Die Museumsnacht in St. Gallen erreicht dieses Jahr einen runden Anlass: Die 20. Ausgabe des städtischen Kulturereignisses steht unter dem Gastland-Motto «Viva o Brasil!». Das Kulturmuseum St. Gallen öffnet am Samstag, 12. September 2026, seine Türen im Lagerhaus und offeriert zwischen 18 und 24 Uhr ein thematisch breit gefächertes Programm.
Ein Abend mit brasilianischem Schwerpunkt
Im Zentrum des Abends steht die brasilianische Kultur: Besucherinnen und Besucher können sich im Innenhof auf Streetfood ausrichten, während das Swiss Center for Capoeira Vorführungen zeigt. Capoeira verbindet Elemente von Kampfkunst, Akrobatik und Tanz und ist als Szeneprogramm Teil des internationalen Schwerpunkts der Museumsnacht.
Zum Entspannen und Mitmachen lädt ein spezieller Karaoke-Raum, in dem Samba-Musik zum Mitsingen angeboten wird. Damit kombiniert das Museum öffentliche Darbietung mit interaktiven Angeboten und schafft eine Mischung aus Zuschauen und Aktivsein.
Licht als Ausstellungsthema und Familienprogramm
Das Restaurierungsatelier des Museums widmet sich dem Thema Licht und Strahlen: Mit Hilfe von Lichtquellen werden Kunstwerke analysiert, zugleich wird Licht als mögliche Ursache für Schäden thematisiert. Diese Verbindung von wissenschaftlicher Restaurationsarbeit und Ausstellungserlebnis erklärt konservatorische Praxis einem breiteren Publikum.
Für Kinder und Familien ist ein figuratives Angebot vorgesehen: Ein Museumsgespenst und ein «verrückter Professor» suchen gemeinsam nach dem strahlenden Schatz — ein spielerischer Zugang zu den Ausstellungsthemen, der junge Besucherinnen und Besucher einbindet.
Programmüberblick
- Datum: Samstag, 12. September 2026
- Zeit: 18.00–24.00 Uhr
- Ort: Kulturmuseum St. Gallen (Lagerhaus)
- Schwerpunkte: «Viva o Brasil!», Streetfood, Capoeira-Vorführungen, Karaoke, Restaurierungsatelier (Licht und Strahlen), Familienprogramm
| Programmpunkt | Hinweis |
|---|---|
| Streetfood im Innenhof | Offenes Angebot für Besucherinnen und Besucher |
| Vorführungen des Swiss Center for Capoeira | Kampfkunst, Akrobatik und Tanz |
| Karaoke-Raum | Samba-Musik zum Mitsingen |
| Restaurierungsatelier | Analyse von Kunstwerken mit Lichtquellen; Licht als Schadensfaktor |
| Familienprogramm | Museumsgespenst mit dem verrückten Professor sucht den strahlenden Schatz |
Das Kulturmuseum nutzt die Museumsnacht, um neben Unterhaltung auch Vermittlungsarbeit zu leisten: Indem konservatorische Methoden wie die Lichtanalyse öffentlich gezeigt werden, entsteht Transparenz über die Arbeitsfelder des Hauses. Gleichzeitig eröffnet das brasilianische Thema neue kulturelle Perspektiven und bringt international geprägte Künste in die regionale Museumsszene.
Bedeutung für die Region
Die Museumsnacht gehört seit Jahren zum kulturellen Kalender der Stadt und zieht ein breites Publikum an. Als jährliche Veranstaltung stärkt sie die Vernetzung zwischen Museen, Kulturinstitutionen und dem Publikum in der Ostschweiz. Die Auswahl eines Gastlandes in Kombination mit partizipativen Formaten — etwa Karaoke oder Mitmachangebote für Kinder — zielt darauf ab, neue Besuchergruppen anzusprechen und bestehende zu binden.
Für Besucherinnen und Besucher aus der Region bietet die Veranstaltung eine Möglichkeit, das Kulturmuseum ausserhalb regulärer Öffnungszeiten und in einem anderen, festivalartigen Kontext zu erleben. Lokale Gastronomie, Kulturvereine und ehrenamtliche Akteure profitieren von erhöhter Publikumsfrequenz und Aufmerksamkeit.
Konkrete Informationen zu Eintritten, Ticketverkauf oder weiteren Programmpunkten gibt das Kulturmuseum auf seinen offiziellen Kanälen bekannt. Interessierte sollten die Ankündigungen des Hauses konsultieren, um Details zu Preisen, Erreichbarkeit und gegebenenfalls zeitlich beschränkten Beiträgen zu erfahren.
Die Museumsnacht 2026 präsentiert sich damit als Mischung aus Fest, Vermittlung und Jubiläum — und richtet mit dem Motto «Viva o Brasil!» einen internationalen Akzent in die regionale Kulturlandschaft der Stadt St. Gallen.