Stärkung der Belegschaft am UKGM
Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) haben 26 internationale Fachkräfte erfolgreich die Kenntnisprüfung abgelegt und damit die staatliche Anerkennung für ihren im Ausland erworbenen Berufsabschluss erhalten. Nach Angaben des Klinikums handelt es sich dabei um 23 Fachkräfte in der Pflege und drei Medizinische Technologen für Radiologie. Die neuen Kolleginnen und Kollegen stammen aus dem Kosovo, der Türkei, dem Iran, Tunesien, Turkmenistan und Indien.
Voraussetzungen und Verfahren
Für die Erlangung der staatlichen Anerkennung müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: ein ausländischer Berufsabschluss in der jeweiligen Sparte, ein Beschäftigungsverhältnis in Hessen, die erforderlichen Sprachkenntnisse, gesundheitliche Eignung sowie die Zuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs. Ist der Abschluss aus dem Herkunftsland nicht gleichwertig, gibt es zwei Wege:
- Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes durch eine praktische und eine mündliche Kenntnisprüfung;
- oder ein Anpassungslehrgang, der drei bis 36 Monate dauern kann und mit einer Prüfung abschließt.
Die jetzt erfolgreichen Prüfungen sind somit ein Beleg dafür, dass die Betroffenen die staatlichen Anforderungen in Deutschland erfüllt haben und unmittelbar in ihrem erlernten Beruf tätig werden können.
Konsequenzen für die Versorgung in Gießen
Das UKGM betont, dass die Vielfalt unter den Mitarbeitenden eine Bereicherung darstellt. Gerade im Pflegebereich, in dem bundesweit eine angespannte Personallage besteht, gewinnt die Integration internationaler Fachkräfte an Bedeutung. Durch die Anerkennung werden kurzfristig zusätzliche Kräfte in die Versorgung eingebunden, was sowohl für die stationären Angebote als auch für die Patientenbetreuung in Gießen relevant ist.
Glückwünsche für die neuen Kolleginnen und Kollegen kamen unter anderem von der Kaufmännischen Geschäftsführerin, Dr. Christiane Hinck-Kneip, und von der Pflegedirektorin Judith Schäfer.
Damit stärkt das Klinikum seine Personalbasis an den Standorten Gießen und Marburg. Das UKGM ist nach eigenen Angaben mit 86 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten das drittgrößte Universitätsklinikum in Deutschland; Betreiber ist zu 95 Prozent die RHÖN-KLINIKUM AG.
Transparenz über Zahlen und Herkunft
Die Verteilung der neu anerkannten Fachkräfte nach Tätigkeitsfeld zeigt, dass der Schwerpunkt auf der Pflege liegt. Die Herkunftsländer sind vielfältig, was auf die internationale Rekrutierung und die Zuwanderung von Fachkräften hinweist.
| Berufsgruppe | Anzahl |
|---|---|
| Pflege | 23 |
| Medizinische Technologen für Radiologie | 3 |
Die Herkunftsländer der anerkannten Fachkräfte laut Klinikangabe sind: Kosovo, Türkei, Iran, Tunesien, Turkmenistan und Indien. Das Klinikum nennt keine weitere Aufschlüsselung nach einzelnen Staaten.
Einordnung
Die Integration internationaler Fachkräfte in deutsche Krankenhäuser ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der Personalstrategie vieler Einrichtungen. Anerkennungsverfahren wie Kenntnisprüfungen oder Anpassungslehrgänge sind dabei entscheidend, um fachliche Standards sicherzustellen und rechtliche Anforderungen zu erfüllen. Für Gießen bedeutet die aktuelle Gruppe von 26 anerkannten Mitarbeitenden eine unmittelbare Verstärkung der personellen Kapazitäten am UKGM und einen Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region.
Kontaktangaben des Klinikums verweisen auf die Presseabteilung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH; als Pressevertreterin nennt das UKGM Christine Bode (Kommunikation, Pressesprecherin).