Am 15. August startet eine neue Etappe des traditionellen Samstagspilgerns in Sachsen‑Anhalt: Die Strecke führt von Hettstedt nach Eisleben. Treffpunkt ist gegen 9.20 Uhr am Bahnhof in Hettstedt. Veranstalter ist die St.-Jakobus-Gesellschaft Sachsen‑Anhalt, die das Angebot seit 2010 organisiert und für viele Menschen eine Möglichkeit sieht, Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Praktische Hinweise für Teilnehmende
Die geplante Wegstrecke beträgt rund 20 Kilometer. Laut Angaben der Organisatoren benötigen Teilnehmende lediglich wettergerechte Kleidung und Proviant. Es wird keine spezielle Ausrüstung vorausgesetzt; das Samstagspilgern richtet sich bewusst an unterschiedliche Altersgruppen und Fitnessniveaus.
- Datum: 15. August
- Treffpunkt: Bahnhof Hettstedt, ca. 9.20 Uhr
- Strecke: ungefähr 20 km nach Eisleben
- Mitnahme: wettergerechte Kleidung, Proviant
Gründe für das Pilgern
Der katholische Pfarrer Christian Vornewald aus der Pfarrei St. Josef in Blankenburg (Harz) betont, dass das Angebot offen für alle sei. Viele Pilgerinnen und Pilger nutzten die Touren, um „Abstand vom Alltag zu gewinnen und neue Impulse zu finden“, so Vornewald, der zugleich Pilgerbeauftragter des Bistums Magdeburg und Vorstandsmitglied der St.-Jakobus-Gesellschaft ist.
„Jede und jeder ist eingeladen, sich mit uns auf den Weg zu machen.“
Teilnehmerzahlen und Entwicklungen
Das Samstagspilgern findet von März bis Oktober an insgesamt acht Samstagen statt, an denen verschiedene Abschnitte des Jakobswegs in Sachsen‑Anhalt erwandert werden. Die Organisation nennt im Durchschnitt zwischen 15 und 30 Teilnehmende pro Termin. Insgesamt habe die Gesellschaft seit Beginn einen Zuwachs von rund 10 bis 15 Prozent registriert, teilte Präsident Sebastian Bartsch mit.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Jährliche Pilgersaison | März–Oktober (8 Samstage) |
| Durchschnittliche Teilnehmerzahl | 15–30 Personen |
| Geschätzter Zuwachs seit Beginn | 10–15 % |
| Anzahl Kirchen entlang des Weges | 32 |
Pläne für Ausbau und Kulturangebote
Die St.-Jakobus-Gesellschaft hofft, das gemeinsame Pilgern weiter zu stärken. Präsident Bartsch nannte konkretes Verbesserungsziel: mehr Pilgerübernachtungsstätten entlang der Strecken einzurichten. Zudem möchte die Gesellschaft erreichen, dass die auf dem Weg liegenden 32 Kirchen auf Anfrage für Pilgerinnen und Pilger geöffnet werden.
Bartsch sprach außerdem über die Integration kultureller Elemente: Geplant sei unter anderem, längerfristig Angebote wie Pilgerkonzerte oder Ausstellungen entlang der Route zu installieren. Solche Angebote sollen die Attraktivität des Pilgerwegs erhöhen und zugleich lokale Kulturorte einbeziehen.
Soziale Mischung der Gruppen
Die Gruppen beim Samstagspilgern sind bewusst heterogen: Teilnehmende kommen aus verschiedenen Altersgruppen und setzen unterschiedliche Motivationen für die Teilnahme voraus — von religiöser Hinwendung über persönliche Auszeiten bis zu Interesse an Landschaft und Gemeinschaft. Die niedrigschwellige Organisation macht das Angebot zugänglich: Es bedarf keiner Voranmeldung, teilnehmende Personen werden eingeladen, sich vor Ort anzuschließen.
Regionale Bedeutung
Für Regionen wie Hettstedt und Eisleben sind die Pilgerrouten nicht nur spirituelle Wege, sondern auch eine Chance für den lokalen Tourismus und die Vernetzung kirchlicher und kultureller Akteure. Die Entwicklung zusätzlicher Übernachtungsmöglichkeiten könnte Gäste länger in die Region binden und lokale Anbieter entlasten.
Wer an der kommenden Etappe teilnehmen möchte, sollte am 15. August rechtzeitig am Bahnhof Hettstedt erscheinen und sich wettergerecht ausrüsten. Weitere Informationen geben die Verantwortlichen der St.-Jakobus-Gesellschaft Sachsen‑Anhalt vor Ort.
Ivana Novak, Korrespondentin Sachsen‑Anhalt