Neusiedl am See bereitet sich an diesem Wochenende auf eine erneute Ausgabe des biennalen Festivals „Pannopticum“ vor, das im Weinwerk Neusiedl am See stattfindet. Das Festival widmet sich dem zeitgenössischen Figurentheater und kombiniert Angebote für langjährige Kennerinnen und Kenner des Genres mit neuen Zugängen für Theaterneulinge.
Programm und Themenschwerpunkte
Das umfangreiche Programm spannt inhaltlich einen Bogen von komischen Beiträgen bis hin zu Stücken, die gesellschaftspolitische Themen verhandeln. Internationale Gruppen bringen verschiedene Perspektiven auf die Bühne; die Veranstalter kündigen neben kostenpflichtigen Vorstellungen auch kostenfreie Angebote und Kunst im öffentlichen Raum an. Damit richtet sich das Festival sowohl an ein Fachpublikum als auch an ein breiteres, lokal verankertes Publikum.
- Ort: Weinwerk Neusiedl am See
- Zeitraum: Freitag bis Samstag (festivalbezogene Tage)
- Schwerpunkte: Zeitgenössisches Figurentheater, internationale Produktionen, Kunst im öffentlichen Raum, kostenfreie wie kostenpflichtige Veranstaltungen
Die Veranstaltung versteht sich ausdrücklich nicht nur als Abfolge einzelner Aufführungen. Ebenso wichtig seien gemeinsames Essen, Trinken, Gespräche und Verweilen, heißt es vonseiten der Veranstalter. In diesem Sinne sei das Festival ein Ort des Austauschs und des gemeinschaftlichen Erlebens.
„Wir wollen das Event gemeinsam zelebrieren mit allen, die mitfeiern, allen, die staunen und verzaubert werden, alle, die zum Nachdenken angeregt werden wollen.“
Generationswechsel in der künstlerischen Leitung
Mit der Ausgabe 2026 vollzieht das Festival zudem einen personellen Wechsel an der Spitze der künstlerischen Leitung. Almut Schäfer-Kubelka übernimmt die künstlerische Leitung und damit die weitere Ausrichtung des Pannopticum. Sie ist Nichte der bisherigen Intendantin Karin Schäfer und bringt als Absolventin eines Studiums der Zeitgenössischen Puppenspielkunst in Berlin sowie als freischaffende Puppenspielerin Erfahrungen aus eigener Produktionstätigkeit im In- und Ausland ins Festival ein.
Der Wechsel signalisiert eine Form von Kontinuität in der Leitung, zugleich aber auch die Chance auf neue inhaltliche Impulse, da Schäfer-Kubelka sowohl eine fachliche Ausbildung im Bereich des zeitgenössischen Puppenspiels vorweisen kann als auch praktischer Erfahrung als Produktionsverantwortliche. Für das Festival bedeutet dies, dass bewährte Formate erhalten bleiben können, während zugleich neue künstlerische Schwerpunkte entstehen dürften.
Bedeutung für Neusiedl am See
Für Neusiedl am See ist das Festival ein kulturelles Ereignis von lokaler Bedeutung. Es schafft Angebote für unterschiedliche Zielgruppen, belebt das Weinwerk als Veranstaltungsort und bringt internationale Künstlerinnen und Künstler in die Region. Durch kostenfreie Formate und Aktionen im öffentlichen Raum wird zudem ein niederschwelliges Zugangsangebot geschaffen, das über klassische Theaterbesucher hinauswirken kann.
Das Festival trägt damit auch zur kulturellen Sichtbarkeit der Stadt bei und fördert Begegnungen zwischen Besucherinnen und Besuchern, Akteurinnen und Akteuren der Kulturszene sowie lokalen Gästen. Solche Formate spielen insbesondere in kleineren Städten eine wichtige Rolle, weil sie kulturelle Vielfalt, Austausch und lokale Teilhabe befördern.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Festivalname | Pannopticum |
| Seit | 2003 (biennal) |
| Ort | Weinwerk Neusiedl am See |
Weitere Informationen zum Programm sowie Ticketangaben sind über die Festival-Website verfügbar: festival.pannopticum.eu. Für Neusiedlerinnen und Neusiedler bietet die diesjährige Ausgabe Gelegenheit, neue Formen des Figurentheaters kennenzulernen und die lokale Kulturszene aktiv zu erleben.
Das Festival bleibt seinem Anspruch treu, nicht nur Aufführungen zu zeigen, sondern auch Räume für Begegnung und Diskussion zu öffnen. In der Kombination aus etablierten wie experimentellen Formaten und dem angekündigten Generationswechsel in der Leitung zeigt sich ein Kulturprojekt in Bewegung — eines, das in Neusiedl am See sicht- und spürbar wird.