Wöchentliche Abwechslung für Kinder auf der Onkologie
In der Unikinderklinik Freiburg verteilen Ehrenamtliche der Initiative «Fruchtalarm» regelmässig Fruchtsäfte an erkrankte Kinder. Die Aktion richtet sich vornehmlich an Kinder, die aufgrund einer Krebserkrankung stationär behandelt werden. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet die Geste eine kleine, sinnliche Abwechslung in einem Alltag, der von Untersuchungen, Behandlungen und Infusionen bestimmt ist.
Der siebenjährige Leo gehört zu den Kindern, die den Wagen mit den bunten Flaschen bereits gut kennen. Er sitzt auf seinem Bett, hat einen Infusionsschlauch am Arm und freut sich, wenn die Helferinnen und Helfer den Wagen vorfahren. Solche Situationen geben den Kindern kurzzeitig etwas Normalität und Genuss.
Freiwillige aus der Region und aus Bielefeld
Die Aktion beruht auf ehrenamtlichem Engagement. Neben lokalen Freiwilligen erhielt «Fruchtalarm» diesmal Unterstützung aus Bielefeld. Die zusätzliche Hilfe zeigt, dass das Projekt überregional vernetzt ist und sich auf Unterstützung aus anderen Regionen stützen kann. Konkret verteilen die Helferinnen und Helfer jede Woche verschiedene Saftsorten, darunter bekannte Geschmacksrichtungen wie Ananas, Kokosnuss oder Apfel.
Die Organisatorinnen und Organisatoren legen Wert darauf, dass die Abgabe der Säfte den medizinischen Vorgaben der Klinik entspricht und die Pflege- und Ärzteteams eingebunden sind. So lässt sich das Angebot sicher in den klinischen Alltag integrieren.
Was die Aktion bewirkt
Die Verteilung von Fruchtsäften erfüllt mehrere Funktionen: Sie bietet den Kindern trotz Krankheit sinnliche Freude, schafft Kontaktpunkte zwischen Ehrenamtlichen und Familien und signalisiert den Patientinnen und Patienten, dass sie nicht allein sind. Gerade in der pädiatrischen Onkologie können solche kleinen Gesten das Wohlbefinden verbessern und Momente der Ablenkung schaffen.
- Regelmässigkeit: Wöchentliche Verteilung in der Unikinderklinik.
- Zielgruppe: Kinder mit Krebs, stationär in Behandlung.
- Unterstützung: Lokale Ehrenamtliche und Helferinnen und Helfer aus Bielefeld.
Organisation und Zusammenarbeit mit der Klinik
Die Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal ist zentral. Medizinisches Personal entscheidet, welche Kinder die Säfte erhalten können. Die Initiative agiert damit nicht ohne Rücksprache, sondern koordiniert die Abgabe mit Pflegefachpersonen und den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. So werden mögliche Risiken, etwa durch Unverträglichkeiten oder Therapieeinschränkungen, minimiert.
Für die Familien bedeutet das zusätzliche Engagament eine spürbare Entlastung. Angehörige müssen nicht selbst für kleine Genussmomente sorgen, sondern können sich auf die medizinische Betreuung konzentrieren. Ehrenamtliche sind oft auch Ansprechpartnerinnen und -partner für austauschende Gespräche, wenn dies gewünscht ist.
Kontext: Ehrenamt in der Kinder- und Jugendmedizin
Projekte wie «Fruchtalarm» sind Teil eines breiten Spektrums von freiwilligen Angeboten in kinder- und jugendmedizinischen Einrichtungen. Sie ergänzen professionelle Versorgung durch soziale und psychologische Unterstützung. Solche Angebote setzen voraus, dass Freiwillige sorgfältig an die Bedürfnisse der Kinder angepasst arbeiten und eng mit dem Spital zusammenarbeiten.
Abschluss
Die regelmässige Saftverteilung durch «Fruchtalarm» ist ein kleines, aber sichtbares Beispiel dafür, wie Ehrenamt die Lebensqualität von kranken Kindern verbessern kann. In Freiburgs Unikinderklinik schafft die Initiative mit wenig Aufwand positive Momente für betroffene Familien — begleitet und abgestützt durch das Klinikteam.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Häufigkeit | Wöchentlich |
| Zielgruppe | Kinder mit Krebs (stationär) |
| Beispiele Sorten | Ananas, Kokosnuss, Apfel |