Der EV Zug hat sich am Samstag beim Dolomitencup in Südtirol mit einem 2:0 gegen Eisbären Berlin für das Turnierfinal qualifiziert. In der fast ausverkauften Würtharena in Neumarkt entschieden Jacob Moverare (13.) und Chris Egli (59., Empty Net) die Partie zugunsten der Zentralschweizer. Torhüter Leonardo Genoni blieb ohne Gegentor.
Entscheidende Szenen und Schlüsselspieler
Das erste Tor fiel bereits im Startdrittel: In der 13. Minute nutzte Jacob Moverare eine Aktion vor dem gegnerischen Tor, um den Puck aus spitzem Winkel am Berliner Goalie Jack Lafontaine vorbeizuschieben. Zug kontrollierte die Partie über weite Strecken defensiv und liess nur wenige klare Möglichkeiten des Gegners zu. Erst in der Schlussphase erhöhten die Schweizer durch einen Empty-Netter von Chris Egli zum 2:0.
Besonders hervorstach Torhüter Leonardo Genoni, der die wenigen gefährlichen Versuche der Eisbären entschärfte und somit den Shutout sicherstellte. Die Defensive der Zuger wirkte organisiert und liess den deutschen Serienmeister selten zu zwingenden Abschlüssen kommen.
Stimmung, Anlass und Bedeutung
Die Würtharena war mit knapp 1'000 Zuschauern gefüllt, woraufhin das Spiel deutlich mehr als ein gewöhnliches Sommer-Testspiel ausstrahlte. Die Fans beider Lager zeigten sich lautstark, und die Anhänger der Schweizer Mannschaft präsentierten eine choreografierte Unterstützung. Insbesondere bei Begegnungen zwischen Clubs mit NHL-erfahrenen Spielern und etablierten europäischen Meistermannschaften gewinnt ein Vorbereitungsturnier an Bedeutung.
Ausblick für den EV Zug
Als Belohnung für den Sieg trifft der EV Zug im Final des Dolomitencups auf Kometa Brno. Das abschliessende Spiel am Sonntag bietet dem Team von Trainer Lauri Marjamäki die Gelegenheit, die Form vor dem Saisonstart weiter zu überprüfen und Spielrhythmus zu sammeln.
Weitere Tests in der Schweiz
Auch abseits des Dolomitencups gab es am Samstag Testspiele schweizerischer Klubs. Der HC Davos unterlag dem tschechischen Klub HC Rytiri Kladno mit 1:4. Die Bündner gingen zwar durch einen Treffer von Dominik Egli in Führung, gerieten danach jedoch in Rückstand, nachdem die Gäste das Tempo erhöhten.
Die Resultate der Vorbereitungsspiele geben einen ersten Eindruck vom Stand der Teams kurz vor Saisonbeginn: Während Zug eine positive Leistung zeigte und ins Finale vorstiess, bleibt bei Davos noch Handlungsbedarf, insbesondere in der Defensiv- und Chancenverwertung.
- Resultat Dolomitencup: Eisbären Berlin 0:2 EV Zug
- Torschützen EV Zug: Jacob Moverare (13.), Chris Egli (59., Empty Net)
- Shutout: Leonardo Genoni
- Attendance: rund 1'000 Zuschauer in der Würtharena, Neumarkt
| Wettkampf | Heim | Auswärts | Resultat |
|---|---|---|---|
| Dolomitencup (Halbfinal) | Eisbären Berlin | EV Zug | 0:2 |
| Testspiel | HC Rytiri Kladno | HC Davos | 4:1 |
Für den Wirtschafts- und Sportstandort Zug sind solche internationalen Auftritte wichtig: Der EV Zug präsentiert sich als konkurrenzfähiger Klub in Europa, was für Sponsoren, Medienaufmerksamkeit und die lokale Sportinfrastruktur relevant ist. Zug profitiert damit auch indirekt durch Sichtbarkeit und Netzwerkpflege im internationalen Eishockey.
Die Vorbereitungsspiele bieten Trainerstab und Spielergarde Gelegenheit, Form, Taktik und Personalien zu prüfen. Für die Fans bleibt die Erwartungshaltung hoch, besonders angesichts der bisherigen NHL-erfahrenen Kadermitglieder beim EVZ.
Am Sonntag wird sich zeigen, ob Zug im Final erneut die bessere Form abrufen kann und das Turnier für sich entscheidet. Für den Klub ist der Dolomitencup eine willkommene Standortbestimmung vor der National League-Saison.