Auf der A2 bei Mezzovico im Kanton Tessin sind am Samstagabend bei einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Wohnmobil sieben Personen verletzt worden. Die Tessiner Kantonspolizei meldete, dass der Lenker des Autos lebensgefährlich verletzt wurde. Wegen umfangreicher Rettungs- und Bergungsarbeiten staute sich der Rückreiseverkehr Richtung Norden zeitweise auf einer Länge von 21 Kilometern.
Unfallhergang
Laut Mitteilung der Kantonspolizei fuhr der 49-jährige Lenker des Personenwagens, ein in Aargau wohnhafter Kosovare, kurz nach 17.30 Uhr auf der A2 in Richtung Norden. Aus noch ungeklärten Gründen prallte sein Fahrzeug in das Heck eines vor ihm fahrenden Wohnmobils. Durch die Wucht des Aufpralls kam das Wohnmobil von der Fahrbahn ab und fuhr in eine Böschung neben dem Pannenstreifen.
Der 50-jährige Fahrer des Wohnmobils, ein spanischer Staatsangehöriger, zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Der Autolenker wurde lebensgefährlich verletzt. Weitere fünf Personen erlitten leichte Verletzungen; darunter befanden sich Frauen und Minderjährige. Alle sieben Verletzten wurden in verschiedene Spitäler gebracht.
Auswirkungen auf den Verkehr
Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste der betroffene Abschnitt der Autobahn in Richtung Norden teilweise gesperrt werden. Die Sperrung und die anschliessenden Aufräumarbeiten führten dazu, dass sich der Verkehr in Richtung Gotthard – zu Spitzenzeiten stark belastet durch Rückreiseverkehr am Samstag – zwischenzeitlich auf 21 Kilometern staute. Erst vor Mitternacht konnte der Abschnitt wieder vollständig freigegeben werden.
Der Touring Club Schweiz (TCS) wies darauf hin, dass auch nach der Wiederfreigabe der Autobahn mit erheblichen Zeitverlusten zu rechnen sei. Ein Sprecher der Kantonspolizei bestätigte auf Anfrage, dass die Strecke erst in der Nacht wieder komplett befahrbar war.
Betroffene Personen
| Person | Alter / Staatsangehörigkeit | Verletzungsgrad |
|---|---|---|
| Lenker Auto | 49 / Kosovare, Wohnsitz Aargau | lebensgefährlich |
| Lenker Wohnmobil | 50 / Spanier | mittelschwer |
| Weitere Insassen | 45-jährige Frau, 51-jährige Frau, zwei Minderjährige | leicht |
Die Polizei nannte keine weiteren persönlichen Angaben der Verletzten. Die genaue Anzahl der im Auto bzw. im Wohnmobil befindlichen Personen wurde in der Mitteilung zusammengefasst: Insgesamt sieben Verletzte.
Offene Fragen und Ermittlungen
Die Ursache der Auffahrkollision ist noch nicht geklärt. Die Tessiner Kantonspolizei untersucht den Unfallhergang. Solche Ermittlungen umfassen in der Regel Spurensicherung, Befragungen von Zeugen und Beteiligten sowie die Auswertung von Fahrzeugschäden und gegebenenfalls technischen Daten der Fahrzeuge. Die Polizei wird voraussichtlich in den kommenden Tagen weitere Details bekannt geben, sobald die Abklärungen abgeschlossen sind.
Praktische Hinweise für Verkehrsteilnehmende
Der Unfall zeigt einmal mehr, wie schnell sich auf der A2 im Bereich Gotthard und Tessin lange Staus bilden können, besonders an Wochenenden mit hohem Rückreiseaufkommen. Für Reisende gilt:
- Bei grossem Verkehrsaufkommen mehr Zeit einplanen.
- Auf Verkehrsinfos von TCS, Radio und offiziellen Stellen achten.
- Im Stau Abstand und Ruhe bewahren; Rettungsgassen bilden.
Die Kantonspolizei appelliert regelmässig an die Verkehrsteilnehmenden, die zulässige Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen und genug Abstand zu halten. Gerade auf Autobahnen kann Unachtsamkeit schwerwiegende Folgen haben.
Der Vorfall bei Mezzovico ist eine Erinnerung daran, dass Unfälle auf stark befahrenen Achsen nicht nur die direkt Beteiligten treffen, sondern auch hundertfachen Zeitverlust für andere Reisende verursachen können. Die Ermittlungen laufen.