Der Ennepe‑Ruhr‑Kreis widmet sich in der digitalen Veranstaltungsreihe „sperrangelweit“ dem Thema Klimawandel und Gleichstellung. Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die Feststellung, dass Folgen des Klimawandels und Maßnahmen zur Klimaanpassung und -minderung nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen treffen. Entscheidend seien Faktoren wie Sorgearbeit, Mobilität, Erwerbslage und die soziale Lage, die zu unterschiedlichen Erfahrungen und Risiken führten.
Worum geht es konkret?
Der Vortrag, der Teil der digitalen Reihe „sperrangelweit“ ist, wird gemeinsam mit Pat Bohland durchgeführt. Er nimmt die unterschiedlichen Betroffenheiten in den Blick und diskutiert zugleich, welche Chancen sich für Kommunen ergeben, wenn Klimapolitik unter dem Gesichtspunkt der Geschlechtergerechtigkeit entwickelt wird. Die Veranstaltungsreihe ist als Plattform für Gleichstellung und Feminismus angekündigt und will Themen verbinden, die bislang getrennt debattiert wurden: Klima-, Sozial- und Gleichstellungspolitik.
Warum ist das relevant für Gemeinden und Kommunen?
Die Organisatoren heben hervor, dass die Kombination aus klimatischen Veränderungen und politischen Maßnahmen soziale Wirkungen entfaltet, die sich entlang bestehender Ungleichheiten verstärken können. Das betrifft etwa:
- Alltagsmobilität: Wie werden Wege zur Arbeit, Schule oder Versorgung unter veränderten klimatischen Bedingungen erschwert?
- Sorgearbeit: Wer übernimmt Betreuung und Pflege, wenn Hitze, Überschwemmungen oder Infrastrukturprobleme den Alltag belasten?
- Erwerbslage: Welche Berufsgruppen sind besonders wetter‑ und klimapolitisch gefährdet?
Aus diesen unterschiedlichen Betroffenheiten lassen sich kommunale Maßnahmen ableiten, die nicht nur emissionswirksam, sondern auch sozial gerecht sind. Dazu zählen etwa die Planung barrierefreier, klimafester öffentlicher Räume, angepasste Mobilitätsangebote für Pendlerinnen und Pendler sowie Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige in Extremwettersituationen.
Konkrete Folgen und Handlungsmöglichkeiten
Die Diskussion in der Reihe will laut Ankündigung nicht nur Problemlagen benennen, sondern Wege aufzeigen, wie Kommunen Klimapolitik inklusiv gestalten können. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie lokalpolitische Instrumente so gestaltet werden können, dass sie soziale Ungleichheiten nicht verschärfen, sondern abbauen.
Typische Handlungsfelder für Gemeinden könnten sein:
- Integration von Gleichstellungsaspekten in Klimafolgen- und Risikoanalysen;
- Partizipative Planung, die unterschiedliche Gruppen (z. B. Alleinerziehende, ältere Menschen, Pendlerinnen) einbezieht;
- Angebote für hitze- und wetterresiliente Infrastruktur in Quartieren mit höherer Sozialbelastung.
Was erwartet Teilnehmende der Veranstaltungsreihe?
Die Reihe „sperrangelweit“ ist als digitale Plattform für Fragen der Gleichstellung und des Feminismus konzipiert. In der Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel soll gezeigt werden, wie intersektionale Perspektiven Perspektiven erweitern: Es geht darum, wie politische Maßnahmen gestaltet sein müssen, damit sie effektiv und gerecht sind. Pat Bohland wirkt in dem Vortrag als Referentin mit; nähere organisatorische Angaben zur Teilnahme wurden in der Kurzmeldung nicht genannt.
| Fokus | Inhalt |
|---|---|
| Veranstaltungsreihe | „sperrangelweit“ (digital) |
| Thema des Vortrags | Klimawandel und Gleichstellung |
| Schwerpunkte | Sorgearbeit, Mobilität, Erwerbslage, soziale Lage |
Für Kommunen bietet das Thema die Chance, Klimaschutz- und Anpassungsstrategien nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und geschlechtergerecht weiterzuentwickeln. Solche Ansätze können helfen, Klimarisiken zu verringern, die Akzeptanz von Maßnahmen zu stärken und soziale Härten abzufedern — vorausgesetzt, Planung und Umsetzung berücksichtigen die unterschiedlichen Lebenslagen der Bevölkerung systematisch.
Die Veranstaltungsreihe „sperrangelweit“ verfolgt damit einen praxisorientierten Ansatz: Sie will Erkenntnisse aus Gender‑ und Klimaforschung zugänglich machen und lokale Handlungsspielräume aufzeigen. Welche konkreten Empfehlungen aus dem Vortrag hervorgehen, wurde in der Meldung nicht detailliert beschrieben; die Ankündigung betont jedoch die Notwendigkeit eines geschlechtergerechten Blicks bei kommunaler Klimapolitik.