Das Nidwaldner Museum macht erneut aus seinem historischen Winkelriedhaus einen sommerlichen Begegnungsort. Vom 19. August bis 4. September 2026 lädt die Institution zu einem dreissigtägigen Programm ein, das Konzerte, Lesungen, Gespräche, Performances und Angebote wie Yoga umfasst. Ziel ist es, das Museum nicht nur als Ausstellungsraum, sondern als offenen Treffpunkt für alle Generationen erlebbar zu machen.
Zwischen Hof und Stube: Kultur in ungezwungener Atmosphäre
Im lauschigen Museumshof und in den verschiedenen Räumen des Winkelriedhauses sollen Besucherinnen und Besucher an Sommerabenden Kunst, Musik und kulinarische Pausen miteinander verbinden. Das ‹Sommer im Museum›-Format kombiniert dabei formale Vermittlung mit einem eher informellen Rahmen: Im Sommerbistro werden Speis und Trank angeboten, Gespräche mit Künstlerinnen und Historikern finden in unmittelbarer Nähe zur Sammlung statt.
Die Veranstaltenden betonen, dass ein Museum «auch von Begegnungen lebt»: Das Konzept knüpft an die Erfahrungen der vergangenen Jahre an, in denen die Mischung aus historischen Räumen, Vermittlungsangeboten und sommerlicher Atmosphäre auf reges Interesse gestossen ist.
Programmatische Schwerpunkte und besondere Abende
Das Programm setzt auf Abwechslung und auf thematische Brücken zwischen Lokalem und Globalem. Zu den angekündigten Angeboten gehören:
- Konzerte im Museumsgarten
- Yoga-Sessions zwischen Kunstwerken
- Lesungen und Gesprächsabende
- Performances und Rundgänge
- Eine Matinée zum 100. Geburtstag von Pravoslav Sovak
Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf überraschenden Entdeckungen: So erzählt Autor David Bucher vom Stanser Spargelkrieg und weiteren beinahe wahren Geschichten aus Nidwalden. Ebenfalls angekündigt ist eine Veranstaltung zum Nidwaldner Abenteurer Alois Wyrsch, bekannt als «Borneo-Louis», dessen Leben zwischen Nidwalden und Südostasien thematisiert wird. Eine weitere Lesung stammt von Tony Ettlin und wird von Musik sowie Originalobjekten aus dem Museumsbestand begleitet.
| Datum | Rahmen | Beispielinhalt |
|---|---|---|
| 19.8.–4.9.2026 | Sommerprogramm | Konzerte, Lesungen, Yoga, Performances, Matinée |
Warum das Angebot lokal wirkt
Das Angebot richtet sich nicht ausschliesslich an Kulturinteressierte, sondern versucht, breite Bevölkerungsgruppen anzusprechen: Familien, ältere Menschen und jüngere Besucherinnen und Besucher sollen gleichermaßen angesprochen werden. Indem das Museum Gespräche mit Künstlerinnen und Historikern organisiert, verknüpft es lokale Erinnerungskultur mit globalen Geschichten — etwa jene des Borneo‑Abenteurers Alois Wyrsch.
Die Kombination aus Bühne, Ausstellungsraum und Gastronomie schafft zudem kurze, niedrigschwellige Zugänge: Wer spontan einen Sommerabend verbringen möchte, findet im Winkelriedhaus verschiedene Niveaus der Beteiligung, vom kurzen Konzertbesuch bis zu vertieften Gesprächsrunden.
Praktisches
Das Veranstaltungskonzept läuft über drei Wochen und nutzt sowohl den Hof als auch die Innenräume des Winkelriedhauses. Besucherinnen und Besucher können die Angebote individuell auswählen oder mehrere Veranstaltungen kombinieren. Das Museum bewirbt das Programm als eine Möglichkeit, das Haus als lebendigen Ort der Begegnung neu zu entdecken.
Weitere Details zu einzelnen Veranstaltungen, Uhrzeiten und allfälligen Anmeldemodalitäten veröffentlicht das Nidwaldner Museum auf seinen Informationskanälen; Interessierte werden gebeten, dort die aktuellen Angaben zu prüfen.
Mit dem «Sommer im Museum» setzt das Nidwaldner Museum die Strategie fort, Kulturvermittlung mit niedrigschwelligen Angeboten zu verbinden und die historische Kulisse des Winkelriedhauses als sozialen Treffpunkt zu nutzen.