In der historischen Festung Grauerort fand am Samstag der dritte Teamwork‑Day für Blaulicht‑Nachwuchs statt. Rund 400 Kinder und Jugendliche aus den Nachwuchsorganisationen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), DLRG und Deutschem Roten Kreuz nutzten das Gelände als Trainings‑ und Erlebnisfläche. Ziel der Veranstaltung war vor allem, das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen zu vermitteln.
Praxisnahe Stationen und interdisziplinäres Lernen
Etwa 60 Helferinnen und Helfer betreuten 17 Mitmachstationen, an denen die Teilnehmenden Grundlagen der Ersten Hilfe übten, den Umgang mit Feuerlöschern kennenlernten und den Einsatz einer Wärmebildkamera erleben konnten. Die DLRG vermittelte Baderegeln und Techniken der Wasserrettung, die Polizei bot einen Parcours zur Verkehrssicherheit an. Die Kreisfeuerwehr stellte zudem ihren Einsatzleitwagen II vor, eine mobile Kommandozentrale, die bei grösseren Einsätzen zur Koordination dient.
- Teilnehmende: ca. 400 Kinder und Jugendliche
- Betreuende Helferinnen und Helfer: rund 60
- Mitmachstationen: 17
Wasserrettung und Technik im Fokus
Bei sommerlichen Temperaturen bot die Veranstaltung auch Aktivitäten auf der Elbe an. Vom Abbenflether Strand aus fuhren Teilnehmende mit Rettungsbooten der DLRG hinaus ins Hauptfahrwasser. Für jene, die lieber festen Boden unter den Füssen behielten, stand der «Festungsblitz», eine kleine Eisenbahn, zur Erkundung des weitläufigen Geländes zur Verfügung. Technikinteressierte konnten sich insbesondere am Einsatzleitwagen II informieren, der als mobile Kommandozentrale Informationen bündelt und die Koordination von Kräften sowie die Vorbereitung von Entscheidungen ermöglicht.
«Die Nachwuchsretter haben den Zusammenhalt, der zwischen den verschiedenen Einheiten herrscht, in und bei der Festung hautnah erlebt»
Ausbildung und Folgen für die Einsatzpraxis
Die Veranstaltung legte einen Schwerpunkt nicht nur auf technische Fertigkeiten, sondern auf das vernetzte Arbeiten aller beteiligten Organisationen. In realen Einsatzlagen – bei Unfällen, Bränden oder Hochwasser – ist die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdiensten, DLRG, THW und Polizei entscheidend. Solche gemeinsamen Übungen stärken die Kommunikation, schaffen Verständnis für die Arbeitsweisen der Partnerorganisationen und fördern Vertrauen zwischen den zukünftigen Einsatzkräften.
Für die Teilnehmenden bedeutet dies praxisnahe Vorbereitung auf mögliche spätere Aufgaben im Einsatzdienst. Für die Organisationen eröffnet ein solcher Austausch die Möglichkeit, Nachwuchskräfte frühzeitig an interdisziplinäre Abläufe zu gewöhnen und Ausbildungsinhalte entsprechend zu vernetzen. Aus Sicht der Einsatzplanung können vermehrte gemeinsame Trainings langfristig zu effizienteren Abläufen und einer besseren Verfügbarkeit von Fachpersonal in kritischen Situationen beitragen.
Organisatorisches und Öffentlichkeit
Der Teamwork‑Day wurde als Begegnungs‑ und Lernplattform angelegt, auf der die Jugendlichen bewusst Kontakte über die Grenzen ihrer eigenen Organisation hinaus knüpfen sollten. Solche Netzwerke sind für die Bereitschaftskultur in ländlichen wie städtischen Regionen von Bedeutung. Die Veranstaltung war öffentlichkeitswirksam gestaltet, bot Informationsmöglichkeiten über Karrierewege im Rettungsdienst und demonstrierte die breite Palette an Aufgaben, die heutige Blaulichtorganisationen wahrnehmen.
| Aspekt | Zahl / Angebot |
|---|---|
| Teilnehmende | ca. 400 |
| Betreuende Helfer | rund 60 |
| Mitmachstationen | 17 |
Der Teamwork‑Day in der Festung Grauerort zeigt, wie Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und interdisziplinäres Lernen verbunden werden können. Solche Angebote tragen dazu bei, zukünftige Einsatzkräfte technisch zu schulen und gleichzeitig die Kooperationsbereitschaft zwischen den Organisationen zu stärken – Faktoren, die sich bei künftigen Einsätzen direkt auf die Einsatzqualität auswirken können.