Der SC Freiburg hat am Sonntagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim Gastspiel in Düsseldorf gewann die Mannschaft mit 5:1 und zieht damit in die zweite Runde des Wettbewerbs ein. Entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf hatte vor allem die zweite Halbzeit, in der die Treffer im Minutentakt fielen.
Frühe Führung, dann Schlag auf Schlag in Halbzeit zwei
Die Partie nahm bereits in den ersten 45 Minuten Konturen an: In der 18. Minute erzielte Lucas Höler das 1:0 für die Breisgauer und stellte damit die Weichen früh auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SC Freiburg das Tempo und verwertete seine Überlegenheit effizient.
Die Torschützen in der zweiten Halbzeit:
- 71. Minute – Igor Matanović macht das 2:0
- 74. Minute – Lukas Kübler erhöht auf 3:0
- 76. Minute – Fabian Schleusener verkürzt für Düsseldorf zum 3:1
- 80. Minute – Jordy Makengo stellt das 4:1 her
- 94. Minute – Igor Matanović sorgt mit seinem zweiten Treffer für den 5:1-Endstand
| Minute | Torschütze | Tor |
|---|---|---|
| 18' | Lucas Höler | 1:0 |
| 71' | Igor Matanović | 2:0 |
| 74' | Lukas Kübler | 3:0 |
| 76' | Fabian Schleusener (D) | 3:1 |
| 80' | Jordy Makengo | 4:1 |
| 94' | Igor Matanović | 5:1 |
Konsequentes Auftreten und notwendige Tiefe im Kader
Freiburgs Sieg fiel in der Höhe verdient aus. Die Mannschaft dominierte die Partie in den entscheidenden Phasen und nutzte die vorhandenen Chancen konsequent. Düsseldorf, in die 3. Liga abgestiegen und mit zwei Niederlagen in der neuen Saison gestartet, konnte vor allem in der zweiten Halbzeit den Druck nicht mehr standhalten.
Für den SC Freiburg bedeutet das Weiterkommen nicht nur einen Erfolgserlebnis, sondern auch eine zusätzliche Belastung im Kalender: Zwischen den Pokalspielen stehen für den Klub wichtige Aufgaben in der Conference-League-Qualifikation sowie der Bundesliga. Der Verein trifft am Donnerstag, 27. August 2026, in der Conference League auf einen Gegner, gegen den es im Rückspiel um den Einzug in die Ligaphase geht. Bereits am Sonntag, 30. August 2026, steht der Bundesliga-Auftakt gegen Werder Bremen an.
Persönliche Milestons: Höler zwischen Torjubel und Familienplanung
Lucas Höler, der das frühe 1:0 erzielte, stand nach dem Spiel auch persönlich im Mittelpunkt. Der Stürmer erwartet mit seiner Frau sein zweites Kind und musste zeitlich planen, wie er die familiäre Situation mit den Verpflichtungen des Klubs vereinbaren kann. Seine Aussagen nach dem Spiel verdeutlichten die Zwickmühle:
„Hubschrauber gibt es keinen, aber der Flieger geht in einer Stunde, deswegen müssen wir uns eh beeilen. Wir können nach Freiburg fliegen. Also sollte es jetzt losgehen, schaffe ich es trotzdem hoffentlich“,
Höler hatte im Hinspiel der Conference-League-Qualifikation beim FC Motherwell am Donnerstagabend wegen der bevorstehenden Geburt gefehlt und die Reise nach Schottland aus familiären Gründen nicht auf sich genommen. Ob er im Rückspiel als frischgebackener Vater auflaufen kann, bleibt abzuwarten.
Ausblick und lokale Bedeutung
Der klare Pokalsieg stärkt das Selbstverständnis des Teams vor einer anspruchsvollen Phase. Für die Anhängerinnen und Anhänger im Raum Freiburg ist dieser Erfolg ein positives Zeichen: Er demonstriert die Kaderqualität und die taktische Reife der Mannschaft, die zugleich in mehreren Wettbewerben gefordert ist.
Praktisch bleibt: Die kommenden Tage werden zeigen, wie gut der SC Freiburg die Belastung durch Kurzreisen, internationale Begegnungen und nationale Ligaspiele managt. Für die lokale Fankultur ist zusätzlich relevant, ob Schlüsselspieler wie Höler kurzfristig verfügbar sind. Die Partie in Düsseldorf hat jedoch gezeigt, dass der Klub über das nötige Personal verfügt, um auch in engen Phasen variabel zu reagieren.
Insgesamt bestätigt der 5:1-Sieg die Ambitionen des Vereins: konkurrenzfähig auf mehreren Ebenen zu sein und trotz Termindrucks sportliche Leistungen auf hohem Niveau zu erbringen.