Bei der Jahreshauptversammlung der Landespressekonferenz Sachsen-Anhalt (LPK) in Magdeburg ist ein neuer Vorstand gewählt worden. Zum Vorsitzenden bestimmten die Mitglieder einstimmig den dpa-Redakteur Christopher Kissmann. Er folgt auf den langjährigen Vorsitzenden, den MDR-Radiojournalisten Jochen Müller, der 66 Jahre alt ist und die LPK über viele Jahre geleitet hatte.
Neues Führungsteam aus überregionalen und regionalen Redaktionen
Die künftige Spitze des Vereins setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Medienhäuser zusammen. Als stellvertretende Vorsitzende wurden benannt: Hagen Eichler ("Mitteldeutsche Zeitung"), Engin Haupt (MDR), Andreas Postel (ZDF) und Alexander Walter ("Magdeburger Volksstimme"). Die neue Schatzmeisterin ist Vera Wolfskämpf vom Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Die Landespressekonferenz, der mittlerweile knapp 60 Journalistinnen und Journalisten angehören, versteht sich als Interessenvertretung derjenigen Medienvertreter, die über Landespolitik berichten. Zu ihren Aufgaben gehört es, den Dialog mit der Landesregierung, den Fraktionen und den Parteien zu organisieren sowie Pressekonferenzen und Informationsangebote für die Presse sicherzustellen.
Rolle der LPK für die Medienlandschaft in Sachsen-Anhalt
Die LPK fungiert als Schnittstelle zwischen den politisch Verantwortlichen und der Berichterstattung. In dieser Rolle kommt dem Vorstand eine koordinierende Funktion zu: Er verhandelt Zugangsbedingungen zu Informationen, organisiert gemeinsame Termine und definiert Standards, die den Arbeitsalltag von landespolitisch tätigen Journalistinnen und Journalisten betreffen. Mit der Neubesetzung der Führungsspitze treten nun Vertreter verschiedener Mediengattungen und -größen gemeinsam auf.
Die Zusammensetzung des neuen Vorstands spiegelt die Vielfalt der lokalen und überregionalen Berichterstattung wider: Sowohl Redakteure regionaler Blätter als auch Mitarbeitende von öffentlich-rechtlichen Sendern und überregionalen Netzwerken sind vertreten. Damit ist eine Bandbreite an Perspektiven abgedeckt, die für die Kommunikation mit politischen Akteuren relevant ist.
Praktische Bedeutung für Bürger und Mediennutzer
Für die Öffentlichkeit hat die Arbeit der LPK direkte Auswirkungen auf die Informationslage: Gut organisierte Pressearbeit erleichtert es Journalistinnen und Journalisten, Anfragen zu stellen, Hintergründe zu recherchieren und Informationen zeitnah zu verbreiten. Eine stabile und transparente Zusammenarbeit zwischen Medien und Politik ist dabei zentral, um vertrauenswürdige Berichterstattung sicherzustellen.
Mit einem neuen Vorstand stehen nun konkrete Aufgaben an, etwa die Frage, wie Pressearbeit in Zeiten digitaler Entwicklung und knapper Ressourcen organisiert werden kann, oder wie der Zugang zu Sitzungen und Informationen der Landespolitik gewährleistet bleibt. Details dazu werden voraussichtlich im laufenden Vereinsjahr in weiteren Sitzungen beraten.
- Vorsitzender: Christopher Kissmann (dpa)
- Stellvertretende Vorsitzende: Hagen Eichler ("Mitteldeutsche Zeitung"), Engin Haupt (MDR), Andreas Postel (ZDF), Alexander Walter ("Magdeburger Volksstimme")
- Schatzmeisterin: Vera Wolfskämpf (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
- Mitgliederzahl: knapp 60 Journalistinnen und Journalisten
| Funktion | Name | Verlag/Anbieter |
|---|---|---|
| Vorsitzender | Christopher Kissmann | dpa |
| Stellv. Vorsitzende | Hagen Eichler | "Mitteldeutsche Zeitung" |
| Stellv. Vorsitzende | Engin Haupt | MDR |
| Stellv. Vorsitzende | Andreas Postel | ZDF |
| Stellv. Vorsitzende | Alexander Walter | "Magdeburger Volksstimme" |
| Schatzmeisterin | Vera Wolfskämpf | Redaktionsnetzwerk Deutschland |
Die Neuwahl markiert einen Generationswechsel an der Spitze: Ein jüngerer Berufsredakteur tritt die Nachfolge eines langjährig tätigen Rundfunkjournalisten an. Solche Übergänge bringen in der Regel eine Neubewertung von Arbeitsweisen und Prioritäten mit sich, etwa hinsichtlich digitaler Angebote, Fortbildungsbedarf und Koordination zwischen lokalen und überregionalen Berichten.
Konkrete Ziele und Schwerpunkte des neuen Vorstands wurden auf der Versammlung noch nicht im Detail veröffentlicht. Fest steht jedoch, dass die LPK auch künftig die Koordination von Pressekonferenzen und die Interessenvertretung der in Sachsen-Anhalt tätigen Journalistinnen und Journalisten übernehmen wird.
Die Landespressekonferenz ist ein wichtiger Akteur in der Medienlandschaft des Bundeslandes. Mit der nun gewählten Führung beginnt eine neue Phase, in der es darum gehen wird, die Arbeit der Journalisten in einem sich wandelnden Informationsumfeld zu stärken und die Kommunikation mit politischen Institutionen zu strukturieren.