Die National-League-Partie zwischen den SCL Tigers und dem EV Zug endete am Freitagabend mit einem 5:3-Sieg für die Langnauer. Die Begegnung zeichnete sich durch zahlreiche Führungswechsel, Strafen auf Seiten der Gäste und ein drittes Drittel, in dem die Tigers die Kontrolle übernahmen, aus.
Enge Anfangsphase und frühe Zug-Führung
Das erste Drittel begann vorsichtig, beide Mannschaften suchten erst ihre Form. Nach rund 13 Minuten waren lediglich drei Torabschlüsse zu verzeichnen. Zug agierte in dieser Phase häufiger mit dem Puck und kam so zu seiner ersten echten Chance: Nach einem Scheibengewinn in der neutralen Zone zog Egli zwischen den Bullykreisen ab und traf in der 14. Minute über den Schoner von Boltshauser.
Nur kurz darauf legten die Gäste nach: Ein mustergültiger Pass von Senteler fand Hofmann am linken Pfosten, der zum 0:2 einschob. Damit endete das erste Drittel mit einer Zuger Führung.
Langnau kämpft sich zurück
Im zweiten Drittel erhöhten die Tigers die Schlagzahl. In der 23. Minute verkürzte Petrini auf 1:2, bevor Flavio Schmutz in der 30. Minute für den Ausgleich sorgte. Die Partie blieb hektisch: Nach einem Abpraller stand Kovar erneut goldrichtig und brachte den EV Zug wieder in Führung. Nur eine Minute später glich Bachofner jedoch erneut für Langnau aus.
Die Zuger brachten sich durch zwei aufeinanderfolgende Strafen zusätzlich in Bedrängnis. In Überzahl nutzten die Tigers ihre Chance und gingen erstmals in Führung, als Allenspach nach einem Durcheinander vor dem Zuger Tor zum 4:3 traf. Mit diesem Zwischenstand gingen beide Teams in die zweite Pause.
Dritter Abschnitt: Tigers übernehmen das Spiel
Im Schlussdrittel dominierte Langnau zunehmend die Partie. Die Zuger leisteten sich wiederholt Fehler und konnten nicht mehr die nötige Defensive stabilisieren. In der 53. Minute sass Mäenalanen wegen einer Strafzeit auf der Bank, in dieser Phase prüften die Gastgeber mehrfach Boltshauser – unter anderem traf Tatar den Pfosten.
Kaum war Mäenalanen wieder auf dem Eis, erzielte Langnau erneut. Nach einem Gewühl vor dem Tor lenkte Bengtsson die Scheibe ins Netz und erhöhte so auf 5:3, womit die Entscheidung zugunsten der Tigers fiel. Die Zuger Offensivbemühungen in der Schlussphase blieben ohne Wirkung.
Schlüsselereignisse der Partie
- Frühe 0:2-Führung durch Egli und Hofmann für den EV Zug.
- Wendepunkt im zweiten Drittel: Drei Tore innerhalb kurzer Zeit und zwei Strafen gegen Zug.
- Entscheidung im dritten Drittel: Langnau nutzte die Überlegenheit und sorgte mit dem 5:3 für die Vorentscheidung.
Spielstand und Torschützen
| Zeit | Torschütze | Torschütze Team | Spielstand |
|---|---|---|---|
| 14' | Egli | EV Zug | 0:1 |
| 16' | Hofmann | EV Zug | 0:2 |
| 23' | Petrini | SCL Tigers | 1:2 |
| 30' | F. Schmutz | SCL Tigers | 2:2 |
| 31' | Kovar | EV Zug | 2:3 |
| 32' | Bachofner | SCL Tigers | 3:3 |
| —' | Allenspach | SCL Tigers | 4:3 |
| 53' | Bengtsson | SCL Tigers | 5:3 |
Ausblick für den EV Zug
Für den EV Zug bedeutet diese Auswärtsniederlage nicht nur verlorene Punkte, sondern auch Anlass, die Disziplin und Fehleranfälligkeit in kritischen Phasen zu analysieren. Die wiederholten Strafen und das Auftreten in Unterzahl spielten den Tigers in die Hände. Zuger Fans werden in den kommenden Partien erwarten, dass das Team die Defensivarbeit stabilisiert und Strafen reduziert.
Langnau zeigte eine kollektive Reaktion auf den Rückstand und profitierte von präzisen Abschlüssen in entscheidenden Momenten. Der Heimsieg dürfte den Tigers Auftrieb geben, während Zug die Balance zwischen Offensive und Defensive wiederfinden muss, wenn die Mannschaft in der Tabelle Boden gutmachen will.
Die Partie bot viele Wendungen und verdeutlichte, wie schnell sich Begegnungen in der National League drehen können. Für den EV Zug steht nun eine Phase mit gezielter Auswertung und Anpassungen an, um die Form zurückzugewinnen.