Fabian Staudenmann hat dem Bern‑Jurassischen Schwingfest in Werdtberg seinen Stempel aufgedrückt. Der Berner setzte sich mit einer makellosen Serie von fünf Siegen in den ersten fünf Gängen an die Spitze und liess sich den Festsieg nicht mehr nehmen.
Frühe Führung und beruhigendes Polster
Staudenmann gelang es bereits vor dem Schlussgang, ein beruhigendes Polster herauszuarbeiten. Durch seine Serie von Siegen – darunter Erfolge gegen die Eidgenossen Christian Gerber und Philipp Roth – lag er vor dem letzten Kampf mit 1,25 Punkten vor Michael Ledermann. Selbst eine Niederlage im Schlussgang hätte ihn somit nicht zwangsläufig vom ersten Rang verdrängen müssen.
Schnelles Ende im Schlussgang
Der Spitzenringer wollte jedoch keine Experimente eingehen. Staudenmann suchte die Entscheidung und beendete den Schlussgang bereits nach 55 Sekunden mit einem Gammen — ein deutlicher Abschluss eines souveränen Auftritts.
Hinter dem Sieger ordnete sich Lars Zaugg ein. Zaugg zeigte ebenfalls eine starke Leistung: fünf Siege und nur ein Gestelltes — dieses gegen Michael Ledermann — reichten ihm zum Ehrenplatz.
Jungkranzer und Überraschungen
Ein persönliches Highlight gab es für den 24‑jährigen Sandro Lehmann aus Meiringen. Mit vier Siegen sicherte sich Lehmann seinen ersten Kranz. Dreimal traf er dabei auf Normalkranzer, nur einmal ging er als Verlierer vom Platz. Der Erfolg markiert einen wichtigen Karriereschritt für den jungen Meiringer.
- Sieger: Fabian Staudenmann (Bern)
- Zweiter: Lars Zaugg
- Erster Kranz: Sandro Lehmann (24, Meiringen)
Einordnung für die Region
Das Bern‑Jurassische Schwingfest in Werdtberg hat erneut bewiesen, dass es eine Plattform für sowohl etablierte Spitzenleute als auch Nachwuchsakteure ist. Staudenmanns klarer Auftritt bestätigt seine Favoritenrolle in der Region, während junge Talente wie Lehmann von der nationalen Konkurrenz profitieren und wichtige Erfahrungen sammeln.
| Platz | Name | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 | Fabian Staudenmann | 5 Siege; Schlussgang nach 55 Sekunden mit Gammen |
| 2 | Lars Zaugg | 5 Siege, 1 Gestelltes (gegen Ledermann) |
| — | Sandro Lehmann | Erster Kranz; 4 Siege |
Was der Anlass bedeutet
Für den Bernisch Kantonalen Schwingerverband bleibt das Fest ein Gradmesser für die Form der Athleten vor den weiteren Saisonhöhepunkten. Staudenmanns Leistung wird ihm die Rolle als einer der Anwärter auf grössere Feste bestätigen. Für die Zuschauer bot der Anlass in Werdtberg eine Mischung aus hochklassigen Duellen und persönlichen Erfolgserlebnissen — ein Resultat, das sowohl dem traditionellen Schwingen als auch der regionalen Fanbasis zugutekommt.
Die Resultate zeigen zudem, wie eng die Spitze besetzt ist: Kleine Unterschiede in Punkten oder einem Gestellten entscheiden über Platzierungen. Gerade für junge Schwinger wie Lehmann kann ein Kranz zum Wendepunkt in der sportlichen Entwicklung werden.
Organisatorisch und sportlich bleibt damit festzuhalten: Das Schwingfest in Werdtberg hat seinem Ruf gerechter, lokale und nationale Talente in Szene gesetzt und mit einer eindrücklichen Vorstellung von Fabian Staudenmann einen klaren Sieger hervorgebracht.