Der FC Aarau hat die erste Runde des Schweizer Cups 2026/27 überstanden. In der Tissot Arena setzte sich die Mannschaft aus dem Kanton Aargau nach einer turbulenten Schlussphase und einem spannenden Penaltyschiessen mit 7:4 n. E. gegen den FC Biel-Bienne aus der Promotion League durch.
Ruhiger Beginn, dramatischer Verlauf
Die erste Halbzeit bot wenige Höhepunkte. Aarau kam durch einen Schuss von Daniel Afriyie (24.) sowie einen Abschluss von Presley Pululu (39.) zu den einzigen nennenswerten Torversuchen, beide Chancen waren jedoch gut zu verzeichnen und wurden vom gegnerischen Torhüter souverän entschärft. Auf beide Teams wartete nach dem eher ereignisarmen Beginn eine intensivere zweite Hälfte.
In der zweiten Halbzeit suchte Biel-Bienne die Offensive und hatte durch Captain Anthony De Freitas (50.) sowie Henri Koide (52.) Chancen, blieb aber zunächst erfolglos. Die Führung gelang schliesslich dem FCA: In der 64. Minute lancierte Izer Aliu eine Einzelaktion. Der 26-jährige Mittelfeldspieler drang in die gegnerische Hälfte vor und verwandelte aus rund 20 Metern mit einem präzisen Schuss in den Winkel – ein Tor, das die Partie auf den Kopf stellte.
Die Antwort der Gäste folgte in Wellen. De Freitas vergab eine gute Möglichkeit (67.), später scheiterten auch Omer Dzonlagic (75.) und Ilion Ssebūnya (78.) knapp. Doch Biel blieb dran: Nur wenige Minuten nach dem Führungstor schlug Roko Baturina in der 81. Minute zu. Er nutzte ein Zuspiel von Linus Obexer, der nach einem starken Ballgewinn vor dem Strafraum den entscheidenden Pass spielte, und traf aus kurzer Distanz unhaltbar.
Platzverweis und späte Wendung
Die Begegnung schien zugunsten der Gäste zu kippen, als kurz nach dem Anschlusstreffer ein Platzverweis erfolgte. Der kurz zuvor eingewechselte Saleh Chihadeh musste wegen eines rücksichtslosen Einsteigens gegen Aarau-Torhüter Andreas Hirzel vom Platz, womit Biel-Bienne in Unterzahl weiterspielen musste. Trotzdem gelang den Gästen der Ausgleich: In der 91. Minute brachte ein missglückter Rückpass von Zidan Tairi den eigenen Torhüter in Bedrängnis, was Biel zum 2:2 nutzte.
Und als es bereits nach Schlusspfiff aussah, rettete Levy Maltet die Seeländer in der allerletzten Offensivaktion doch noch in die Verlängerung. Damit blieb den Fans in der Tissot Arena ein weiteres Kapitel Dramatik nicht erspart.
Entscheidung vom Punkt
In der Verlängerung fielen keine weiteren Tore, sodass das Penaltyschiessen über das Weiterkommen entscheiden musste. Dort behielten die Aarauer die Nerven und setzten sich mit 7:4 durch.
- Endstand nach 90 Minuten: 2:2
- Entscheidung: 7:4 n. E. für FC Aarau
- Matchwinner (Spielverlauf): Izer Aliu (Führungstor), starkes Penaltyschiessen des FCA
| Spielereignis | Minute |
|---|---|
| Tor Izer Aliu (Aarau) | ~64' |
| Tor Roko Baturina (Biel-Bienne) | 81' |
| Eigentor / missglückter Rückpass Zidan Tairi (Aarau) | 91' |
| Penaltyschiessen | 7:4 n. E. |
Auswirkungen und Ausblick
Der Sieg bedeutet für den FC Aarau das Erreichen der zweiten Runde des Schweizer Cups. Die Mannschaft zeigte in der Schlussphase Charakter, nachdem die Partie mehrfach gekippt war. Auffällig bleibt die Bedeutung einzelner Spieler: Izer Aliu lieferte mit seinem Tor das entscheidende Moment, während das Team als Ganzes im Penaltyschiessen die Nerven behielt.
Für Biel-Bienne war es ein intensives Cup-Match mit positiven Momenten, das am Ende jedoch nicht mit dem Weiterkommen belohnt wurde. Die Promotion-League-Mannschaft zwang den Challenge-League-Vertreter über 120 Minuten und ins Elfmeterschiessen.
Der FC Aarau wird nun die zweite Runde des Cups vorbereiten. Welche Gegner folgen und wann die nächste Pflichtaufgabe ansteht, gibt der Verein in seinen Kanälen bekannt.
Bericht aus der Tissot Arena. Weitere lokale Fussballnachrichten folgen in den nächsten Tagen.