Der FC Schaffhausen steht in der zweiten Runde des Schweizer Cups. Auf der Sportanlage Kellen in Tübach gewann die Mannschaft von Trainer David Sesa am Samstag gegen den FC Rorschach-Goldach mit 4:2 und löste damit die Pflichtaufgabe trotz einer kurzzeitigen Schwächephase.
Spieleinordnung und Rahmenbedingungen
Bei hohen Temperaturen und auf einem trockenen, schwer bespielbaren Rasen entwickelte sich eine Partie mit wechselnden Spielanteilen. Rund 500 Zuschauer verfolgten die Begegnung; zahlreiche angereiste FCS-Fans sorgten für Stimmung, die Bierkurve reiste sogar mit dem Schiff an.
Verlauf: Frühe Führung, Ausgleich und späte Entscheidung
Schaffhausen begann zurückhaltend, ohne jedoch die Initiative aus der Hand zu geben. In der 17. Minute erzielte Mats Hanke das 1:0, nachdem er eine gute Kombination mit David Kralovec abschloss. Kurz vor der Pause erhöhte Schaffhausen per Kopf zum 2:0: Kralovec setzte einen Eckball von Hanke gekonnt um.
Nach dem Seitenwechsel verpasste der FCS, die Partie in ruhigere Bahnen zu lenken. Rorschach-Goldach nutzte die Unkonzentriertheiten: Zuerst traf Potokar zum 1:2-Anschluss, später gelang Manso in der 84. Minute der Ausgleich zum 2:2. Die Gäste hatten sich damit zurück ins Spiel gekämpft und die Begegnung lange offen gehalten.
Entscheidung in den letzten Minuten
Die Antwort des FC Schaffhausen kam spät, aber effektiv. In der 88. Minute brachte Carmine Chiappetta die Munotstädter erneut in Führung. In der Nachspielzeit stellte Nenad Pejic mit dem 4:2 den Endstand her und sorgte damit für Erleichterung beim Team und den mitgereisten Fans.
Taktische Einordnung und Personal
Trainer David Sesa hatte die Startformation auf mehreren Positionen verändert, mit Blick auf die anstehenden Aufgaben in der Promotion League. Die Änderungen zeigten zunächst Wirkung, die zweite Halbzeit offenbarte aber Böden, auf denen Rorschach-Goldach besser ins Spiel fand. Entscheidend war letztlich die Qualität in der Schlussphase, als die Offensivspieler der Schaffhauser die nötigen Tore erzielten.
| Zeit | Treffer | Spieler |
|---|---|---|
| 17' | 1:0 | Mats Hanke |
| 45+3' | 2:0 | David Kralovec (Kopfball) |
| — | 2:1 | Potokar |
| 84' | 2:2 | Manso |
| 88' | 3:2 | Carmine Chiappetta |
| 90+' | 4:2 | Nenad Pejic |
Blick nach vorne
Für den FC Schaffhausen geht es bereits am Mittwoch weiter: Die Mannschaft reist zum Cup-Auswärtsspiel beim FC Grand-Saconnex. Am kommenden Samstag steht in der FCS Arena ein Heimspiel gegen AC Bellinzona an. Die kurzen Abstände erfordern von der Mannschaft eine sorgfältige Belastungssteuerung und rotationsfreudige Aufstellungen.
Was der Sieg bedeutet
Sportlich stellt der Erfolg vor allem eine Bestätigung dafür dar, dass der FCS in engem Spielrhythmus bestehen kann. Der Cup-Erfolg bringt zwar keine direkte Punkte für die Meisterschaft, schafft aber Selbstvertrauen und ermöglicht weitere Pflichtspiele gegen starke Gegner. Für die Fans bleibt besonders die Art des Sieges haften: Aus einem möglichen Rückschlag entwickelte das Team die Kraft, die Partie spät zu entscheiden.
- Ergebnis: FC Schaffhausen – FC Rorschach-Goldach 4:2
- Ort: Sportanlage Kellen, Tübach
- Publikum: Rund 500 Zuschauer
Der FC Schaffhausen hat die Pflicht im Schweizer Cup erfüllt, die Art und Weise der Vorrunde zeigt aber auch Bereiche mit Optimierungspotenzial. Trainer und Team müssen nun die Balance zwischen Cup-Ehrgeiz und Liga-Planung finden, um in beiden Wettbewerben bestehen zu können.