Neue Präsenz im Herzen des Finanzplatzes
Die Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat zum 1. September 2026 ein Büro in Frankfurt am Main eröffnet. Die Kanzlei bezog Räumlichkeiten in der Bockenheimer Landstraße 39 und positioniert damit ihre Beratungskapazitäten unmittelbar in einem der wichtigsten europäischen Finanzzentren. Die Eröffnung fällt mit dem 25-jährigen Jubiläum von Osborne Clarke in Deutschland zusammen und markiert nach Aussagen der Kanzlei den Beginn einer neuen Wachstumsphase in der Region.
Fokus auf Private Equity, M&A und Finanzierung
Das neue Frankfurter Büro soll Mandanten insbesondere in den Bereichen Private Equity, Mergers & Acquisitions (M&A), Finance, Technology und Corporate beraten. Ziel ist es, Support bei Private‑Capital‑Transaktionen, Akquisitions- und Unternehmensfinanzierungen sowie bei komplexen Transformations‑ und Reorganisationsprozessen anzubieten. Die Kanzlei nennt ausdrücklich die Erwartung, dass die Nachfrage nach Unterstützung bei Private‑Capital‑ und Finanztransaktionen in Europa, im Vereinigten Königreich, in den USA und in Asien steigt.
Leitung durch erfahrenen Partner
Das Frankfurter Büro wurde mit Johannes Goossens eröffnet, der ebenfalls zum 1. September 2026 zu Osborne Clarke wechselt. Goossens kommt von White & Case, wo er als Local Partner in der globalen Private‑Equity‑ und M&A‑Praxis tätig war. Sein Profil umfasst nach Angaben der Kanzlei insbesondere grenzüberschreitende und komplexe Transaktionen mit einem Schwerpunkt auf Technologie‑ und Finanzsektor.
„In Frankfurt treffen sich Kapital, Technologie, Regulierung und Industrie.“
Die Kanzlei hebt hervor, dass Frankfurt durch die Ansiedlung der Europäischen Zentralbank und weiterer Aufsichtsbehörden sowie wegen seiner Rolle im Banken‑ und Technologiesektor ein zentraler Knotenpunkt im europäischen Private‑Capital‑Ökosystem sei. Vor diesem Hintergrund sieht Osborne Clarke das neue Büro als strategisch wichtig, um Mandanten über den gesamten Lebenszyklus von Private‑Equity‑ und Kreditinvestitionen zu begleiten: von der Fondsstrukturierung über Akquisitionen bis hin zu Finanzierungen und M&A‑Transaktionen.
Konkrete Angebote und lokale Bedeutung
Das Angebot des Büros lässt sich kurz zusammenfassen:
- Beratung bei Small‑/Mid‑Cap‑Private‑Equity‑ und M&A‑Transaktionen
- Unterstützung bei Akquisitions‑ und Unternehmensfinanzierungen
- Begleitung bei Fondsstrukturierung und Kreditinvestitionen
- Beratung in komplexen Transformations‑ und Reorganisationsprozessen
Für Frankfurter Unternehmen und Investoren bedeutet der zusätzliche Beratungsstandort eine größere Auswahl an spezialisierten Dienstleistern vor Ort. Die Präsenz einer internationalen Kanzlei mit klarem Private‑Capital‑Fokus kann zudem den Markt für rechtliche Finanzberatung weiter differenzieren und Wettbewerbsdruck auf bestehende Anbieter erhöhen.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Eröffnungsdatum | 1. September 2026 |
| Adresse | Bockenheimer Landstraße 39, Frankfurt am Main |
| Leitender Partner | Johannes Goossens (ehemals White & Case) |
| Kernthemen | Private Equity, M&A, Finance, Technology, Corporate |
Auswirkungen für den Standort
Die Entscheidung von Osborne Clarke, ein Büro in Frankfurt zu eröffnen, ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Kanzleien ihre Präsenz in Finanzzentren ausbauen, um näher an Mandanten und Transaktionsströmen zu sein. Für den Frankfurter Rechts- und Finanzplatz bedeutet das:
- verstärkte Beratungskompetenz im Bereich Private Capital;
- potenziell mehr grenzüberschreitende Transaktionen mit lokalem Beratungsanteil;
- erweiterte Auswahl für Unternehmen, Banken und Investoren bei der Suche nach spezialisierten Rechtsdienstleistungen.
Wie sich die konkrete Praxisstruktur und das Team vor Ort entwickeln werden, hat Osborne Clarke in der Mitteilung noch nicht detailliert ausgeführt. Die Kanzlei betont jedoch, dass das Frankfurter Büro Teil einer geplanten Wachstumsetappe ist und die Nachfrage nach Beratung zu Private‑Capital‑ und Finanztransaktionen der Anlass für die Standortwahl gewesen sei.
Die Etablierung in der Bockenheimer Landstraße verknüpft die internationale Ausrichtung der Kanzlei mit der lokalen Bedeutung Frankfurts als Finanz‑ und Technologiehub. Ob und in welchem Umfang dies langfristig Marktanteile verändert, wird sich an der Zahl und dem Umfang der Transaktionen sowie an den Mandantenentscheidungen zeigen.
Korrespondentin Hessen