Die FDP Nidwalden hat an ihrer Parteiversammlung vom 24. August in Stans das Parteiprogramm 2026–2030 verabschiedet und die Führung bestätigt. Mit 65 stimmberechtigten Mitgliedern sei die Versammlung auf grosses Interesse gestossen, teilte die Partei mit. Die Debatte drehte sich vor allem um die Frage, wie Regulierungen auf Betriebsebene wirken und welche Schwerpunkte die Partei in den kommenden vier Jahren setzen will.
Regulierungserfahrungen aus der Wirtschaft
Gastgeber der Versammlung war die Firma Flury Innen & Aussen AG. Firmeninhaber Stefan Flury gab einen Einblick in seinen Betriebsalltag und schilderte, wie neue Vorschriften Zeit, Personal und finanzielle Mittel beanspruchen. Diese Ressourcen würden für Kunden, Innovation und Ausbildung fehlen, so sein Befund. In der Mitteilung zitiert die Partei Flury mit der Forderung, jede neue Vorgabe müsse notwendig, verständlich und umsetzbar sein.
«Regulierung bleibt für einen Betrieb nie abstrakt. Sie verursacht Aufwand und verteuert unsere Leistungen. Jede neue Vorgabe muss deshalb notwendig, verständlich und umsetzbar sein.»
Die Ausführungen des Gastgebers dienten als konkretes Beispiel, warum die FDP ihre Positionen zu Wirtschaftsförderung und Regulierungsdichte betont. Die Parteiversammlung nahm diese Erfahrungen in die Diskussion über die künftigen politischen Prioritäten auf.
Inhalte des neuen Programms
Das verabschiedete Programm bildet laut FDP die politische Grundlage für die kommenden vier Jahre. Im Zentrum stehen demnach Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Stärke. Die Partei spricht sich für einen schlanken, bürgernahen Staat, solide Staatsfinanzen sowie attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen aus. Weitere Schwerpunkte sind Bildung, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und eine leistungsfähige digitale Verwaltung.
Die Partei betont die Verbindung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und langfristiger Verantwortung: Staatliche Leistungen sollen wirksam, finanzierbar und verständlich bleiben. Parteipräsident Daniel Rogenmoser bezeichnete das Programm als «klaren Kompass» für die kommenden Jahre und hob die Bedeutung von Eigenverantwortung, Unternehmertum und soliden Finanzen hervor.
«Unser Programm schafft einen klaren Kompass für die kommenden Jahre. Wir stärken Eigenverantwortung, Unternehmertum und solide Finanzen. Nidwalden soll auch für die nächste Generation attraktiv bleiben.» — Daniel Rogenmoser
Personalien: Vorstand bestätigt und erweitert
Die Versammlung bestätigte den bisherigen Vorstand mehrheitlich. Daniel Rogenmoser wurde einstimmig als Parteipräsident bestätigt. Auch Silvia Rosset wurde als Vizepräsidentin einstimmig wiedergewählt. Neu in den Vorstand wurde Sandra Lüthi gewählt; die 1983 geborene Buochserin war früher Polizistin.
| Funktion | Name |
|---|---|
| Parteipräsident | Daniel Rogenmoser |
| Vizepräsidentin | Silvia Rosset |
| Neues Vorstandsmitglied | Sandra Lüthi |
Die Wahl von Sandra Lüthi ergänzt den Vorstand um eine Person mit Erfahrung im öffentlichen Dienst. Die Beschlüsse zur Personalpolitik fielen nach Angaben der Partei ohne Gegenstimmen, bei der Programmannahme gab es eine Enthaltung.
Auswirkungen und Ausblick
Das neue Programm legt die inhaltliche Marschrichtung der FDP Nidwalden fest. Mit dem Schwerpunkt auf schlanker Verwaltung und wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen positioniert sich die Partei bewusst im liberalen Spektrum der kantonalen Politik. Die Betonung auf Bildung, Infrastruktur und digitale Verwaltung weist zudem auf die kommunal relevanten Themen hin, die sich direkt auf Gemeinden und Unternehmen im Kanton auswirken dürften.
- Programmzeitraum: 2026–2030
- Kernthemen: Freiheit, Eigenverantwortung, wirtschaftliche Stärke
- Personalentscheidungen: Präsident bestätigt; Vorstandsmitglied neu
Für die praktische Umsetzung wird es darauf ankommen, wie die FDP ihre Anliegen in kantonalen Vorstössen, parlamentarischen Initiativen und in der Zusammenarbeit mit anderen Parteien verankert. Konkrete Gesetzes- oder Vorlagenvorschläge nannte die Partei in der Mitteilung nicht; das Programm soll vielmehr als Leitlinie für die nächsten vier Jahre dienen.
Die Versammlung in Stans unterstrich die Nähe der Partei zur Wirtschaft vor Ort und die Prioritätensetzung, die in den kommenden Jahren das politische Handeln der FDP Nidwalden prägen wird. Beobachter werden insbesondere verfolgen, mit welchen konkreten Vorstössen die Partei die formulierten Ziele in die kantonale Politik einbringen wird.