Der Landkreis Fulda hat sich nach Prüfung der Lage in Neuhof für Neubauten statt umfangreicher Sanierungen entschieden. Anlass sind beengte Platzverhältnisse, veraltete Technik und aufwendiger Brandschutz an der Monte-Kali-Grundschule in Rommerz. Gleichzeitig steht seit längerer Zeit die Frage einer Förderschule für geistige Entwicklung im Raum.
Standort und Gründe für einen Neubau
Bei einer Sitzung des Ausschusses für Bildung, Ehrenamt, Kultur und Brauchtum erläuterten die Leiter der Fachdienste Schulen sowie Gebäudemanagement, Simon Jestädt und Jürgen Obermeier, die Ausgangslage: Die vorhandenen Räume der Monte-Kali-Grundschule seien zu beengt, die technische Ausstattung über Jahre veraltet und die Ganztagsangebote erforderten fünf Container, die den Schulhof weiter verkleinern. Zudem liegt die Sporthalle sieben bis acht Gehminuten entfernt, was die Organisation des Sportunterrichts erschwert.
„Spricht somit alles für einen Neubau.“
Diese Einschätzung trifft nach Angaben der Kreisverwaltung auch Landrat Bernd Woide (CDU). Demnach lägen die Kosten und der Aufwand für einen brandschutzkonformen Umbau so hoch, dass ein Neubau vorzuziehen sei. Während einer Sanierung wäre ein Unterrichtsbetrieb in Containern notwendig gewesen, was zusätzlichen Raum- und Organisationsdruck bedeutet hätte.
Geplanter Standort und Ausstattung
Als mögliches Areal hat der Kreis den alten Sportplatz in Rommerz hinter der Feuerwehr ins Auge gefasst. Die Kreisverwaltung bewertet das Gelände als geeignet und die Gemeinde Neuhof signalisiert ebenfalls Zustimmung zu dem Standort. Ein nennenswerter Vorteil sei, dass an dieser Stelle neben dem Schulgebäude auch eine Einfeld-Halle unmittelbar angeschlossen werden könne, von der sowohl die Schule als auch die Gemeinde profitieren würden.
- Neubau Monte-Kali-Grundschule: vorgesehen sind sechs Klassenräume, ein Betreuungsraum sowie eine Mediathek.
- Neue Einfeld-Halle: Anschlusspunkt an den Schulbau, erleichtert Sportunterricht und Gemeindeveranstaltungen.
- Förderschule für geistige Entwicklung: weiterhin in Planung, ebenfalls als Neubau diskutiert.
| Aspekt | Derzeit | Geplantes Ziel |
|---|---|---|
| Platzverhältnisse | Beengt | Ausreichend groß |
| Ganztagsbetreuung | 5 Container | Integration im Neubau |
| Turnhalle | 7–8 Gehminuten entfernt | Anschluss einer Einfeld-Halle |
| Unterrichtskonzepte | eingeschränkt | Moderne Umsetzung möglich |
Die ersten Studien und Planungen sehen eine Grundschule mit sechs Klassenräumen vor, ergänzt um einen Betreuungsraum und eine Mediathek. Das ermögliche, so die Fachdienstleiter, moderne Unterrichtsformen und flexible Betreuungsangebote besser zu realisieren als an dem bisherigen Standort in der Ortsmitte.
Auswirkungen und nächste Schritte
Ein Umzug auf ein größeres, neu geplantes Grundstück würde nach Angaben der Kreisverwaltung nicht nur den Schulbetrieb entlasten, sondern auch langfristig die kommunale Infrastruktur stärken. Die mögliche Einfeld-Halle soll zudem die bisherige Distanz zur Turnhalle kompensieren und Außennutzungen für Vereine und Gemeinschaftsveranstaltungen erleichtern.
Konkrete Zeitpläne und Kostenrahmen wurden in der Vorlage für den Ausschuss noch nicht abschließend genannt. Die Entscheidung für Neubauten eröffnet jedoch einen Planungsprozess, der weitere Gutachten, räumliche Abstimmungen mit der Gemeinde Neuhof sowie Finanzierungsgespräche erfordert. Auch Fragen der Verkehrserschließung und der Zugänglichkeit zum neuen Standort müssen geklärt werden.
Für Eltern, Lehrkräfte und das Verwaltungspersonal bedeutet die favorisierte Neubau-Lösung eine Perspektive auf räumliche Entspannung und modernere Lernbedingungen, während in der Übergangszeit organisatorische Herausforderungen etwa bei der Schulwegsicherung und bei temporären Betreuungsstrukturen zu bewältigen sind.
Der Kreisausschuss und die zuständigen Fachdienste wollen die Planungen weiter vertiefen und in den kommenden Monaten die Grundlagen für eine mögliche Investitionsentscheidung erarbeiten.