Die Jura Energy Corporation hat die Entwicklungsbohrung Maru-3 im sogenannten Maru-Lease erfolgreich bis zu einer gemessenen Tiefe von 951 Metern niedergebracht und die Bohrung anschliessend an die Produktionsanlagen angeschlossen. Das Unternehmen veröffentlichte am 8. August 2026 Testergebnisse, die erste Produktionsraten und geplante Massnahmen zur Steigerung der Förderung dokumentieren.
Testergebnis und aktuelle Produktion
Beim Abschlusstest mit einer 64/64-Zoll-Drossel förderte Maru-3 konventionelles Erdgas mit einer durchschnittlichen Rate von rund 1,02 MMcf/d (Millionen Kubikfuss pro Tag). Der durchschnittliche Fließdruck am Bohrlochkopf betrug demnach etwa 105 psi.
Nach dem Anschluss an die bestehende Infrastruktur läuft die Bohrung aktuell in Produktion und liefert gegenwärtig rund 0,7 MMcf/d. Jura Energy weist darauf hin, dass diese Rate nach weiteren Arbeiten steigen dürfte.
Geplante Massnahmen zur Produktionssteigerung
Als nächste Schritte sind eine Produktionsaufbau-Messung sowie eine Säurestimulation vorgesehen. Diese Massnahmen sind laut Mitteilung derzeit für das vierte Quartal 2026 geplant. Ziel ist es, die Förderrate gegenüber dem anfänglichen Testniveau zu erhöhen.
Zum Maru-Lease und zur Beteiligung
Das Maru-Lease umfasst eine Fläche von etwa 15,41 Quadratkilometern und erstreckt sich über Gebiete in zwei pakistanischen Distrikten: Rahim Yar Khan in der Provinz Punjab sowie Ghotki in der Provinz Sindh. Jura Energy hält einen Working Interest von 10,66% an diesem Lease. Betreiber des Projekts ist die Oil and Gas Development Company Limited (OGDCL).
| Posten | Angabe |
|---|---|
| Gemessene Tiefe Maru-3 | 951 m |
| Testförderrate (Drossel 64/64) | ~1,02 MMcf/d |
| Aktuelle Produktion nach Anschluss | ~0,7 MMcf/d |
| Durchschnittlicher Fließdruck | ~105 psi |
| Fläche Maru-Lease | 15,41 km² |
| Jura Energy Working Interest | 10,66% |
Bedeutung der Angaben
Die Testförderrate von rund 1,02 MMcf/d gilt in der Mitteilung als Hinweis auf konventionelles Gasvorkommen in der Pirkoh-Limestone-Formation aus dem Eozän. Die aktuell produzierte Menge liegt unter dem Testwert, was nach Angaben des Unternehmens durch die noch ausstehenden Produktionsoptimierungen erklärt wird. Solche Optimierungen, namentlich Säurestimulationen, dienen dazu, die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen und die Förderraten nachhaltig zu steigern.
Finanzielle und operative Einordnung
Jura Energy ist als Minderheitsgesellschafter mit einem Working Interest von knapp 10,7% beteiligt. Entscheidungen über Investitionsvolumen und operative Planung für das Maru-Lease obliegen primär dem Betreiber OGDCL. Für Jura Energy sind die Produktionsbeiträge aus einem solchen Lease zwar relevant für Umsätze und Cashflow, doch mit einem zweistelligen Prozentsatz als Working Interest handelt es sich um eine von mehreren Beteiligungen im Portfolio.
Ausblick
Die angekündigten Massnahmen im vierten Quartal 2026 werden zeigen, ob die Produktion wie erwartet ansteigt. Für Beobachter und Investoren sind insbesondere die nach Stimulation erreichten Förderraten sowie die Dauerstabilität der Produktion wichtige Kenngrössen. Jura Energy hat in der Mitteilung keine verbindlichen Prognosen über künftige Tageswerte veröffentlicht; die genannten Zahlen beziehen sich auf Mess- und Anfangsdaten.
- Maru-3 wurde bis 951 m niedergebracht und erfolgreich an Produktionsanlagen angeschlossen.
- Testförderung: ~1,02 MMcf/d; aktuelle Produktion: ~0,7 MMcf/d.
- Weitere Massnahmen (Produktionsaufbau-Messung, Säurestimulation) geplant für Q4 2026.
Die Angaben stammen aus der Mitteilung von Jura Energy Corporation. Weitere Details zu Investitionssummen, Zeitplan für die Arbeiten im vierten Quartal oder zu erwarteten finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen nannte die Quelle nicht.