Stadtwerke betonen Versorgungssicherheit und bitten um bewusstes Verhalten
Die vergangenen Wochen haben Bayreuth eine ausgeprägte Trockenheit beschert. Die Stadtwerke Bayreuth versichern, die Trinkwasserversorgung sei weiterhin gesichert, appellieren aber an die Bevölkerung, Wasser bewusst zu verwenden. Zugleich bieten die Stadtwerke einen finanziellen Anreiz für die Nutzung von Regenwasser: Für den Erwerb einer Regentonne mit mindestens 200 Litern Fassungsvermögen gibt es einen Zuschuss von 30 Euro pro Haushalt. Gefördert werden Käufe, die seit dem 1. März getätigt wurden; der Antrag kann über die Webseite der Stadtwerke gestellt werden (stadtwerke-bayreuth.de/vorteilswelt).
Warum Regenwasser nutzen?
Die Stadtwerke verweisen darauf, dass Regenwasser dort, wo es anfällt, für Bewässerung und Haushaltstätigkeiten genutzt werden kann, statt Trinkwasser zu verbrauchen. Ein zentraler Vorteil ist neben der Einsparung von Trinkwasser auch die Verzögerung des Wassereintrags in die Kanalisation bei Niederschlägen, wenn Regenwasser zunächst auf dem eigenen Grundstück zurückgehalten wird.
„Regen lässt sich natürlich nicht bestellen. Aber wenn er kommt, können wir dafür sorgen, dass möglichst viel davon dort bleibt, wo wir das Wasser später brauchen können. Jeder Liter Regenwasser, mit dem eine Pflanze gegossen wird, ist ein Liter Trinkwasser, den wir dafür nicht bereitstellen müssen.“
Dieses Zitat stammt aus einer Stellungnahme der Stadtwerke und fasst ihre Empfehlung zusammen: Es geht nicht um Einschränkungen, sondern um einen bewussten Umgang mit einer lebenswichtigen Ressource.
Konkrete Förderbedingungen
| Fördermaßnahme | Details |
|---|---|
| Zuschuss für Regentonnen | 30 Euro je Haushalt für Regentonnen ab 200 Litern (Käufe seit 1. März) |
| Antragstellung | Über die Seite stadtwerke-bayreuth.de/vorteilswelt |
Praktische Tipps zum Wassersparen im Garten
Die Stadtwerke geben mehrere konkrete Hinweise, wie im privaten Bereich sinnvoll Wasser eingespart werden kann, ohne den Garten komplett umstellen zu müssen. Dazu zählen unter anderem:
- Pflanzen gezielt im Wurzelbereich gießen und möglichst morgens oder abends, um Verdunstung zu reduzieren.
- Rasenflächen während längerer Trockenperioden braun werden lassen – das ist keine Schädigung, sondern ein Schutzmechanismus der Gräser.
- Pools abdecken und eine sorgfältige Wasserpflege betreiben, um unnötiges Nachfüllen zu vermeiden.
- Regenwasser sammeln und für Beete, Kübelpflanzen oder Rasen verwenden.
Die Stadtwerke betonen, dass es nicht um Vorschriften gehe: „Wir wollen niemandem Vorschriften machen“, heißt es in der Mitteilung. Vielmehr sei das Ziel, in einer Phase ohne akute Versorgungsengpässe gemeinsam Verantwortung für langfristige Trinkwassersicherheit zu übernehmen.
Auswirkungen und lokale Bedeutung
Für Bayreuth hat die Kombination aus Information und finanzieller Förderung mehrere Effekte: Kurzfristig sollen Haushalte durch einfache Maßnahmen ihren Bedarf an Trinkwasser reduzieren. Mittelfristig kann eine verstärkte Nutzung von Regenwassernutzungssystemen die Kanalbelastung bei Starkregen verringern und lokal zur Versickerung beitragen. Für die Stadtwerke ist dies auch eine präventive Maßnahme zur Stabilisierung der Versorgung – ohne Alarmismus, wie es in der Stellungnahme heißt.
Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist die Fördermöglichkeit leicht zugänglich: Voraussetzung ist der Kauf einer geeigneten Regentonne ab 200 Litern seit dem 1. März; die Antragstellung erfolgt online. Welche Nachweise genau einzureichen sind, ist auf der genannten Webadresse erläutert.
Insgesamt steht die Aufforderung der Stadtwerke im Kontext zunehmender Trockenperioden: Versorgungssicherheit und sparsamer Umgang mit Wasser werden hier als kein Widerspruch, sondern als sich ergänzende Ziele dargestellt. Die Stadtwerke rufen Bayreutherinnen und Bayreuther zu einem pragmatischen, lokalen Beitrag auf, der sowohl dem eigenen Garten nutzt als auch die kommunale Infrastruktur entlasten kann.