Starker Auftritt aus Schaffhausen an einer der härtesten Triathlon-Bühnen
Beim legendären Alp d’Huez Triathlon zeigten Athletinnen und Athleten des TRISTAR Schaffhausen am Wochenende eindrücklich, wie gut sie in Form sind. Auf der Langdistanz mit 2,2 km Schwimmen, 118 km Radfahren und 20 km Laufen setzte sich Brigitte Muhl in ihrer Altersklasse an die Spitze und gewann nach 9:49:00 Stunden mit knapp neun Minuten Vorsprung.
Der Wettbewerb begann im rund 17 Grad kühlen Lac du Verney, einem Stausee, dessen Turbinen für den Anlass sogar abgestellt wurden. Danach führte die Strecke über anspruchsvolle Alpenpässe: Col du Grand Serre, Col du Malissol und Col d'Ornon sammelten bereits rund 3500 Höhenmeter – bevor die berühmten 21 Serpentinen hinauf nach Alp d’Huez warteten.
Feldleistung und Einzelerfolge
Neben Muhl zeigten weitere TRISTAR-Athleten starke Leistungen. Besonders hervorzuheben ist Urs Walter, der die Radstrecke in beeindruckenden 5:40 Stunden bewältigte. Die Resultate der Langdistanz für die Schaffhauser Teilnehmenden lauten:
- Urs Walter: 8:22 Stunden
- Tobias Banka: 9:03 Stunden
- Alec Shakeshaft: 9:13 Stunden
- Daniel Sigg: 9:36 Stunden
- Brigitte Muhl: 9:49 Stunden (Platz 1 Altersklasse)
Das «Monster» – ein härterer Prüfstein als gedacht
Der Schlussanstieg in Alp d’Huez gilt als Prüfstein und ist unter Athletinnen und Athleten gefürchtet. Der zweite Wettkampftag brachte zudem zwei weitere Schaffhauser auf die Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 28 km Rad, 6,4 km Laufen): Romeo Bettini und René Quendt.
«Monster»
Bettini, der den Anstieg im Vorfeld als «Monster» bezeichnet hatte, erwischte einen starken Tag: Er stieg nach rund 26 Minuten als 86. aus dem Wasser, unter mehr als 1600 Teilnehmenden. Die Kletterpassage absolvierte er in einer reinen Kletterzeit von 1:40 Stunden und beendete die Kurzdistanz nach 3:29 Stunden. Auch René Quendt kämpfte sich durch die Hitze und zeigte eine solide Leistung.
Wärme, Emotionen und eine spektakuläre Kulisse
Bei Temperaturen über 30 Grad entwickelte sich das Rennen zu einer zusätzlichen Herausforderung. Tausende Fans säumten die Strecke, insbesondere die berüchtigte «Dutch Corner», und feuerten die Athletinnen und Athleten auf den letzten Kilometern nach oben an. Die Gruppe aus Schaffhausen hielt sich gegenseitig den Rücken frei: Teamkollegen gaben taktische Hinweise, unterstützten beim Wechsel und sorgten für mentale Stärkung auf der Strecke.
Ausblick für TRISTAR Schaffhausen
Die Resultate bestätigen die Trainingsarbeit des Vereins und das Leistungsniveau einzelner Athletinnen und Athleten. Ein Altersklassensieg auf der Langdistanz in Alp d’Huez hat Strahlkraft; er belohnt die Ausdauer und Rennstrategie von Muhl. Ebenso zeigen die Zeiten von Walter, Banka, Shakeshaft und Sigg, dass mehrere Athleten aus Schaffhausen bereit sind, sich international zu messen.
| Athlet | Distanz | Zeit | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Brigitte Muhl | Langdistanz | 9:49:00 | Sieg Altersklasse |
| Urs Walter | Langdistanz | 8:22:00 | Radzeit 5:40 h |
| Tobias Banka | Langdistanz | 9:03:00 | |
| Alec Shakeshaft | Langdistanz | 9:13:00 | |
| Daniel Sigg | Langdistanz | 9:36:00 | |
| Romeo Bettini | Kurzdistanz | 3:29:00 | Starke Schwimmzeit, Kletterzeit 1:40 h |
Was dieses Ergebnis bedeutet
Ein Altersklassensieg an einem Rennen mit solcher Tradition stärkt das Renommée des Vereins und motiviert andere Mitglieder. Für Athletinnen und Athleten besteht die Möglichkeit, sich bei weiteren internationalen Starts zu profilieren oder die gewonnenen Erfahrungen in die Nachwuchsarbeit einzubringen. Für die lokale Triathlon-Szene ist das Wochenende ein Zeichen, dass Schaffhausen über Athletinnen und Athleten verfügt, die mit den härtesten Herausforderungen mithalten können.
TRISTAR Schaffhausen tritt in der kommenden Zeit an weiteren Wettkämpfen an. Die Leistungen in Alp d’Huez dürften die Erwartungen an die Saison beflügeln – sowohl bei den Aktiven als auch bei den Trainerinnen und Trainern.