Solare Carports und Batteriespeicher für das Moselbad
In Koblenz ist am städtischen Moselbad eine neue Speicherlösung für Solarstrom in Betrieb genommen worden. Die Photovoltaik-Anlagen auf den Überdachungen der Parkplätze liefern künftig Strom, der in Batteriespeichern zwischengespeichert und bedarfsgerecht für den Betrieb des Bades genutzt werden kann. Betreiber der Anlagen und der Wartung ist das Unternehmen Wisolar, die Speichersysteme stammen von Tesvolt.
Technische Daten und erwartete Wirkung
Die neuen Anlagen auf dem Gelände des Moselbads erzeugen laut Angaben rund 370 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr und sollen jährlich etwa 173 Tonnen CO₂ einsparen. Die installierten Speichersysteme weisen eine Spitzenleistung von 92 Kilowatt sowie eine Gesamtkapazität von 184 Kilowattstunden auf und sind für bis zu 15.000 Ladezyklen ausgelegt. Wisolar hatte die Carports bereits Anfang 2026 errichtet; die Tesvolt-Speicher der Marke Forton wurden im April 2026 geliefert.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Jährliche Stromerzeugung | 370 MWh |
| Jährliche CO₂-Einsparung | 173 t |
| Spitzenleistung Speicher | 92 kW |
| Speicherkapazität | 184 kWh |
| Ladezyklen | bis 15.000 |
Städtische Bedeutung und Perspektive
Oberbürgermeister David Langner bewertet die Anlage als einen bedeutenden Schritt für die städtische Energieversorgung. Er betont die Möglichkeit, den vor Ort erzeugten Solarstrom vollständig für den Betrieb eines kommunalen Gebäudes einzusetzen, was insbesondere für die energieintensiven Bäder einen Fortschritt darstelle.
„Die neue Speichertechnologie am Moselbad ist ein technologischer Meilenstein für die Energieversorgung in Koblenz“
Das Moselbad zählt damit zu den ersten öffentlichen Gebäuden in Koblenz, die maßgeblich mit lokal erzeugtem Solarstrom versorgt werden. Der Einsatz großer Speicher macht es möglich, zeitliche Unterschiede zwischen Stromerzeugung und -verbrauch zu überbrücken: Überschüsse aus sonnigen Stunden werden gespeichert und später zur Beheizung, Beleuchtung, zum Laden von E-Fahrzeugen oder für hausinterne Geräte abgerufen.
Betreiber und technische Partner
Für Planung, Bau und Wartung der Anlage ist die Firma Wisolar zuständig; das Unternehmen fungiert zugleich als lizenzierter Partner des Speichersystemherstellers Tesvolt. Die gelieferten Speicher vom Typ Forton sind Teil einer gewerblichen Lösung, die in Koblenz nun erstmals in dieser Form zum Einsatz kommt.
Ausblick für weitere kommunale Projekte
Die Kombination aus Solardächern über Parkplätzen und leistungsfähigen Batteriespeichern bietet für städtische Einrichtungen ein Modell, das sich auf andere Standorte übertragen lässt. Möglich wären ähnliche Systeme für Schulen, Verwaltungsgebäude oder Sporthallen, sofern Platz für Solarmodule und ausreichend Verbrauchspotenzial vorhanden ist. Für Koblenz bietet die Anlage am Moselbad einen konkreten Praxisfall, wie erneuerbare Energie und Speichertechnik zur Reduzierung von Emissionen und zur Stabilisierung der kommunalen Energieversorgung beitragen können.
- Erzeugung: ca. 370 MWh jährlich
- Speicherkapazität: 184 kWh, Spitzenleistung 92 kW
- Klimaschutz: rund 173 t CO₂-Einsparung pro Jahr
Die Inbetriebnahme am Moselbad markiert einen weiteren Schritt der Stadt Koblenz hin zu einer dezentraleren und nachhaltigeren Energieversorgung. Ob und in welchem Umfang ähnliche Anlagen an anderen kommunalen Standorten folgen, bleibt Teil der weiteren städtischen Diskussionen über Klimaschutz und Investitionen in Infrastruktur.