Aufregung nach Schlusspfiff in Wolfsburg
Der Zweitligist Energie Cottbus hat am Samstag ein spektakuläres Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg mit einem 4:4 beendet. Die Partie bot viele Tore und Wendungen, blieb aber auch nach dem Schlusspfiff nicht ohne Kontroverse: Einer der Assistenten der Cottbuser Mannschaft, Daniel Ziebig, erhielt nach Spielende eine Rote Karte vom Schiedsrichter.
Entscheidung abseits der Kameras
Die Szene fand nach dem Abpfiff statt und wurde nicht im Fernsehen übertragen. Der Schiedsrichter Lukas Benen (Nordhorn) hatte die Partie beendet, obwohl die Gäste nach Angaben aus dem Cottbuser Lager noch einen Offensivstandard hätten ausführen können. Das brachte Offiziellen und Spieler der Gäste Unmut. Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz erklärte die Personalie auf Nachfrage kurz und prägnant.
„Daniel Ziebig hat sie bekommen. Vielleicht hätte ich sie gekriegt, aber er war schneller. Ich finde, diese Ecke kann man noch ausführen lassen. Das war der Auslöser.“
Konsequenzen für das Team
Die unmittelbare Folge der Karte: Ziebig ist für das kommende Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr) nicht einsatzfähig. Die Sperre betrifft den Assistenten damit unmittelbar und führt zu organisatorischen Anpassungen auf der Trainerbank.
- Endstand: VfL Wolfsburg – Energie Cottbus 4:4
- Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)
- Rote Karte: Daniel Ziebig (Co-Trainer, Energie Cottbus), nach Spielende
- Folge: Sperre für Ziebig beim nächsten Ligaspiel
Warum es im TV keine Klärung gab
Dass die Szene nicht im Fernsehen zu sehen war, hat einen einfachen technischen Grund: Der Pay-TV-Sender Sky beendet seine Live-Übertragungen der Zweitliga-Partien unmittelbar nach dem Abpfiff auf den meisten Kanälen, um das Programm auf die Bundesliga umzuschalten. Deshalb konnten Zuschauer, die auf die Stadion- oder Übertragungsbilder angewiesen waren, sich kein eigenes Bild von der Entscheidung machen.
Stimmen aus dem Cottbuser Lager
Aus der Mannschaft kamen ebenfalls Reaktionen auf die turbulente Schlussphase. Kapitän Axel Borgmann beschrieb die Stimmung nach dem Spiel so: „Der Puls ging am Ende noch mal hoch, gerade wegen der letzten Aktion. Ich hätte gern die Ecke gehabt. Das sorgt echt für gemischte Gefühle jetzt.“
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Spiel | VfL Wolfsburg – Energie Cottbus |
| Ergebnis | 4:4 |
| Rote Karte | Daniel Ziebig (Co-Trainer Energie Cottbus), nach Spielende |
| Schiedsrichter | Lukas Benen (Nordhorn) |
| Auswirkung | Sperre für Ziebig beim nächsten Spiel (Auswärtsspiel in Karlsruhe, Sonntag 13.30 Uhr) |
Unabhängig von der Nachspiel-Szene bleibt das Ergebnis für Cottbus sportlich bedeutsam: Nach einem 0:3-Rückstand hatte die Mannschaft eine starke Aufholjagd gestartet und am Ende noch einen Punkt mitgenommen. Trainer Wollitz bewertete die Partie anschließend als eines der bemerkenswerten Spiele seiner Laufbahn und lobte die spektakuläre Ausgeglichenheit der Begegnung.
Für die Anhänger in Cottbus bleibt die Mischung aus Freude über die kämpferische Leistung und Unmut über das Ende der Begegnung. Die kommenden Tage bis zum Auswärtsspiel in Karlsruhe werden die personelle Neuordnung an der Seitenlinie und die Vorbereitung auf eine weitere anspruchsvolle Aufgabe in der 2. Bundesliga bestimmen.