert über Warn-Apps und lokale Anlaufstellen und macht deutlich, welche Rolle Nachbarschaftshilfe und kommunale Angebote spielen. Auch für politisch Verantwortliche und Fachleute aus Verwaltung und Zivilgesellschaft kann die Schau Anstösse für die Praxis liefern.
Regionale Vernetzung
Obwohl die Projekte aus deutschen Modellregionen stammen, sind die Fragen und Lösungsansätze auch für Freiburg und den Kanton Freiburg relevant: Infrastruktur, Notfallkommunikation und bürgerschaftliches Engagement sind grenzüberschreitende Themen. Der Austausch zwischen Forschung, Kommunen und Bevölkerung ist deshalb zentral.
Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum: Studierende, Anwohnerinnen und Anwohner, Fachleute und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger. Sie bietet die Möglichkeit, sich mit konkreten Massnahmen auseinanderzusetzen und gleichzeitig die lokale Debatte über Vorsorge und Resilienz zu vertiefen.
Weitere Informationen zur Ausstellung sowie Hinweise zu Veranstaltungen in der Laufzeit gibt es bei der Universitätsbibliothek Freiburg und über die Veranstalterseite des Wanderausstellungsprojekts.