Beim Pilatus ist am Donnerstag ein 57-jähriger Berggänger tödlich verunglückt. Rettungskräfte entdeckten die Leiche am folgenden Tag in einem Couloir unterhalb des Tomlishorn, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt. Der Mann stammt aus dem Kanton Aargau. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.
Fundmeldungen führten zu Suchflug
Ausgangslage war eine Meldung einer Drittperson, die in Hergiswil einen zurückgelassenen Rucksack unterhalb des Tomlishorn beobachtet hatte. Aufgrund dieser Information startete die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega einen Suchflug. Im angegebenen Gebiet entdeckten die Einsatzkräfte eine leblose Person und bargen diese mittels Helikopter.
Nach den bisherigen Erkenntnissen dürfte sich der Absturz bereits am Vortag ereignet haben. Die Polizei schreibt, der Verunfallte sei im steilen Gelände abgestürzt; ob eine andere Ursache mitwirkte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Beteiligte Behörden und Einsatzkräfte
Am Einsatz beteiligt waren mehrere Institutionen des Kantons und der Rettungsorganisationen. Die Kantonspolizei Nidwalden führt die Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nidwalden durch. Begleitend waren die Rega sowie ein Care Team im Einsatz.
- Kantonspolizei Nidwalden: Aufnahme des Unfallortes und Ermittlungen
- Staatsanwaltschaft Nidwalden: Rechtliche Abklärung des Todesfalls
- Rega: Suchflug und Bergung der Person
- Care Team: Betreuung von Angehörigen oder Betroffenen vor Ort
Unfallort und mögliche Gefahren
Der Pilatus ist ein beliebtes Ausflugs- und Berggebiet mit zum Teil sehr steilem und alpinem Gelände. Das betroffene Areal unterhalb des Tomlishorn weist stellenweise schmale Couloirs und brüchige Stellen auf. Solche Passagen erfordern Erfahrung in der Routenwahl und in der alpinen Sicherungstechnik sowie angepasste Ausrüstung.
Die Behörden geben keine weiteren Hinweise darauf, ob der Verunfallte alleine unterwegs war oder ob weitere Personen betroffen sind. Ebenso wurden keine Details zu seinem genauen Aufstiegs- oder Abstiegsweg publiziert. Die Kantonspolizei erklärt, der genaue Hergang werde nun ermittelt; Ergebnisse der Untersuchungen werden zu gegebener Zeit kommuniziert.
Praktische Hinweise für Berggänger
Auch wenn der vorliegende Fall nicht alle Umstände offenlegt, erinnern Einsatzkräfte an allgemeine Sicherheitsregeln in alpinem Gelände:
- Routenwahl der eigenen Erfahrung anpassen und Wetterberichte beachten
- Geeignete Ausrüstung mitnehmen (Helm, Klettergurt, Seil bei Bedarf, Karten/GPS)
- Andere Personen über geplante Touren informieren oder die Tour ins Tourenportal eintragen
- Bei Auffinden von Gegenständen (Rucksack, Ausrüstung) umsichtig handeln und Meldung an die Polizei machen
Eingeleitete Ermittlungen
Die Kantonspolizei Nidwalden und die Staatsanwaltschaft führen nun die Abklärung, wie es zum Absturz kommen konnte. Dazu zählen Spurensicherung am Fundort, Befragungen möglicher Zeugen und die Auswertung von allfälligen elektronischen Spuren. Solche Untersuchungen dienen dazu, festzustellen, ob Fremdeinwirkung oder ein technisches Versagen vorliegt oder ob es sich um einen Unfall handelt.
| Datum | Fundmeldung und Suchflug: 14./15. August 2026 |
|---|---|
| Verunfallter | 57-jähriger Mann aus dem Kanton Aargau |
| Ort | Unterhalb Tomlishorn, Pilatus (Gemeinde Hergiswil) |
| Beteiligte | Kantonspolizei Nidwalden, Staatsanwaltschaft Nidwalden, Rega, Care Team |
Die Meldung des Todesfalls erfolgte der Kantonspolizei zufolge erst durch eine Drittperson, die den Rucksack entdeckte. Solche Hinweise können für die Suche und Bergung entscheidend sein. Die Behörden betonen, dass Rückfragen zum Fall aus ermittlungstaktischen Gründen beschränkt bleiben können.
Weitere Informationen veröffentlicht die Kantonspolizei Nidwalden, sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Angehörige wurden informiert; nähere Angaben zur Person des Verstorbenen machte die Polizei bisher nicht.