Forsa-Umfrage kurz vor der Kommunalwahl
In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der „Neuen Presse" liegt der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay deutlich vor seinen Herausforderern. Laut der Befragung würden 40 Prozent der Wahlberechtigten in Hannover dem Grünen-Politiker ihre Stimme geben, wenn die Wahl am kommenden Sonntag stattfinden würde. Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist für den 13. September terminiert.
Auf den folgenden Plätzen liegen demnach Peter Karst (CDU) mit 21 Prozent und Axel von der Ohe (SPD) mit 20 Prozent. Die weiteren Bewerber erreichen in der Erhebung deutlich geringere Werte. Vor dem Hintergrund dieser Verteilung würde es nach dem Umfrageergebnis zu einer Stichwahl zwischen Onay und Karst kommen.
Methodik und Unsicherheiten der Erhebung
Die Befragung wurde zwischen dem 12. und 25. August 2026 unter 1.000 Wahlberechtigten ab 16 Jahren in der Stadt Hannover durchgeführt. Das Institut gibt eine statistische Fehlertoleranz von ±3 Prozentpunkten an. Zudem weist die Berichterstattung auf grundsätzliche Einschränkungen von Wahlumfragen hin. So erschweren nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Entscheidungsprozesse die Gewichtung der Daten.
„Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet.“
Die Aussage unterstreicht, dass Umfragen lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Erhebung abbilden und keine sicheren Prognosen für den tatsächlichen Wahlausgang darstellen.
Parteipräferenzen für Stadtrat und Region
Neben der Oberbürgermeister-Befragung wurden in der Studie auch die Parteipräferenzen für den Stadtrat sowie für die Region Hannover erhoben. Bei der Stimmenverteilung für den Stadtrat liegen die Grünen mit 29 Prozent deutlich vorn und könnten damit vor SPD und CDU stärkste Kraft werden. Für die Regionsversammlung zeigt die Umfrage die CDU mit 24 Prozent, einen Punkt vor der SPD.
- OB-Wahl (Forsa): Onay 40 %, Karst 21 %, von der Ohe 20 %
- Stadtrat: Grüne 29 % (vorn)
- Regionsversammlung: CDU 24 %, SPD 23 %
| Kontrolle | Ergebnis (in %) |
|---|---|
| Belit Onay (Grüne) | 40 |
| Peter Karst (CDU) | 21 |
| Axel von der Ohe (SPD) | 20 |
Vergleich mit anderen Erhebungen
Die aktuelle Forsa-Befragung unterscheidet sich von anderen Umfragen in den Wochen vor der Wahl. Eine im Auftrag der SPD durchgeführte Erhebung ergab zwar ebenfalls eine Führung Onays, jedoch mit 28 Prozent, gefolgt von von der Ohe, der AfD-Bewerberin Jessica Schülke und Karst in einem engeren Bereich zwischen 17 und 21 Prozent. Solche Abweichungen zeigen, wie sensibel das Meinungsbild gegenüber Methode, Sample und Zeitpunkt der Befragung reagiert.
Für die Hannoversche Öffentlichkeit bleibt damit offen, ob Onay seine Zustimmung im Wahlkampf halten kann oder ob sich die Konkurrenz in den verbleibenden zwei Wochen noch annähert. Insbesondere die Frage, ob ein direkter Wahlsieg gelingt oder eine Stichwahl notwendig wird, hat Bedeutung für die strategische Ausrichtung der Parteien in den letzten Tagen vor der Wahl.
Ausblick für Wählerinnen und Wähler
Für die Bürgerinnen und Bürger Hannovers bedeutet das Umfragebild vor allem eines: Die Entscheidung fällt zum Wahltag. Kampagnen, lokale Themen und kurzfristige Mobilisierung können den Ausgang beeinflussen. Wählerinnen und Wähler, die an der Stichwahl interessiert sind, sollten den Termin im Kalender markieren und sich über Kandidatenprogramme und Debatten informieren.
Die Ergebnisse der Forsa-Erhebung geben einen Momentaufnahme des Stimmungsbildes wieder, die im Kontext weiterer Umfragen und dem Verlauf des Wahlkampfs beurteilt werden muss.