Abschluss in Regenstauf — Verstärkung für Würzburg
Drei junge Menschen haben ihre dreijährige Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in erfolgreich abgeschlossen und werden künftig das Rettungsdienstteam in Würzburg verstärken. Nach Angaben der Malteser erhielten Paula Höfer, Samuel Diesler und Sabrina Klinger ihre Abschlusszeugnisse an der Malteser Rettungsdienstschule Bayern in Regenstauf bei Regensburg. Alle drei bleiben dem Rettungsdienststandort Würzburg erhalten.
Ausbildung: Theorie und Praxis in engem Wechsel
Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre und verbindet schulische Lehre, Praktika an Rettungswachen sowie praktische Einsätze in Kliniken. Konkrete Zahlen, die die Malteser aufführen, zeigen den Umfang der Ausbildungsteile: Insgesamt entfallen bei ihrer Ausbildung
- 1.920 Stunden auf die schulische Ausbildung an der Rettungsdienstschule,
- 1.970 Stunden auf die Tätigkeit an der Rettungswache,
- 720 Stunden auf die praktische Ausbildung in einer Klinik.
Abgeschlossen wird die Ausbildung durch das Staatsexamen. Die Kombination der Lernorte soll die angehenden Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sowohl fachlich als auch in der Arbeit mit Patientinnen und Patienten vorbereiten.
Bedeutung für die lokale Versorgung
Dass alle drei Absolventinnen und Absolventen dem Team in Würzburg treu bleiben, wird von der Leitung des Rettungsdienstes begrüßt. Die Verstärkung kommt in einer Zeit, in der qualifiziertes Personal für die Notfallrettung knapp ist und die Anforderungen an den Rettungsdienst steigen. Für die Würzburger Bevölkerung bedeutet dies eine direkte Stärkung der Einsatzfähigkeit vor Ort, da ausgebildete Kräfte längerfristig an der Basis eingesetzt werden können.
„Sie haben in den vergangenen drei Jahren viel gelernt, Verantwortung übernommen und sind nun mit ihrem bestandenen Examen bestens auf diesen anspruchsvollen Beruf vorbereitet“, sagt Rettungsdienstleiter Manfred Kirst.
Was die Ausbildung ausmacht
Die hier dargestellten Stundenzahlen verdeutlichen, dass die Ausbildung nicht nur aus Unterricht besteht, sondern einen großen Praxisanteil hat. Die Tätigkeiten an der Rettungswache und die klinischen Einsätze sollen helfen, Routine im oft hektischen Einsatzalltag zu entwickeln sowie die Zusammenarbeit mit Notärztinnen und Notärzten und Klinikteams zu trainieren.
| Ausbildungsbereich | Stunden |
|---|---|
| Schulische Ausbildung | 1.920 |
| Rettungswache | 1.970 |
| Praktikum Klinik | 720 |
Perspektive: Nachwuchs halten, Einsatzbereitschaft sichern
Für die Malteser und den städtischen Rettungsdienst ist die erfolgreiche Abschlussprüfung ein wichtiges Signal in der Personalstruktur. Nachwuchskräfte, die vor Ort verbleiben, reduzieren die Belastung durch ständige Personalrotation und erleichtern den Wissenstransfer innerhalb des Teams. Gleichzeitig ist die Ausbildung zum Notfallsanitäter beziehungsweise zur Notfallsanitäterin körperlich und seelisch anspruchsvoll — die Kombination aus Theorie, Praxis und Staatsexamen soll die nötige Sicherheit vermitteln.
Die drei frisch examinierten Kräfte treten ihre Tätigkeit in Würzburg an und werden damit voraussichtlich in Rettungsdiensten, Krankentransporten und Notfalleinsätzen zum Einsatz kommen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: mehr qualifiziertes Personal auf den Rettungswagen, das in akuten Notlagen Erste Hilfe und weiterführende Maßnahmen übernimmt.
Die Malteser betonen, dass die Qualität der Ausbildung und die Bindung von Ausgebildeten an den Standort für die langfristige Sicherung der Versorgung entscheidend sind. In Würzburg bleibt damit ein Teil dieser Investition in die öffentliche Gesundheit unmittelbar sichtbar.