Der OFV-Cup hielt, was er versprach: Spannung, Tore und ein hart umkämpftes Ende. Im Duell zwischen dem FC Au-Berneck und dem FC Glarus setzten sich die Gäste aus Glarus nach einem 4:4 nach Verlängerung und einem anschliessenden Elfmeterschiessen durch. Der FC Au-Berneck, der sich nach einem 0:2-Rückstand eindrücklich zurückgekämpft hatte, scheidet damit in der ersten Runde aus.
Ademi mit Dreierpack — und doch ohne Happy End
Die Begegnung war geprägt von einer starken Aufholjagd der Heeb-Equipe. Nach der Pause lag Au‑Berneck mit 0:2 zurück, dann drehten die Gastgeber auf: Ademi erzielte drei Tore, Dervisevic steuerte einen weiteren Treffer bei, sodass nach 90 Minuten ein 3:3 auf der Anzeigetafel stand. In der Verlängerung brachte Ademi sein Team sogar erstmals in Führung und komplettierte damit sein persönliches Hattrick.
Trotz der Führung verpasste Au‑Berneck, die Partie in der Verlängerung endgültig zu entscheiden. Drei Minuten vor Schluss glich Ibishi für Glarus aus und erzwang so das Penaltyschiessen. Dort verloren die Unterrheintaler die Nerven: Fehlversuche von Ademi und Eppler führten schliesslich zum Ausscheiden und besiegelten das Aus mit einem Gesamtskore von 6:8.
Weitere Resultate aus Rheintaler Sicht
Auch andere Teams aus der Region konnten die Cup-Hoffnungen nicht am Leben erhalten. Der FC Diepoldsau‑Schmitter unterlag beim Zweitliga-Absteiger Besa im Espenmoos knapp mit 2:3. Für Diepoldsau trafen Shajnoski und Hot, doch die Tore reichten nicht, um das Weiterkommen zu sichern.
Der Nachmittag des FC St.Margrethen verlief besonders einseitig: Der Fünftligist fand gegen den zwei Klassen höher spielenden FC Weinfelden‑Bürglen kein Rezept und verlor deutlich mit 0:10. Damit verabschiedet sich auch St.Margrethen früh aus dem Wettbewerb.
Einziger Lichtblick für die Rheintaler Delegation ist der FC Rheineck. Die Mannschaft liess gegen FC Schmerikon nichts anbrennen und zog mit einem klaren 4:0-Erfolg in die nächste Runde ein.
- FC Au-Berneck – FC Glarus: 4:4 n.V., Glarus im Elfmeterschiessen
- FC Diepoldsau‑Schmitter – Besa: 2:3
- FC St.Margrethen – Weinfelden‑Bürglen: 0:10
- FC Rheineck – FC Schmerikon: 4:0
Was das Aus für Au‑Berneck bedeutet
Für Au‑Berneck ist das Ausscheiden im Cup schmerzhaft, gerade weil die Mannschaft nach einem Rückstand Charakter zeigte und die Partie offen gestalten konnte. Ein individueller Lichtblick bleibt der Dreierpack von Ademi, der in diesem Spiel zum prägenden Akteur avancierte. Sportlich aber zahlt sich diese Leistung nicht mit einem Weiterkommen aus.
Auf der anderen Seite bestätigt Glarus, dass auch in der Anfangsphase des Wettbewerbs mit dem Team zu rechnen ist: Das späte Tor von Ibishi und die Qualität vom Punkt brachten den Zweitliga-Aufsteiger weiter.
Tabelle: Kurzüberblick zu Toren und Schlüsselszenen
| Begegnung | Schlüsselszenen |
|---|---|
| Au‑Berneck – Glarus (4:4 n.V.) | Aufholjagd, Ademi-Hattrick, Ausgleich Ibishi 3' vor Schluss, Elfmeterschiessen zugunsten Glarus |
| Diepoldsau‑Schmitter – Besa (2:3) | Shajnoski, Hot treffen – zu wenig zum Weiterkommen |
| St.Margrethen – Weinfelden‑Bürglen (0:10) | Deutliche Überlegenheit des Favoriten, hohe Niederlage für den Fünftligisten |
| Rheineck – Schmerikon (4:0) | Klare Qualifikation für die nächste Runde |
Für die Vereine beginnt nun die Phase der Analyse: Au‑Berneck wird die Konterchancen und die nervenstarken Abschlüsse vom Punkt thematisieren, während Glarus die Effizienz in Drucksituationen als Grundlage für weitere Erfolge nehmen kann. Für die Fans bleibt das Spiel als intensives Cup-Duell in Erinnerung — mit hoher Emotionalität und dramatischem Ausgang.