Vorsorgliche Maßnahme nach Befund bei Kontrollen
Wiesbaden hat am Freitagnachmittag ein Abkochgebot für Teile der Innenstadt ausgesprochen, nachdem bei routinemäßigen Trinkwasserkontrollen in der Umgebung des Kurhauses ein Bakterium nachgewiesen worden war. Die Stadtverwaltung informierte, das Gebot gelte bis auf Weiteres für Leitungswasser, das zum Trinken, Kochen, zur Wundreinigung oder zum Zähneputzen verwendet wird.
Konkrete Empfehlungen für den Alltag
Die Behörden raten, Leitungswasser vor Gebrauch einmal sprudelnd aufzukochen und anschließend mindestens zehn Minuten abkühlen zu lassen. Ein Wasserkocher sei dafür praktisch und energieeffizient. Die Empfehlung zielt darauf ab, mögliche Keime sicher abzutöten, bis die Ursache des Befundes geklärt und behoben ist.
- Geltungsbereich: Innenstadtbereich rund um das Kurhaus (laut Mitteilung der Stadt).
- Anwendung: Trinkwasser, beim Kochen, zur Zahnreinigung und Wundversorgung nur abgekocht verwenden.
- Dauer: Bis auf Weiteres, bis die Fachleute die Ursache gefunden und beseitigt haben.
Wen die Vorsichtsmaßnahmen besonders betreffen
Die Stadtverwaltung und die Wasserversorgungsbetriebe weisen darauf hin, dass bestimmte Personengruppen besonders vorsichtig sein sollten. Es handelt sich dabei um Menschen mit chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Personen mit offenen Wunden sowie Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen. Für diese Gruppen gilt die Empfehlung, auch beim Duschen und beim Händewaschen abgekochtes Wasser zu verwenden. Ebenso wird beim Reinigen von Kontaktlinsen zur Vorsicht geraten.
„Alle Fachleute arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu finden und dauerhaft zu beseitigen.“
Arbeitsstand der Behörden und nächste Schritte
Stadt, Wasserversorger und Netzbetreiber erklärten, dass sie intensiv an der Aufklärung arbeiten. Ziel sei es, die Herkunft des Bakterienbefunds zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Trinkwasserqualität dauerhaft sicherzustellen. Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, wollen die Behörden die Öffentlichkeit erneut informieren und das Abkochgebot aufheben, sofern keine Gefahr mehr besteht.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Für wen gilt das Abkochgebot? | Leitungswasser in der Wiesbadener Innenstadt rund um das Kurhaus |
| Wie lange abkochen? | Sodass das Wasser sprudelnd kocht; anschließend mindestens 10 Minuten abkühlen lassen |
| Besonders betroffene Gruppen | Menschen mit chronischen Hautentzündungen, offene Wunden, schwere Atemwegserkrankungen |
Konsequenzen für die Versorgung und Hinweise für Betriebe
Für Gastronomie, medizinische Einrichtungen und Dienstleister in der Innenstadt bedeutet das Abkochgebot zusätzlichen Aufwand: Getränke und Speisezubereitung sollten nur mit abgekochtem Wasser erfolgen, und bei medizinischen oder kosmetischen Behandlungen ist besondere Sorgfalt gefragt. Die Stadt hat Angehörige der Gesundheitsämter und der Wasserversorgung mobilisiert, um Betroffene direkt zu beraten und Fortschritte bei den Untersuchungen zu koordinieren.
Bis zur Klärung des Falls sollten Bürgerinnen und Bürger die offiziellen Informationen der Stadt und der Wasserversorger beachten und bei Unsicherheit Rückfragen an die zuständigen Stellen richten. Sobald die Fachleute die Quelle identifiziert und Maßnahmen umgesetzt haben, wird die Stadt die Öffentlichkeit darüber informieren und gegebenenfalls das Abkochgebot aufheben.
Quelle: dpa/lhe, Mitteilung der Stadt Wiesbaden