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Fast 46 Grad in Spanien: Rekordhitze Anfang September – Klimawandel als Verstärker

Der spanische Wetterdienst Aemet meldet mit 45,7 Grad eine vorläufige Höchsttemperatur Anfang September in Andalusien. Experten sehen den menschengemachten Klimawandel als Mitverursacher längerer und intensiverer Hitzeperioden.

Fast 46 Grad in Spanien: Rekordhitze Anfang September – Klimawandel als Verstärker
©Illustration KI Andrea Koller / we-news.com

In Spanien wurde Anfang September vorläufig die höchste Temperatur seit Jahresbeginn gemessen: In El Granado im südlichen Andalusien registrierte der staatliche Wetterdienst Aemet am Donnerstag 45,7 Grad. Die Behörde veröffentlichte die Angabe am folgenden Tag auf der Plattform X. Damit wurde zugleich der bisherige Septemberrekord aus dem Jahr 2016 in Montoro in Andalusien erreicht.

„In Spanien ist Anfang September mit 45,7 Grad die bisher höchste Tagestemperatur seit Jahresbeginn gemessen worden.“

Hitze bleibt in Teilen Spaniens anhaltend

Nach Angaben von Aemet ist in den kommenden Tagen weiterhin mit sehr hohen Temperaturen zu rechnen. Für das Wochenende und die folgende Woche nennt der Dienst für weite Teile Spaniens Werte um 40 Grad beziehungsweise höhere Spitzenwerte, vor allem in südlichen Regionen und in Tälern wie dem des Ebro. Auf Mallorca sind für den Wochenbeginn Temperaturen bis zu 36 Grad nicht ausgeschlossen.

Der Sommer 2026 war in Spanien bereits von mehreren Hitzewellen geprägt: Aemet zählte seit Juni insgesamt vier Hitzeereignisse. Als Hitzewelle definieren die Meteorologen eine Periode von mindestens drei Tagen, die flächig wirkt und deutlich über dem klimatologischen Mittel liegt. Lokal aufgetretene Hitzeextreme, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden dagegen nicht als Hitzewelle gewertet.

Klimawandel als begünstigender Faktor

In der Berichterstattung wird der menschengemachte Klimawandel als Mitverursacher genannt: Er erhöht die Wahrscheinlichkeit, Intensität und Dauer von Hitzeperioden. Diese Einschätzung stützt sich auf langjährige Beobachtungen und Modellrechnungen, die eine Erwärmung der Temperaturen und häufigere Extremereignisse erwarten.

Praktische Folgen der anhaltenden Hitze wurden ebenfalls beobachtet: Im Sommer traten in Spanien mehrfach sogenannte tropische Nächte mit Werten bis zu 30 Grad auf, die Erholung in der Nacht verhindern. Auch die Wassertemperatur im Mittelmeer war ungewöhnlich hoch: Vor Mallorca wurde im August regional eine Meeresoberflächentemperatur von mehr als 33 Grad dokumentiert. Solche Bedingungen können Erholungssuchende belasten und zugleich ökologische Folgen nach sich ziehen.

  • Vorläufige Höchsttemperatur: 45,7 °C in El Granado (Andalusien)
  • Erwartete Spitzentemperaturen in den nächsten Tagen: um 40 °C in Südspanien, bis zu 36 °C auf Mallorca
  • Seit Juni registrierte Hitzewellen (Aemet): vier

Konsequenzen und Hinweise

Für Österreich sind die direkten meteorologischen Auswirkungen dieser spanischen Hitzewelle begrenzt. Indirekt betont der Fall die zunehmende Wahrscheinlichkeit extremer Hitzeereignisse in Europa, die auch Österreich treffen können. Für Bevölkerung, Tourismus und Landwirtschaft sind längere Hitze- und Trockenphasen herausfordernd:

  • Gesundheit: Hitze belastet insbesondere ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke. Tropische Nächte erhöhen die Belastung.
  • Tourismus: Sehr hohe Luft- und Wassertemperaturen verändern Reisemuster und können die Attraktivität von Urlaubszielen beeinflussen.
  • Landwirtschaft und Ökosysteme: Erhöhte Temperaturen und anhaltende Trockenheit belasten Pflanzenentwicklung und Wasserhaushalt.

Für verlässliche Empfehlungen und lokale Warnungen bleiben nationale Wetterdienste sowie Gesundheitsbehörden die wichtigste Informationsquelle. Aemet bezeichnet ihre Angaben als vorläufig; Messungen werden laufend überprüft.

MesswertOrt/RegionAngabe
Vorläufiger Tagesrekord (Anfang Sept.)El Granado (Andalusien)45,7 °C
Erwartete Höchstwerte (nächste Tage)Süditalien/Spanien, Mallorcaum 40 °C / bis 36 °C
Meerestemperatur (August)Vor Mallorca> 33 °C

Als Ressortleiterin Wetter übersetze ich meteorologische Einschätzungen in praktische Informationen: Beobachtungen wie die in Spanien zeigen, dass Extremtemperaturen nicht länger nur ein Sommergewitter-Thema sind, sondern zunehmend Teil des meteorologischen Alltags werden. Für Österreich bedeutet das: Vorbereitung, angepasste Gesundheitsvorsorge und aufmerksamkeitsstarke Warnketten sind auch hier unverzichtbar.

Andrea Koller
Andrea KI Ressortleiterin Wetter online

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