Engagierter Auftritt reicht nicht gegen höherklassigen Gegner
Der EHC Olten hat sein Testspiel gegen den SC Bern am Dienstagabend im Stadion Kleinholz mit 1:3 verloren. Trotz eines beherzten Starts und gutem Unterzahlspiel konnten die Dreitannen-Städter das Resultat gegen den höherklassigen Gegner nicht drehen.
Spielverlauf und Tore
Olten begann gegen den Vertreter aus der National League engagiert und kam früh zu Chancen durch Fadri Riatsch und Stan Horansky. Die Berner brauchten etwas Anlaufzeit, erhöhten aber insbesondere im Mitteldrittel den Druck und nutzten ihre individuellen Qualitäten.
| Minute | Torschütze | Team |
|---|---|---|
| 9' | Joel Grossniklaus | SC Bern |
| 28' | Rodrigo Abols | SC Bern |
| 31' | Ronalds Naglis | SC Bern |
| 38' | Dominic Weder | EHC Olten |
Das erste Tor fiel in der neunten Minute durch Joel Grossniklaus. Olten reagierte, verlor aber kurz darauf durch eine Strafe gegen Jamie Villard eine Chance auf den Ausgleich. Im zweiten Drittel zeigten die Berner ihre Klasse: Rodrigo Abols (28.) sowie Ronalds Naglis (31.) bauten die Führung aus. Für Olten traf Dominic Weder noch vor der zweiten Pause (38.), doch im Schlussdrittel fielen keine weiteren Tore.
Positives aus Oltner Sicht
- Boxplay: Olten agierte viermal in Unterzahl und liess kein Gegentor zu – ein klares Zeichen für taktische Disziplin.
- Torhüterleistung: Ersatzgoalie Brodecky zeigte bei seinem ersten Einsatz im Oltner Tor starke Paraden und verhinderte einen deutlich höheren Rückstand.
- Engagement: Die Mannschaft hielt trotz des Klassenunterschieds über weite Strecken gut dagegen und zeigte in einzelnen Phasen ansprechendes Kombinationsspiel.
Personalien und Ausblick
Beim EHCO fehlten im Vergleich zum Auftaktspiel in Winterthur die beiden Stürmer Patrick Obrist (leicht angeschlagen) und Guillaume Kaser. Kaser ist vorübergehend beim Stammclub in Biel im Einsatz, was die Oltner Offensivoptionen einschränkte. Headcoach Christian Wohlwend stellte sein Team auch im Test gegen Bern erkennbar taktisch ein, setzte auf kompaktes Defensivverhalten und schnelles Umschaltspiel.
Der SC Bern nutzt die Testspiele zum Feinabstimmen unter dem neuen Trainer Serge Aubin und zeigte bereits im ersten Aufeinandertreffen gegen Olten, weshalb er als Favorit galt. Für Olten sind solche Spiele wertvoll, um die Vorbereitung gegen höherklassige Gegner zu messen und individuelle sowie taktische Lernfelder zu identifizieren.
Konsequenzen für die Saisonvorbereitung
Sportlich bringt die Partie den Oltnern folgenden Nutzen:
- Bestätigung des laufenden Boxplay-Trainings: Die Mannschaft besteht mehrere Unterzahlphasen ohne Gegentor.
- Klärung in der Torhüterfrage für Backup-Einsätze: Brodecky lieferte einen positiven Eindruck.
- Erkenntnisse für die Offensive: Fehlende Optionen durch angeschlagene oder abwesende Stürmer müssen kompensiert werden.
In den nächsten Vorbereitungsspielen wird sich zeigen müssen, ob Olten die gezeigten positiven Aspekte verfestigen und die Chancenverwertung verbessern kann. Für die Fans bleibt das Kleinholz ein Ort, an dem die Mannschaft Prüfsteine gegen starke Gegner absolvieren kann – auch wenn das Resultat gegen Bern letztlich klar ausfiel.