Munotstädter überstehen Nervenprobe in Rorschach
Bei heissen Temperaturen und auf einem trockenen, schwer zu bespielenden Platz setzte sich der FC Schaffhausen im Schweizer Cup in Rorschach gegen den Gastgeber FC Rorschach-Goldach mit 4:2 durch und löst damit das Ticket für die zweite Cuprunde. Die Munotstädter zeigten eine Partie mit Tempo- und Rhythmuswechseln, gaben eine 2:0-Führung aus der Hand, bewiesen aber in der Schlussphase die nötige Ruhe und Durchschlagskraft.
Viele mitgereiste Schaffhauser Fans begleiteten das Team nach Rorschach; die sogenannte Bierkurve reiste gar mit dem Schiff an. Trotz der äusseren Bedingungen gelang es beiden Teams, das Spiel lange offen zu halten. Der FCS trat mit kleinen Veränderungen in der Startaufstellung an, wie Trainer David Sesa bekanntgab, auch um Kräfte für die kommenden Pflichtspiele zu sparen.
Verlauf: Frühe Führung, Ausgleich und späte Entscheidung
Beide Mannschaften begannen verhalten. Erste Signale setzte der Gastgeber nach rund zehn Minuten, der Abschluss landete aber nur im Aussennetz. Schaffhausen blieb geduldig: Nach etwa 15 Minuten vergab Noël Wetz noch, wenig später war es dann Mats Hanke, der nach einer schönen Vorarbeit von David Kralovec das 0:1 erzielte.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Schaffhausen per Kopf: David Kralovec nickte nach einem Eckball von Mats Hanke zum 0:2 ein und schickte die Munotstädter mit einer beruhigenden Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Schaffhausen zunächst das Spieldiktat. Mehrfach lancierte das Team Angriffe über Odutayo, die Abschlüsse blieben jedoch zu harmlos, um die Partie frühzeitig zu entscheiden. Der Anschlusstreffer der Gastgeber gelang durch einen Abschluss von Potokar, der Schaffhausens Torhüter Gianni De Nitti bezwang. Rund eine Stunde nach Spielbeginn verpasste Mats Hanke eine weitere Chance nur knapp.
In der 84. Minute sorgte Manso für den viel umjubelten Ausgleich und liess die Stimmung auf den Rängen eskalieren. Die Partie drohte zu kippen, doch in der Schlussphase behielt Schaffhausen die Übersicht und erzielte schliesslich zwei späte Treffer, die den 4:2-Endstand herstellten und das Weiterkommen sicherten.
Bedeutung für den FCS
Der Sieg bringt dem FC Schaffhausen nicht nur den Einzug in die zweite Cuprunde, sondern auch Selbstvertrauen vor der anstehenden Pflichtspielwoche. Trainer David Sesa hatte die Aufstellung mit Blick auf das Auswärtsspiel am Mittwoch in Genf sowie das Heimspiel gegen AC Bellinzona am nächsten Samstag modifiziert. Trotz der Belastung zeigte das Team in der Schlussphase mentale Stärke.
Schlüsselspieler und Szenen
- David Kralovec: Vorbereiter und Torschütze mit dem Kopf zum 0:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.
- Mats Hanke: Initiant der ersten Führung und mehrfach in Abschlusspositionen gefährlich.
- Manso: Schaffte in der 84. Minute den Ausgleich für Rorschach-Goldach.
- Gianni De Nitti: Torhüter des FCS, überwunden beim Anschlusstreffer durch Potokar.
| Spiel | Resultat | Bemerkung |
|---|---|---|
| FC Rorschach-Goldach – FC Schaffhausen | 2:4 | Schaffhausen zieht in die 2. Cuprunde ein |
Für die Munotstädter sind solche Spiele eine Bewährungsprobe in der Kaderstärke und im Charakter. Cuppartien gegen unterklassige Teams verlangen oft Anpassungsfähigkeit an ungewohnte Platzverhältnisse und schwankende Rhythmen. Genau dort zeigte Schaffhausen seine Klasse: nach einem Rückschlag die Nerven zu behalten und das Spiel in den entscheidenden Momenten zu bestimmen.
Der FCS kann nun mit dem positiven Momentum aus Rorschach in die kommende Woche gehen, während Rorschach-Goldach den Anhang und die kämpferische Leistung als Basis für die nächsten Herausforderungen nutzen kann. Für die neutralen Zuschauer bot der Cupabend eine Mischung aus Spannung, schnellen Wendungen und emotionalen Momenten – typisch für den Schweizer Cup.
Aus Schaffhauser Sicht bleibt die Erkenntnis, dass der Klub trotz Favoritenrolle nicht alles souverän durchspielen konnte, aber über die Erfahrung und die Klasse verfügt, um solche Spiele zu entscheiden. Die nächsten Aufgaben in der Meisterschaft und im Cup werden zeigen, ob sich die Form stabilisiert.