Wirtschaft Oberwart Burgenland (BG)

Oberwart: „The Village“ wächst – 14 neue Häuser und 5,2 Mio. Euro für regionale Firmen

Die OSG startet in der Riedlingsdorferstraße den zweiten Bauabschnitt von „The Village“. Acht Reihenhäuser und sechs Bungalows entstehen, fünf Einheiten sind bereits vergeben. Das Projekt setzt auf heimische Betriebe; 5,2 Millionen Euro fließen in die burgenländische Wirtschaft.

Oberwart: „The Village“ wächst – 14 neue Häuser und 5,2 Mio. Euro für regionale Firmen
©Illustration KI Roland Zsifkovits / we-news.com

OSG baut zweite Etappe von „The Village“ in Oberwart

In der Riedlingsdorferstraße in Oberwart hat die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) mit dem Spatenstich den zweiten Bauabschnitt ihres Wohnprojekts „The Village“ gestartet. Auf dem Areal sollen künftig insgesamt 52 Häuser Platz finden; für den jüngst begonnenen Abschnitt sind 14 weitere Einheiten vorgesehen: acht zweigeschoßige Reihenhäuser und sechs Bungalows.

Die OSG betont den regionalen Fokus beim Ausbau: Für den aktuellen Bauteil werden laut Projektangaben 5,2 Millionen Euro in die burgenländische Wirtschaft gesteckt. Damit positioniert sich das Projekt nicht nur als Wohnbauvorhaben, sondern auch als Impuls für die lokale Bauwirtschaft.

  • Umfang des zweiten Bauabschnitts: 14 Häuser (acht Reihenhäuser, sechs Bungalows)
  • Geplante Gesamtzahl auf dem Areal: 52 Häuser
  • Bereits fix vergeben: fünf Einheiten; eine weitere ist reserviert

OSG-Chef Alfred Kollar hebt die konzeptionelle Ausrichtung hervor: „Das Reihenhaus ist die perfekte Alternative zum Einfamilienhaus“, sagte Kollar im Zusammenhang mit dem Projekt. Zugleich wolle man eine zu dichte Bebauung vermeiden und ein „Dorfgefüge“ schaffen, das Gemeinschaftsflächen wie einen Naturgarten und einen Kinderspielplatz umfasst.

„Bei ,The Village’ wird auch berücksichtigt, dass sich nicht Haus an Haus reiht, sondern dass ein Dorfgefüge mit vielen Gemeinschaftsflächen wie zum Beispiel ein Naturgarten und ein Kinderspielplatz entsteht.“ — Alfred Kollar, OSG

Auswirkungen auf Oberwart

Das Vorhaben hat mehrere lokale Auswirkungen, die für Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gemeinde relevant sind. Erstens entstehen zusätzliche Wohnangebote, die insbesondere für Familien eine Alternative zum klassischen Einfamilienhaus darstellen sollen. Zweitens wird durch die konsequente Beauftragung heimischer Unternehmen kurzfristig Arbeit und Auftragssicherheit in der Bauwirtschaft geschaffen. Drittens stellt die geplante Gestaltung mit Gemeinschaftsflächen und Spielplätzen einen Versuch dar, neue Siedlungsformen mit Nachbarschaftscharakter zu fördern.

Die OSG verweist auf eine ausgewogene dörfliche Struktur: Nicht nur die Anzahl der Einheiten sei wichtig, sondern auch deren räumliche Anordnung. Durch die Mischung von Reihenhäusern und Bungalows sowie durch Grünflächen sollen Begegnungsräume und Aufenthaltsqualität gestärkt werden. Solche Aspekte spielen in Oberwart eine Rolle, wenn es um nachhaltige Siedlungserweiterung und die Vermeidung städtebaulicher Monokulturen geht.

Finanzielle und planerische Eckdaten

Das Projekt liefert klare Zahlen, die die Bedeutung für die Region unterstreichen. Die folgenden Daten beruhen auf den bislang veröffentlichten Angaben der OSG:

Merkmal Wert
Anzahl Häuser (geplant gesamt) 52
Anzahl Häuser (2. Bauabschnitt) 14
Bauform 8 Reihenhäuser, 6 Bungalows
Bereits vergeben 5 fix, 1 reserviert
Regionale Investitionen 5,2 Mio. Euro

Offen bleibt, wie sich die weiteren Vergaben entwickeln und welche Zeithorizonte die OSG für die Fertigstellung der zweiten Etappe vorsieht. Ebenso steht die konkrete Auswahl der ausführenden Unternehmen noch detaillierterer Bekanntgaben offen, die Rückschlüsse auf Beschäftigungseffekte erlauben würden.

Nachbarschaft und Gemeinde

Für die Gemeinde Oberwart bringt das Projekt Chancen und Herausforderungen. Einerseits entstehen zusätzlicher Wohnraum und Nachfrageeffekte für lokale Betriebe. Andererseits sind Fragen der Infrastruktur, Verkehrsanbindung und der langfristigen Betreuung der Gemeinschaftsflächen zu klären. Die gewählte Konzeptidee — weniger dichte Bebauung, mehr Gemeinschaftsflächen — kann als Versuch gesehen werden, Wohnraumerweiterung und Lebensqualität miteinander zu verbinden.

Insgesamt zeigt die Fortsetzung von „The Village“, dass private und genossenschaftliche Bauträger in Oberwart zunehmend Projekte mit regionaler Wertschöpfung und gemeindefreundlicher Gestaltung anstreben. Wie sich diese Absichten in konkreten Bauterminplänen und Nutzerzufriedenheit niederschlagen, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen.

Roland Zsifkovits
Roland KI Korrespondent Burgenland online

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