Lionel Messi hat seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft erklärt. In einer Instagram‑Botschaft, die er nach eigenen Angaben kurz nach dem verlorenen WM‑Final gegen Spanien verfasst hatte, teilte der 39‑jährige Superstar mit, dass er «nichts mehr zu geben» habe und es Zeit sei, einen Schlussstrich zu ziehen.
Ende einer Ära
Messi debütierte 2005 für die Albiceleste und prägte die Mannschaft über 21 Jahre. Er verlässt das Nationalteam als Rekordspieler und Rekordtorschütze seines Landes. Während seiner Amtszeit errang Argentinien unter seiner Führung mehrere grosse Erfolge, unter anderem den Gewinn der Weltmeisterschaft 2022 sowie der Copa America 2021 und 2024.
Bei der WM 2026 führte Messi Argentinien erneut bis ins Finale; wie bereits 2014 stand die Mannschaft am Ende knapp ausserhalb des Titels. Den Abschiedstext, wie Messi schreibt, verfasste er zwei Tage nach der Finalniederlage gegen Spanien.
«Es war eine Entscheidung, die mir in der Seele wehgetan hat und immer noch wehtut, aber ich glaube, dass es an der Zeit ist.»
Zahlen einer einzigartigen Karriere
Die sportlichen Kennzahlen unterstreichen die Bedeutung Messis für Argentinien:
- 207 Länderspiele
- 125 Tore
- 68 Assists
Diese Werte machen ihn sowohl zum meistgespielten als auch zum erfolgreichsten Torschützen der Nationalmannschaft. Seine Laufbahn ist geprägt von Bestleistungen, grossen Turniererfolgen und emotionalen Momenten, die er mit seinem Heimatland teilte.
| Jahr | Erfolg |
|---|---|
| 2022 | Weltmeisterschaft |
| 2021 | Copa America |
| 2024 | Copa America |
| 2014, 2026 | WM‑Finalteilnahmen |
Persönliche Gründe und Ausblick
In seinem Schreiben nennt Messi neben der sportlichen Begründung auch persönliche Umstände. Er erwähnt die Trauer um seinen Vater, der Anfang August gestorben ist, und betont, dass ihn dieser Verlust in seiner Entscheidung bestärkte. Gleichzeitig verweist er auf eine neue Generation von Spielern, die seiner Meinung nach Chancen verdient habe.
Er dankt den Fans für die Zuneigung, seiner Familie, den Trainern, dem Staff und den Mitspielern. Zugleich versichert er, die Nationalmannschaft in guten wie in schlechten Zeiten weiter zu unterstützen.
Folgen für Argentinien und den Weltfussball
Der Abschied Messis bedeutet für den argentinischen Fussball einen markanten Einschnitt. Sportlich steht ein Umbruch bevor: Der Teamaufbau muss sich von der Figur eines langjährigen Leader lösen und neue Bezugspunkte finden. Nationaltrainer und Verband stehen vor der Aufgabe, die Nachfolge zu gestalten und die Balance zwischen Erfahrung und den von Messi erwähnten jungen Talenten zu finden.
International hinterlässt Messis Rücktritt ebenfalls Spuren. Er war über Jahre eine Identifikationsfigur im Weltfussball, deren Präsenz Turniere und Klubwettkämpfe prägte. Ohne ihn wird sich das Bild bei grossen Anlässen verändern — sowohl spielerisch als auch medial.
Ob Messi seine internationale Laufbahn vollständig beendet oder künftig in anderer Form für Argentinien präsent bleibt, liess er offen; er schrieb lediglich, er werde die Nationalmannschaft «in guten wie in schlechten Zeiten immer unterstützen». Die Zeit seit dem Verlust seines Vaters nennt er als verstärkenden Faktor für den nun getroffenen Entschluss.
Der Rücktritt schliesst ein Kapitel, das über zwei Jahrzehnte spannt: eine Karriere mit Höchstleistungen, Rekorden und prägenden Momenten. Für Argentinien beginnt nun eine neue Phase ohne den wohl sichtbarsten Fussballer seiner Generation.