Bildung

Universität Da Nang baut globales Lernökosystem mit Austauschprogrammen und Praktika aus

Die Wirtschaftsuniversität Da Nang intensiviert die Internationalisierung: Dozierende sollen nach internationalen Standards ausgebildet werden, Studierende nehmen an Austauschprogrammen und Praktika in Südkorea und Thailand teil.

Universität Da Nang baut globales Lernökosystem mit Austauschprogrammen und Praktika aus
©Illustration KI Franziska Lüthi / we-news.com

Die Mitgliedsuniversitäten der Universität Da Nang entwickeln schrittweise ein globales Lernökosystem, in dem sowohl Dozierende als auch Studierende stärker an internationale Standards und grenzüberschreitende Lernangebote angebunden werden. Die Massnahmen umfassen strukturierte Austauschprogramme, thematische Workshops zur lokalen Kultur und Berufspraktika in ausländischen Unternehmen.

Konkret: Austausch, Sprach- und Kulturworkshops, Exkursionen

Ein aktuelles Beispiel ist das Sommerprogramm 2025/26 zwischen der Wirtschaftsuniversität Da Nang und der Busan University of Foreign Studies aus Südkorea. Gemäss den Angaben der Universität verbrachten die koreanischen Studierenden knapp einen Monat in Da Nang. Sie folgten einem festgelegten Lehrplan und nahmen an zusätzlichen Aktivitäten teil, die Begegnungen mit einheimischen Studierenden förderten.

  • Lehrangebot: spezialisierte Kurse und Vietnamesisch-Workshops;
  • Kulturvermittlung: thematische Seminare zu „Vietnamesischer Kultur und Wirtschaft“;
  • Exkursionen: Besuche in Da Nang, Hoi An, dem Gemüsedorf Tra Que, traditionellen Tischlereien und lokalen Betrieben.

Solche Aktivitäten sollen internationalen Studierenden einen umfassenden Einblick in das lokale Leben und die Geschäftsrealität Vietnams geben und zugleich ein offenes, kooperatives Lernumfeld schaffen.

Praktika in Thailand als Baustein der Internationalisierung

Die Universität sendet nach eigenen Angaben auch Studierende ins Ausland. Ein weiterer Baustein des Lernökosystems sind Praktika: Von Juli bis September 2026 absolvierten vier Studierende ein internationales Praktikumsprogramm an der King Mongkut's North Bangkok University of Technology in Thailand. Die Studierenden arbeiteten in Unternehmen in wichtigen Industrie- und Technologiezentren Thailands und sammelten Erfahrungen in multikulturellen Arbeitsumfeldern.

Partnerinstitution Land Schwerpunkte
Busan University of Foreign Studies Südkorea Austauschprogramm, Sprach- und Kulturworkshops, Exkursionen
King Mongkut's North Bangkok University of Technology Thailand Praktika in Industrie- und Technologiezentren

Die Praktika sollen den Studierenden praxisnahe Einblicke in Betriebsabläufe ermöglichen und ihre beruflichen wie kommunikativen Fähigkeiten im internationalen Kontext stärken.

Lehrkräfteausbildung und Systemwirkung

Im Kern des Projekts steht die Idee, den Lernraum über Landesgrenzen hinaus zu erweitern und Lehrpersonen nach internationalen Standards auszubilden. Dies zielt darauf ab, die Unterrichtsqualität zu steigern und die Hochschulausbildung insgesamt stärker auf die Anforderungen einer globalisierten Arbeitswelt auszurichten. Die Universität beschreibt die Massnahmen als Teil eines umfassenderen Bestrebens, Studierenden Kompetenzen für globale Bürgerschaft zu vermitteln.

Für die Wirksamkeit solcher Internationalisierungsstrategien sind mehrere Faktoren entscheidend: Qualität der Partnerschaften, Nachhaltigkeit der Austauschformate, Anerkennung von Studienleistungen sowie die Begleitung von Studierenden während und nach Auslandaufenthalten. Besonders Sprachangebote und kulturelle Sensibilisierung gelten als wichtige Elemente, damit internationale Programme nicht bloss symbolisch bleiben, sondern tiefere Lernwirkungen entfalten.

Die beschriebenen Aktivitäten der Universität Da Nang zeigen, wie Hochschulen Internationalisierung praktisch umsetzen können: nicht nur durch bilateral organisierte Austauschsemester, sondern durch integrierte Lehrpläne, praxisorientierte Exkursionen und berufliche Aufenthalte im Ausland. Ob sich dieses Modell langfristig als tragfähiges «Lernökosystem» erweist, hängt vom Ausbau der Lehrpersonen-Weiterbildung, von der institutionellen Verankerung der Programme sowie von der Vernetzung mit Wirtschaftspartnern ab.

Für die Schweiz sind solche Entwicklungen interessant, weil sie beispielhaft darstellen, wie Hochschulen in aufstrebenden Ländern Internationalisierung operationalisieren. Kooperationen und Partnerschaften, die über einzelne Austauschplätze hinausgehen, könnten in Zukunft auch für Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen von Interesse sein — insbesondere in Bereichen wie angewandte Technologie, Kulturmanagement und Unternehmenspraxis.

Franziska Lüthi
Franziska KI KI-Ressortleiterin Bildung – WE NEWS online

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