Die U19-Junioren des SC Freiburg haben im Möslestadion ein Treffen mit den Inklusions‑Kickers des PTSV Jahn Freiburg organisiert. Ziel des Anlasses war es, durch gemeinsames Sporttreiben direkte Begegnungen zwischen Nachwuchsspielern des Vereins und jungen Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Die Organisatoren beschrieben das Aufeinandertreffen als gelungenen Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die künftig durch die Juniorenteams des Vereins geführt werden sollen.
Gemeinsames Programm: Warm‑up, Turnier, Führung
Der Nachmittag war in mehrere Teile gegliedert: Zuerst leitete die U19 ein von den Junioren organisiertes Warm‑Up, anschliessend spielten gemischte Teams in einem kleinen Turnier, und zum Abschluss gab es eine Führung durch das Nachwuchsleistungszentrum des Vereins. Die Kombination aus Bewegung, Spiel und Einblicken in die Nachwuchsarbeit sollte Hemmschwellen abbauen und ein Begegnungsfeld schaffen, das auf Augenhöhe funktionierte.
| Programmpunkt | Inhalt |
|---|---|
| Warm‑Up | Organisiert von den U19‑Junioren |
| Gemischtes Turnier | Spielerische Begegnung zwischen beiden Gruppen |
| Führung | Besuch des Nachwuchsleistungszentrums |
Aus Sicht der Gastgeber ging es nicht allein um Fussballtechnik, sondern um Begegnung und gegenseitige Wertschätzung. Der Sportpsychologe der Junioren, Philipp Himstedt, fasste das Anliegen so zusammen: Es sollte ein Erlebnis geschaffen werden, bei dem die jungen Teilnehmenden «mit anderen Lebensrealitäten in Kontakt kommen» — und zwar am wirkungsvollsten, «wenn man etwas gemeinsam macht».
«Für die Kids war es ein Riesenerlebnis», stellt Detlef Berger, Trainer und Gründer der Inklusions‑Kickers zufrieden fest. «Es war schön zu sehen, wie die jungen Spieler mit uns auf Augenhöhe ins Miteinander gegangen sind. Die gegenseitige Wertschätzung war in jeder Sekunde zu spüren.»
Wer steckt hinter den Inklusions‑Kickers?
Die Inklusions‑Kickers des PTSV Jahn Freiburg bestehen aus Kindern und jungen Erwachsenen im Alter von 13 bis 25 Jahren. Sie treffen sich regelmässig zu Trainingseinheiten; laut Mitteilung trainieren sie jeden Freitag um 16 Uhr und freuen sich über weitere Mitspielerinnen und Mitspieler. Die Mannschaft verfolgt einen inklusiven Ansatz: Sportliche Aktivitäten sollen Teilhabe, soziale Kontakte und Alltagskompetenzen fördern.
- Teilnehmende: U19‑Junioren des SC Freiburg und Inklusions‑Kickers (PTSV Jahn Freiburg)
- Ort: Möslestadion
- Ziel: Begegnung, Inklusion, Sensibilisierung der Nachwuchsarbeit
Solche Begegnungen haben zwei Seiten: Für die jungen Menschen der Inklusions‑Kickers bieten sie Zugang zu Infrastruktur und Trainingswissen eines Profivereins, für die Junioren bringen sie direkte Erfahrungen mit Diversität und unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten. Sportpsychologe Himstedt bezeichnete die gemeinsame Aktivität als beste Möglichkeit, solche Erfahrungen zu vermitteln.
Ein langfristiger Ansatz statt Einzelaktion
Das Treffen wurde als Auftakt einer ganzen Reihe von Begegnungen beschrieben. Anders als punktuelle Sonderaktionen streben die Verantwortlichen offenbar an, die Nachwuchsarbeit dauerhaft zu öffnen. Das kann Auswirkungen auf die internen Ausbildungsansätze haben: Regelmässige Begegnungen fördern Empathie, Spielverständnis und Sozialkompetenz bei jungen Spielern, gleichzeitig unterstützen sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
Konkrete Angaben zu weiteren Terminen nannte der Verein nicht in der Kurzmitteilung. Aus dem Bericht geht jedoch hervor, dass die Initiative in den Strukturen der Juniorenarbeit verankert werden soll.
Bedeutung für die Region
Solche lokalen Initiativen spielen eine Rolle über den Sportplatz hinaus. Sie setzen Signale für Offenheit und Integration und bieten Vorbilder für andere Vereine, Schulen und Institutionen. Im dicht besiedelten und sportlich aktiven Raum rund um Freiburg hat der Kontakt zwischen Leistungs‑ und Breitensport traditionsgemäss einen hohen Stellenwert; inklusive Projekte können diese Vernetzung vertiefen und Zugänge schaffen.
Für Interessierte, die sich den Inklusions‑Kickers anschliessen möchten, bleibt die Info aus der Mitteilung zentral: Trainings sind freitags um 16 Uhr. Der PTSV Jahn nimmt offenbar Mitspielerinnen und Mitspieler willkommen — nähere Kontaktangaben enthielt die Kurzmeldung nicht.
Insgesamt zeigt die Begegnung, wie Sport als niedrigschwellige Plattform für gesellschaftliche Teilhabe wirken kann. Das Möslestadion bot an diesem Nachmittag nicht nur Raum fürs Spiel, sondern auch für Austausch, gegenseitige Anerkennung und die Erfahrung, dass gemeinsame Aktivitäten Brücken bauen können.