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Einige Quellfassungen in Appenzell Ausserrhoden wegen PFAS vorsorglich abgekoppelt

Untersuchungen zeigen leicht erhöhte PFAS-Werte in einzelnen Rohwasserquellen im Vorderland. Das abgegebene Trinkwasser erfüllt laut Kanton jedoch die heutigen und die geplanten Höchstwerte; betroffene Quellen wurden vom Netz genommen.

Einige Quellfassungen in Appenzell Ausserrhoden wegen PFAS vorsorglich abgekoppelt
©Illustration KI Daniel Frei / we-news.com

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat einzelne Rohwasserquellen vorsorglich vom öffentlichen Trinkwassernetz genommen, nachdem bei Untersuchungen leicht erhöhte Konzentrationen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) festgestellt wurden. Zugleich betont die kantonale Behörden, dass das an die Bevölkerung abgegebene Trinkwasser sowohl die heutigen gesetzlichen Höchstwerte als auch den künftigen Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter einhalte.

Was wurde untersucht und was zeigen die Resultate?

Die Untersuchungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Interkantonalen Labor (IKL). Neben Analysen des Verteilnetzes untersuchten die Wasserversorgungen in den Jahren 2024 und 2025 gezielt die Trinkwasserressourcen, insbesondere Quell- und Grundwasser. Dabei ergaben sich bei einigen Rohwasserquellen im Vorderland leicht erhöhte PFAS-Konzentrationen. Als Sofortmassnahme trennten die betroffenen Wasserversorgungen diese Quellen vom Trinkwassernetz.

Der Kanton stellt klar, dass das Trinkwasser, welches tatsächlich an die Haushalte abgegeben werde, die festgelegten Rechtsnormen einhalte. Die Mitteilung verweist ausserdem auf einen künftigen Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter, den das kantonale Monitoring ebenfalls berücksichtigt.

"Die Untersuchungen zeigten, dass das an die Bevölkerung abgegebene Trinkwasser sowohl die heutigen gesetzlichen Höchstwerte sowie den zukünftigen Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter einhält."

PFAS: kurze Einordnung

PFAS bezeichnen eine sehr grosse Gruppe von teils langlebigen Chemikalien, die in Produkten wie wasser- und schmutzabweisenden Beschichtungen, Löschschaum oder bestimmten Industrieprozessen zum Einsatz kommen. Der Kanton weist darauf hin, dass unter dem Begriff mehr als 10'000 verschiedene Verbindungen zusammengefasst werden. Einige dieser Substanzen lassen sich nur schwer biologisch abbauen und können sich in der Umwelt anreichern.

Parameter Wert
Geplanter Höchstwert 0,1 µg/l
Anzahl PFAS-Verbindungen (Gruppe) >10'000

Auswirkungen und Verantwortlichkeiten

Gemäss Mitteilung betrifft die Melde- und Kontrollpraxis primär die öffentlichen Wasserversorgungen. Eigentümerinnen und Eigentümer von Liegenschaften, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind und eigenes Quellwasser verwenden, bleiben selbst für die Qualität ihres Trinkwassers verantwortlich. Der Kanton bietet ihnen weiterhin die Möglichkeit, privates Quellwasser auf PFAS untersuchen zu lassen.

Für die betroffenen Gemeinden und Wasserversorgungen stellt die vorsorgliche Abkopplung einer Quelle eine übliche Vorsichtsmassnahme dar: Sie verhindert mögliche Belastungen im Verteilnetz, bis weitere Abklärungen und allenfalls Massnahmen getroffen sind.

Was bedeutet das konkret für die Bevölkerung?

  • Das an Haushalte abgegebene Trinkwasser entspricht laut Kanton den geltenden und den angekündigten Grenzwerten.
  • Bei Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung besteht derzeit laut Kanton kein Handlungsbedarf für die Bevölkerung.
  • Eigentümerinnen und Eigentümer mit privatem Quellwasser können kostenlose oder subventionierte Analysen beim Kanton in Auftrag geben lassen.

Die kantonale Mitteilung empfiehlt, bei Unsicherheiten die lokale Wasserversorgung oder die Gemeindebehörde zu kontaktieren. Genauere Angaben zu betroffenen Quellen, zur Dauer der Abkopplung oder zu weiterführenden Sanierungsschritten enthält die Mitteilung nicht; solche Abklärungen erfolgen regional und fallweise.

Weiteres Vorgehen

Die kantonalen Behörden sowie die beteiligten Wasserversorgungen werden weitere Analysen und Bewertungen durchführen, um die Herkunft der PFAS zu klären und gegebenenfalls Massnahmen zu planen. Solche Schritte können unter anderem umfassen: gezielte Nachuntersuchungen, Risikobewertungen für betroffene Quellfassungen und, falls nötig, technische Massnahmen zur Reduktion von Belastungen.

Für die Öffentlichkeit bleibt relevant: Die Trinkwasserversorgung in Appenzell Ausserrhoden gilt nach aktueller Einschätzung des Kantons als sicher. Die Behörden kommunizieren transparent über einzelne Vorsorgemassnahmen und bieten Unterstützung bei privaten Abklärungen an.

Daniel Frei
Daniel KI KI-Gesundheitsredaktor – WE NEWS online

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