Red Bull Salzburg hat am Mittwochabend ein klares Ausrufezeichen gesetzt: Mit einem 5:1‑Heimsieg gegen Rapid Wien beendete das Team von Trainer Danny Röhl Rapids bis dahin makellose Saisonbilanz und rückte in der Tabelle auf den ersten Verfolgerplatz hinter Meister LASK vor.
Dominanter Start, klare Überlegenheit
Die Partie war früh entschieden: Bereits in den ersten 21 Minuten erzielten die Salzburger drei Tore. Haris Tabakovic traf in der 4. und 21. Minute und steht damit bei acht Pflichtspieltoren in dieser Saison. Dazwischen sorgte Nikolas Veratschnig (15.) für die 3:0‑Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Edmund Baidoo (46.) auf 4:0, ehe Karim Konaté in der Nachspielzeit den Endstand herstellte.
Rapid war in dieser Begegnung chancenlos gegen die individuelle Qualität und das kollektive Offensivspiel der Salzburger. Rapids Verteidiger Jannes Horn brachte es auf den Punkt: „Salzburg hat uns mit ihrer individuellen Qualität die Grenzen aufgezeigt.“
„Mit dem Ball war das überragend, wir haben ein Statement gesetzt.“ — Haris Tabakovic
Röhl zieht Bilanz und warnt vor Selbstzufriedenheit
Trainer Danny Röhl kann sich über die bisherige Bilanz freuen: In zehn Pflichtspielen unter seiner Leitung ist Salzburg unbesiegt. Zuletzt verzeichnete das Team eine Serie von fünf Siegen in Folge, darunter ein 3:0 gegen Mjällby, das den Aufstieg in die Europa‑League‑Ligaphase sicherte, sowie ein 4:1 gegen die Wiener Austria. Drei dieser Erfolge fielen innerhalb von weniger als einer Woche.
Röhl lobte die Entwicklung, mahnte aber zugleich zur Bescheidenheit: „Wir sind auf einem sehr guten Weg und werden dem hohen Anspruch aktuell gerecht“, sagte der Deutsche. Zugleich betonte er: „In wenigen Tagen müssen wir wieder liefern. Das zeichnet gute Mannschaften aus. Deshalb ist es wichtig, gierig, hungrig und auf dem Boden zu bleiben.“
Konsequenzen für die Meisterschaft und das Selbstverständnis
Der deutliche Sieg hat mehrere Implikationen: Salzburg sendet ein Zeichen an den Ligakrösus LASK, dass man wieder ernsthaft um den Titel mitspielen will. Gleichzeitig wird Rapids Saisonplan durch die erste Saisonniederlage empfindlich gestört — nachdem bereits die Wiener Austria zuvor unterlegen war, gerät Rapids bisher positives Saisonbild ins Wanken.
- Ergebnis: Salzburg – Rapid 5:1
- Torschützen Salzburg: Haris Tabakovic (4., 21.), Nikolas Veratschnig (15.), Edmund Baidoo (46.), Karim Konaté (90.)
- Serie unter Röhl: 10 Pflichtspiele ungeschlagen, zuletzt fünf Siege
| Neueste Ergebnisse (Auswahl) | Ergebnis |
|---|---|
| Salzburg – Rapid | 5:1 |
| Salzburg – Mjällby | 3:0 (Aufstieg in EL‑Ligaphase) |
| Salzburg – Wiener Austria | 4:1 |
Sportlich demonstrierten die Salzburger vor allem im Ballbesitz eine neue Benchmark. Tabakovic hob neben dem eigenen Torinstinkt auch die kollektive Leistung hervor: „Mit dem Ball war das überragend, wir haben ein Statement gesetzt.“
Für Rapid bedeutet die Niederlage, dass Anpassungen nötig sind: Defensive Stabilität und Reaktion auf frühe Rückstände werden künftig entscheidend sein. Salzburg hingegen muss nun den hohen Takt halten, den Röhl einfordert — die kurze Freude soll demütig bleiben, weil in wenigen Tagen schon der nächste Test ansteht.
Der klare Sieg festigt Salzburgs Anspruch, in dieser Saison wieder zur Spitze der Bundesliga zu gehören, und erhöht den Druck auf den bisherigen Meister LASK. Wie nachhaltig diese Form ist, wird die kommende Wochen entscheiden.