Persönliche Orte im öffentlichen Raum
In Potsdam ist mit „KEIN ORT – MEIN ORT“ eine Ausstellung zu sehen, die sich der Frage widmet, welche Plätze und Freiräume für junge Menschen Bedeutung haben. Jugendliche aus dem Land Brandenburg setzten sich in Workshops mit ihren individuellen Aufenthaltsorten, ihren Möglichkeitsräumen und alltäglichen Wegen auseinander und entwickelten daraus fotografische Erzählungen in digitaler und analoger Form.
Partizipation und künstlerische Methoden
Die Workshop-Teilnehmenden waren nicht nur Motivgeberinnen und Motivgeber, sondern auch an der Konzeption der Ausstellung beteiligt. Die Vermittlung kombinierten künstlerische und pädagogische Ansätze: Die Fotografin Anne Heinlein leitete die praktischen Bildarbeiten; die Theaterpädagogin Marie-Luise Arriens unterstützte die Auseinandersetzung mit Raum, Identität und persönlichen Bedeutungen. Ziel war es, Jugendlichen Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Umgebung neu entdecken und in Bildsprache übersetzen können.
Format und Inhalte
Gezeigt wird eine Auswahl der entstandenen Fotografien. Die Präsentation umfasst sowohl digitale als auch analoge Formate und gibt Einblick in unterschiedliche Perspektiven auf öffentliche Räume: Orte, an denen sich Jugendliche wohlfühlen, ebenso wie Plätze, die sie als selbstverständlich wahrnehmen oder die ihnen als Möglichkeitsräume dienen.
„Wo sind Möglichkeitsräume für Jugendliche? Wo sind deine Orte im öffentlichen Raum? Wo fühlst du dich wohl? Und welche Orte sind für dich ganz selbstverständlich?“
Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Von hier aus Zukunft – Kulturland Brandenburg 2026/2027“ und richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit. Der Eintritt ist kostenfrei.
Lokaler Bezug und mögliche Folgen
Die Präsentation in Potsdam macht sichtbar, welche Orte junge Menschen in Brandenburg prägen und wie sie öffentliche Räume nutzen oder mit Bedeutungen besetzen. Solche dokumentarischen und künstlerischen Formate können kommunalpolitische Debatten über Stadtplanung, Jugendarbeit und Freiraumentwicklung beeinflussen, weil sie unmittelbare Eindrücke und Bedürfnisse der jungen Generation liefern. Darüber hinaus bietet die Ausstellung Impulse für Bildungs- und Kulturarbeit vor Ort: Schulen, Jugendeinrichtungen und lokale Initiativen können die gezeigten Perspektiven als Ausgangspunkt für weitere Projekte nutzen.
- Leitung Workshops: Anne Heinlein (Fotografie), Marie-Luise Arriens (Theaterpädagogik)
- Formate: Digitale und analoge Fotografien
- Projektrahmen: „Von hier aus Zukunft – Kulturland Brandenburg 2026/2027“
- Eintritt: kostenfrei
Ausblick
Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, eigene Wahrnehmungen des urbanen und ländlichen Raums zu hinterfragen und die Perspektiven Jugendlicher in den Blick zu nehmen. Für Potsdam ist dies ein Beitrag zu einer breit angelegten Auseinandersetzung mit öffentlichen Räumen: Welche Orte brauchen fachliche Förderung, welche sollten erhalten oder neu gedacht werden? Die gezeigten Arbeiten liefern Anhaltspunkte, ohne dabei fertige Lösungen vorzugeben.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Projekt | KEIN ORT – MEIN ORT |
| Leitung | Anne Heinlein (Fotografie), Marie-Luise Arriens (Theaterpädagogik) |
| Format | Digitale und analoge Fotografien |
| Rahmen | Von hier aus Zukunft – Kulturland Brandenburg 2026/2027 |
| Eintritt | Kostenfrei |
Die Ausstellung bietet damit einen konzentrierten Blick auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen in Brandenburg und eröffnet zugleich Gesprächsanlässe für Politik, Planung und Zivilgesellschaft in Potsdam und der Region.