Der SC Kriens ist in der ersten Runde des Schweizer Cups bereits gescheitert. Die Mannen aus der Zentralschweiz unterlagen beim Promotion-League-Vertreter SC Cham vor 1'430 Zuschauenden im Eizmoos mit 0:2. Die Gastgeber zeigten von Beginn weg mehr Entschlossenheit und setzten die Krienser in der Defensive kontinuierlich unter Druck. Trotz des frühen Rückstands und des Ausscheidens avancierte Ersatzgoalie Patrick Zajac zum auffälligsten Spieler der Gäste.
Cham dominierte, Kriens fand nie richtig ins Spiel
Auf dem Papier galt der Challenge-League-Aufsteiger als Favorit, auf dem Platz übernahm jedoch Cham das Kommando. Die Zuger präsentierten sich aggressiv und zielstrebig, während Kriens in den direkten Duellen häufig den Kürzeren zog und offensiv kaum Akzente setzte. Bereits in der Anfangsphase setzte Florian Kamberi mit einem Lattenschuss ein erstes Ausrufezeichen (5.).
In der 13. Minute fiel das erste Tor nach einer Standardsituation: Schiedsrichter Müller entschied auf Handspiel im Krienser Strafraum, Kamberi verwertete den fälligen Penalty zur Führung für Cham. Die Gastgeber blieben das aktivere Team; ein späteres Tor von Matteo Pasquarelli wurde wegen Handspiels aberkannt, bevor der zweite Treffer doch noch fiel. Nach einem präzisen Freistoss von Yannick Pauli stieg Laurin Vögele am zweiten Pfosten am höchsten und köpfte den Ball via Lattenunterkante zum 2:0 ins Netz (34.).
«Kriens findet nie richtig ins Spiel»
Verbesserung nach der Pause, aber zu spät
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Kriens deutlich verbessert. Die Gäste traten entschlossener auf und erspielten sich mehrere Chancen. Vor allem Yuro Bohon Diet und Célien Wicht kamen zu Gelegenheiten und hatten den Anschlusstreffer mehrfach auf dem Fuss. Die beste Möglichkeit vergab Bohon Diet nach einem schnellen Angriff, als ein Chamer Verteidiger noch eingreifen konnte.
Trotz verstärktem Druck blieb der Anschlusstreffer aus. Cham verteidigte clever und liess nur wenige klare Chancen zu. Zajac verhinderte mit mehreren starken Paraden einen höheren Rückstand und hielt die Krienser damit bis zum Schluss im Spiel.
Folgen für Kriens
Das frühe Ausscheiden aus dem Cup trifft den SC Kriens sportlich und finanziell: Das Team verpasst die Chance auf zusätzliche Spiele, mögliche Einnahmen an eigenen Heimspielen und mediale Aufmerksamkeit, die ein längerer Cuplauf mit sich gebracht hätte. Für die Mannschaft ist die Partie aber auch ein wichtiger Gradmesser zu Saisonbeginn. Die Leistung in Cham macht deutlich, wo sich Kriens verbessern muss: mehr Durchsetzung im Mittelfeld, konsequentere Zweikampfverhalten und klarere Offensivaktionen.
- Datum/Austragungsort: Eizmoos, Cham
- Zuschauer: 1'430
- Endstand: SC Cham – SC Kriens 2:0
- Torschützen: Florian Kamberi (13', Penalty), Laurin Vögele (34')
- Hinzu: Ersatzkeeper Patrick Zajac mit mehreren wichtigen Paraden
| Minute | Ereignis |
|---|---|
| 5' | Lattenschuss Florian Kamberi |
| 13' | Penalty Kamberi 1:0 |
| 34' | Laurin Vögele Kopfball 2:0 |
Für Kriens beginnt nun die kurzfristige Analyse. Trainerstab und Mannschaft werden die Schwächen der ersten Halbzeit aufarbeiten und die Lehren aus dem Match ziehen. Aus touristischer Sicht bleibt Cham der Tagessieger: Eine gut geführte Heimmannschaft, die die Lokalbevölkerung im Eizmoos mobilisieren konnte und mit dem Weiterkommen ein positives Signal setzt.
Der SC Kriens muss sich nun im Meisterschaftsbetrieb neu fokussieren. Das Cup-Aus ist ein Rückschlag, zugleich aber auch eine Gelegenheit für junge Spieler, vermehrt Verantwortung zu übernehmen und die Mannschaft in der Meisterschaft zu stabilisieren. Für die Fans in Kriens bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft die richtigen Schlüsse zieht und die Formkurve rasch wieder nach oben zeigt.