Der Grosshändler Zander Freiburg modernisiert sein Lager und ergänzt die bestehende Logistiklandschaft mit einem AutoStore-System des Anbieters Element Logic. Damit will das Unternehmen seine bereits digital gesteuerten Abläufe um eine skalierbare, automatisierte Behälterlagerung erweitern.
Bestand und Besonderheiten der Freiburger Logistik
Am Standort Freiburg lagert Zander mehr als 34'000 verschiedene Artikel. Die bestehenden Abläufe decken nicht nur Standardprozesse, sondern auch spezielle, anspruchsvolle Anforderungen ab: Verwaltung und Rückverfolgung von Kabeltrommeln, individuelle Etikettierungen, Kanban-Belieferungen sowie die Lagerung kundenspezifischer Massteile gehören zum Tagesgeschäft.
Die Freiburger Niederlassung hatte bereits früh auf eine ganzheitliche Digitalisierung der Logistik gesetzt. Seit 2015 steuert ein Warehouse-Management-System (WMS) von Element Logic zentrale Prozesse wie Wareneingang, Kommissionierung, Versand und Retouren. Diese Abläufe werden dem Unternehmen zufolge heute systemgestützt und weitgehend beleglos abgewickelt.
Automatisierung als Ergänzung, nicht als Ersatz
Das neu geplante AutoStore-System soll die gewachsene Infrastruktur ergänzen und die Lagerhaltung skalierbar gestalten. Entscheidend ist, dass die Automatisierung die vorhandenen Spezialprozesse berücksichtigen muss: Die Rückverfolgbarkeit von Kabeltrommeln oder die Lagerung von Massteilen erfordern spezifische logistikorientierte Lösungen, die in das Gesamtsystem eingebettet werden sollen.
- Skalierbarkeit: Automatisierte Behälterlager erlauben eine dichtere Raumausnutzung und sollen Kapazitäten flexibel erweitern.
- Integration: AutoStore ergänzt das bereits eingesetzte WMS von Element Logic, mit dem Zander Freiburg seit 2015 arbeitet.
- Spezialprozesse: Auch komplexe Anforderungen wie Kanban-Services und individuelle Etikettierungen bleiben Teil des Gesamtkonzepts.
Langjährige Partnerschaft
Mit der Entscheidung für AutoStore setzt Zander Freiburg eine Zusammenarbeit mit Element Logic fort, die laut Mitteilung bereits mehr als zehn Jahre besteht. Solche langfristigen Partnerschaften tragen dazu bei, dass technische Systeme nicht isoliert eingeführt, sondern schrittweise an bestehende Prozesse angepasst und weiterentwickelt werden.
Wirtschaftliche und praktische Folgen vor Ort
Für den regionalen Markt bedeutet diese Modernisierung mehrere Aspekte: Lieferprozesse für Elektro-, Sanitär- und Heizungsartikel, die viele lokale Handwerksbetriebe täglich nutzen, sollen stabiler und flexibler werden. Eine skalierbare Lagerlösung kann zudem helfen, saisonale Nachfragespitzen besser abzufedern und die Lieferbereitschaft zu erhöhen.
Gleichzeitig bleibt wichtig, dass Spezialleistungen wie kundenspezifische Massteile oder Kanban-Belieferungen weiterhin individuell bedient werden können. Die Herausforderung für das Projekt besteht darin, Automatisierung mit diesen spezialisierten Services zu vereinen, ohne bestehende Servicequalitäten einzuschränken.
Was unklar bleibt
Die Mitteilung enthält keine Angaben zu Investitionsvolumen, Projektzeitplan oder zu erwarteten Veränderungen in der Belegschaft. Ebenso fehlen konkrete Angaben zur Kapazität des AutoStore-Systems oder zu eingesetzten Robotertypen. Solche Details dürften in weiteren Kommunikationsepisoden des Unternehmens oder in behördlichen Bewilligungsunterlagen bekannt werden.
| Aspekt | Stand heute | Durch AutoStore ergänzt |
|---|---|---|
| Artikelvielfalt | 34'000+ Artikel | Skalierbare Behälterlagerung |
| WMS | Element Logic (seit 2015) | Weiterintegration mit AutoStore |
| Spezialprozesse | Kabeltrommeln, Kanban, Massteile, Etikettierung | Fortführung und Anpassung in automatisiertem Umfeld |
Ausblick
Die Ergänzung durch ein AutoStore-System ist ein typischer Schritt für Grosshändler, die vorhandene Digitalisierungsansätze vertiefen und zugleich auf wachsende Anforderungen reagieren wollen. Für Freiburg bedeutet das: Ein lokal verankerter Anbieter investiert in robuste Logistikstrukturen, die Lieferketten stabilisieren und damit auch regionalen Handwerks- und Installationsbetrieben zugutekommen können.
Weitere Details zum Projektverlauf, zu möglichen Effekten auf Beschäftigung und zu zeitlichen Abläufen stehen noch aus. Interessierte Kunden und Branchenpartner werden voraussichtlich in nächsten Mitteilungen oder in direkten Kundeninformationen genauere Angaben erhalten.