Das Universitäts‑Brustzentrum Freiburg öffnet am Mittwoch, 7. Oktober, erstmals seine neuen Räume für die Öffentlichkeit. Von 16 bis 19 Uhr können Interessierte das Team kennenlernen, sich über Untersuchungs‑ und Behandlungsmöglichkeiten informieren und persönliche Fragen stellen. Der Tag beginnt mit der offiziellen Einweihung um 16 Uhr.
Engere Verzahnung von MVZ und universitärem Angebot
Mit der Neustrukturierung rücken die ambulante Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) und die universitäre Medizin enger zusammen. Ziel ist, die Diagnostik, Therapie und Nachsorge besser zu koordinieren, sodass Patientinnen weniger zwischen verschiedenen Anlaufstellen wechseln müssen. Beteiligte Fachrichtungen sind Gynäkologie, Radiologie, die Hochschulambulanz sowie das MVZ.
In gemeinsamen Tumor‑ und Gendiagnostikboards beraten die Fachärztinnen und Fachärzte über das weitere Vorgehen. Diese interdisziplinäre Fallbesprechung soll Entscheidungen beschleunigen und individuelle Therapiekonzepte nachvollziehbarer machen.
Medizinisches Angebot
Das neue Zentrum bietet nach Angaben des Universitätsklinikums ein breites diagnostisches und therapeutisches Spektrum. Dazu gehören unter anderem:
- Ultraschalluntersuchungen
- Mammografie mit Tomosynthese
- MRT der Brust
- Kontrastmittel‑Mammografie
- Gezielte Gewebeproben (Biopsien)
- Rekonstruktive Brustchirurgie
- Psychoonkologische Begleitung und soziale Beratung
| Leistung | Zweck |
|---|---|
| Tomosynthese | Verbesserte Darstellung bei dichter Brust |
| MRT | Komplementäre Abklärung unklarer Befunde |
| Gezielte Biopsien | Histologische Sicherung bei Verdacht |
Historie und zusätzliche Zertifizierungen
Das Freiburger Brustzentrum besteht laut Universitätsklinikum bereits seit 2003. Es wurde damals als erstes entsprechend zertifiziertes Brustzentrum an einer deutschen Universitätsklinik etabliert. Zusätzlich erhielt das Freiburger Zentrum 2024 die Zertifizierung als Zentrum für familiären Brust‑ und Eierstockkrebs. Diese Auszeichnung weist auf spezielle Angebote zur genetischen Abklärung und Beratung von Betroffenen und deren Familien hin.
Was Patientinnen erwartet
Mit der Neuorganisation sollen Wege für Patientinnen kürzer und die Abläufe transparenter werden. Die Bündelung von Ambulanzen und universitären Fachbereichen ermöglicht raschere interdisziplinäre Abklärungen. Insbesondere Frauen mit komplexen oder genetisch bedingten Fragestellungen sollen von den erweiterten Angeboten profitieren.
Am Tag der offenen Tür sind neben Informationsgesprächen wahrscheinlich auch Führungen durch die neuen Räume der Klinik für Frauenheilkunde geplant. Das Zentrum weist ausdrücklich auf die Möglichkeit hin, sich direkt vor Ort über Untersuchungstechniken und Nachsorgeangebote zu informieren.
Regionale Bedeutung
Für den Kanton Freiburg und die angrenzende Region bedeutet die Verstärkung des universitären Brustangebots eine erhebliche Aufwertung der Versorgung. Die engere Zusammenarbeit zwischen ambulantem MVZ und universitärer Medizin kann helfen, Wartezeiten zu reduzieren und die Qualität der Therapieplanung zu erhöhen. Gleichzeitig bleibt die Nähe zu spezialisierten Angeboten — etwa psychoonkologischer Begleitung und sozialer Beratung — ein entscheidender Aspekt in der ganzheitlichen Versorgung von Patientinnen.
Details zum genauen Programm des Einweihungs‑ und Informationstages veröffentlichte das Universitätsklinikum. Interessierte werden am 7. Oktober zwischen 16 und 19 Uhr empfangen.