Die Stadt Wien verteilt zum Schulbeginn kostenlose Trinkflaschen an alle Erstklässler*innen an öffentlichen Volksschulen. Wiener Wasser stellt dafür rund 17.000 Flaschen zur Verfügung; die Lieferung erfolgt durch WienWork. Mit der Aktion will die Stadt das tägliche Wassertrinken bei Kindern fördern und nachhaltige Gewohnheiten etablieren.
Was die Maßnahme umfasst
Die Flaschen sind laut Ankündigung spülmaschinenfest und zu 100 Prozent recycelbar. Sie werden an jene Erstklässler*innen ausgegeben, die an öffentlichen Volksschulen – den sogenannten Taferlklassen – eingeschult werden. Die Aktion ist eingebettet in das Programm „Wassertrinken in Schulen“, das von Wiener Wasser gemeinsam mit der Beratungsfirma gutessen consulting getragen wird.
„Unser Wiener Leitungswasser hat nicht nur höchste Qualität, sondern ist auch das gesündeste Getränk für Kinder. Damit das Wassertrinken im Alltag verankert wird, ist es wichtig, schon in jungen Jahren Routinen zu schaffen. Mit den kostenlosen Trinkflaschen für alle Erstklässler*innen wollen wir genau das fördern“,
erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Paul Hellmeier, Betriebsvorstand von Wiener Wasser, ergänzt, das Wassertrinken erhöhe die Konzentration, sei gesund und reduziere Plastikabfall.
Bestehende Initiative und Reichweite
Die Maßnahme setzt auf eine bereits laufende Initiative: Aktuell sind 400 Wiener Schulen als „Wasserschulen“ gelistet. Insgesamt würden rund 120.000 Schüler*innen während der Unterrichtszeit ausschließlich Leitungswasser trinken, heißt es in der Presseaussendung.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ausgegebene Flaschen an Erstklässler*innen | 17.000 |
| Anzahl „Wasserschulen” | 400 |
| Schüler*innen, die im Unterricht Leitungswasser trinken | 120.000 |
Warum Leitungswasser als Wahl empfohlen wird
- Wasser fördert laut Wiener Wasser die Konzentration und Lernfähigkeit.
- Es ist kalorienfrei und beugt Übergewicht vor.
- Leitungswasser reduziert Plastikabfall im Vergleich zu Einwegflaschen.
- Wiener Wasser weist zudem auf eine CO₂‑Ersparnis hin, da das Wasser im natürlichen Gefälle aus den niederösterreichisch‑steirischen Alpen in die Stadt fließt.
Umsetzung und pädagogische Begleitung
Die Initiative setzt nicht nur auf die Ausgabe von Flaschen, sondern auch auf Rituale und pädagogische Begleitung: Schulen sollen selbstständige Trinkgewohnheiten fördern, Lehrkräfte und Eltern erhalten Informationsmaterial und Tipps. Wiener Wasser und die Projektpartner betonen, dass eigene Flaschen, regelmäßige Trinkpausen und didaktische Begleitung helfen, das Wassertrinken zur Routine zu machen.
Folgen für Umwelt und Schulalltag
Die Ausgabe von wiederverwendbaren, recycelbaren Flaschen soll auf zwei Ebenen greifen: kurzfristig die Versorgung der Kinder ohne Einwegverpackungen sicherstellen und langfristig das Verhalten ändern, sodass weniger Einwegplastik anfällt. Die Stadt verweist außerdem auf den Vorteil, dass Leitungswasser lokal gefördert wird, wodurch Transport‑ und Verpackungsaufwand reduziert werden.
Für Schulen bedeutet die Maßnahme organisatorischen Aufwand bei der Ausgabe und der Integration in den Schulalltag. Zugleich bietet sie eine einfache, kostengünstige Möglichkeit, gesundheitliche Prävention und Nachhaltigkeitsbildung miteinander zu verbinden.
Konkrete langfristige Effekte – etwa die Reduktion von Plastikabfällen in Wiener Schulen beziffert die Presseaussendung nicht; auch Aussagen zur Haltbarkeit der Flaschen über mehrere Schuljahre oder Folgeaktionen für andere Jahrgänge werden nicht genannt.
Die Aktion startet mit dem Beginn des neuen Schuljahres; weitere Details zur Verteilung und zur Begleitkommunikation sollen durch Wiener Wasser und die Stadt erfolgen.