Vorbereitungen für die Kommunalwahl laufen auf Hochtouren
Göttingen bereitet sich auf die Kommunalwahl am 13. September vor und meldet Fortschritte bei der Zugänglichkeit der Wahllokale. Nach Angaben der Stadtverwaltung können inzwischen 39 von 48 Urnenwahllokalen als barrierefrei eingestuft werden. Zugleich läuft die Suche nach Helferinnen und Helfern für die Wahlen: Die Verwaltung teilt mit, dass noch rund 400 Wahlhelfer benötigt werden.
Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Zielgruppenorientierung
Seit Sommer 2025 hat die Wahlorganisation mit Unterstützung von Barriere-Scouts daran gearbeitet, Hindernisse in den Wahllokalen zu identifizieren und zu beseitigen. Teil der Maßnahmen sind mobile Rampen und Keile zum Ausgleich von Schwellen. Ergänzend wurden Piktogramme und weitere Orientierungshilfen eingeführt. Die Stadt betont außerdem, dass das Wahlportal Informationen in einfacher Sprache anbietet, um barrierefreie Informationen elektronisch zugänglich zu machen.
„Die Barrierefreiheit der Wahllokale wurde im gesamten Stadtgebiet deutlich verbessert.“
Ein weiterer Schwerpunkt war die Rückkehr von Wahllokalen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Die Verwaltung suchte bewusst jene Einrichtungen auf, in denen bei der Bundestagswahl 2025 eine geringe Wahlbeteiligung registriert worden war. Mehrere Heime erklärten sich bereit, ihre Räume als Wahllokal zur Verfügung zu stellen.
Organisation, Druck und Logistik
Parallel zur Anpassung der räumlichen Bedingungen laufen die organisatorischen Vorbereitungen: Der Druck der Stimmzettel ist in Auftrag gegeben, für die Wahl werden nach Angaben der Stadt rund 600.000 Stimmzettel vorbereitet. In den kommenden Wochen stehen die Ausstattung und Bestückung der Wahllokale im Mittelpunkt der Arbeit der Wahlorganisation.
| Parameter | Zahl |
|---|---|
| Urnenwahllokale gesamt | 48 |
| als barrierefrei eingestuft | 39 |
| Benötigte Wahlhelfer | ca. 400 |
| Stimmzettel (Druckauftrag) | ca. 600.000 |
Auswirkungen auf Wählerinnen und Wähler
Die verstärkten Maßnahmen sollen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen das Wählen vor Ort erleichtern. Mobile Rampen, Ausgleichskeile und zusätzliche Beschilderungen reduzieren Zugangshürden, während Wahllokale in Pflegeeinrichtungen vor allem älteren Bewohnerinnen und Bewohnern den Gang zur Wahlurne erleichtern sollen.
- Mobile Rampen und Keile beheben Höhenunterschiede an Ein- und Ausgängen.
- Piktogramme und Orientierungshilfen erleichtern die Wegfindung im Gebäude.
- Informationen in einfacher Sprache verbessern die Verständlichkeit des Wahlangebots.
Die Stadtverwaltung weist zugleich darauf hin, dass trotz der Verbesserungen nicht alle Hindernisse vollständig beseitigt sein könnten; die Einstufung als „barrierefrei“ bezieht sich auf die Bewertung der vorhandenen Möglichkeiten und Hilfen. Menschen mit besonderen Bedürfnissen wird empfohlen, sich vorab über das Wahlportal oder telefonisch zu informieren.
Aufruf an Bürgerinnen und Bürger
Damit die Wahldurchführung reibungslos funktioniert, sind eingesetzte Wahlhelferinnen und Wahlhelfer unabdingbar. Die Stadt sucht noch rund 400 Personen, die an der Durchführung der Wahl mitwirken. Die Aufgaben umfassen unter anderem die Betreuung der Wahllokale, das Aushändigen von Stimmzetteln und die Sicherstellung eines geordneten Wahlbetriebs.
Wer als Wahlhelferin oder Wahlhelfer mitwirken möchte, soll sich bei der Stadtverwaltung melden; nähere Angaben zur Anmeldung sind über die offiziellen städtischen Kanäle verfügbar. Die Rolle der Wahlhelfer wird von der Verwaltung als zentral für eine demokratische und barrierearme Wahl hervorgehoben.
Die angekündigten Verbesserungen bei der Barrierefreiheit und die Suche nach Freiwilligen sind Teil des Vorlaufs für die Kommunalwahl. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die Maßnahmen die Wahlbeteiligung insbesondere unter älteren und mobilitätseingeschränkten Wählergruppen positiv beeinflussen.